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EU-Parlament beschließt Urheberrechtsreform

Es ist schon einigermaßen lustig. Da gibt es einen höchst kontroversen Streit, der mit allen Argumenten (und allen Pseudo-Argumenten, Übertreibungen und Tatsachenverdrehungen; übrigens durchaus von beiden Seiten…)  über Monate hinweg ausgetragen wird, in aller Öffentlichkeit. In Diskussionsrunden, in Blogs, in Zeitungen, im Rundfunk, im Netz. Mit massivem Einsatz aller Lobby-Instrumente, mit Massen-Mails und angeblich oder tatsächlich auch mit Todes-Drohungen irgendwelcher durchgeknallter Eiferer.

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Und dann fällt die Entscheidung im EU-Parlamentin zweiter Instanz” nach all diesen Argumenten; vorgetragen ja jeweils von höchst respektablen Parteigängern: auf der einen Seite Verleger, Kreativschaffende und Gewerkschaften; auf der anderen Seite “Netzaktivisten”, Internet-Wirtschaftsverbandsvertreter, Verbraucherverbände, andere Kreativschaffende und natürlich auch (eher hinter den Kulissen…) die “Betroffenen”, also allen voran Google. Die Entscheidung fällt also in einem klaren Ergebnis zugunsten der “Pro-Providerhaftung und Pro-Leistungsschutzrecht”-Fraktion; ich referiere das und gebe wie immer als Netzautor meinen – wohlgemerkt aber auch als persönliche Meinung gekennzeichneten – Senf dazu ab; und wir (DLF Nova…) bekommen prompt eine Hörer-Zuschrift eines “Musikautors, Fachjournalisten, Buchautors” und offenbar auch Dozenten, der meint, ich würde in meiner Beurteilung der Kontroverse “falsche Schlüsse” ziehen.

Ich könnte vielleicht die Reklamation an die 226 EU-Parlamentarier weiterleiten, die mit “Nein” gestimmt haben, oder an die “Netzaktivisten”, Internet-Wirtschaftsverbände, Verbraucherverbände, andere Kreativschaffende oder Kommentatoren, die eben anderer Meinung sind. Ich selbst bin ja auch Kreativschaffender, und auch auch Gewerkschaftsmitglied – und in diesem Fall muss ich einfach sagen: Ich teile die Meinung meiner Gewerkschaft und meiner ansonsten hochgeschätzten Kollegen hier einfach nicht. Nach Auffassung des Hörerbriefschreibers sollten wir “als Journalisten hier eine eindeutigere Interessenslage haben.”

Es geht aber – mit Verlaub – gar nicht immer um die individuelle Interessenslage. Ich bin selbstverständlich VG-Wort-Mitglied und würde theoretisch (praktisch glaube ich eher nicht…) von der beschlossenen Reform profitieren – und trotzdem halte ich die für falsch. Auf der Payroll von Google stehe ich auch nicht. Wahnsinn, was? Ein “erheblicher” Mangel an Expertise, wie vom Hörermail-Autor vermutet, liegt bei mir auch nicht vor – mit einer kleinen Google-Suche 🙂 hätte er bestimmt auch schnell herausgefunden, dass ich kein “einfacher Korrespondent, der seine Meinung kund tut” bin, sondern schon ein Weilchen über Netzthemen berichte – tendenziell sehr kritisch gegenüber Google, Facebook und Konsorten.

Vielen Dank in diesem Zusammenhang für die Aufklärung über die Monetarisierung von Google durch unsere User-Daten – da hab ich ja noch nie etwas drüber gehört. 🙂 Das Problem ist nur, dass der Hörerbriefschreiber – genau wie die Apologeten der Verleger-Seite (wobei das bei FAZ-Angestellten klar ist, dass sie das Lied ihres Brötchengebers singen müssen, während ich als ÖR-Beschäftigter einigermaßen gut pfeifen habe…) – stocksteif nur bei der einen, der eigenen “Interessenslage” geschuldeten Sichtweise bleibt. Ich habe in der Sendung die Frage aufgeworfen, ob es denn eigentlich einen Anspruch auf die kostenfreie Dienstleistung “aufgelistet werden in einer Internet-Suchmaschine” geben kann.

Der Hörermail-Verfasser wendet den Aspekt “kostenfreie Dienstleistung” prompt wieder in die Gegenrichtung und merkt an:

“Ganz genau! Google News nutzt die Lead-Sätze/Teaser-Texte und schafft dafür für sich einen Mehrwert. Es gibt Erhebungen, dass Google News-User gar nicht mehr auf die Seiten der Zeitungen/Contentanbieter gehen, sondern sich nur die Kurzversionen durchlesen. Damit ist der Vorteil von Google & Co schon hinweg.”

Entschuldigung – trotz des Dauerfeuers in der von mir geschätzten und abonnierten FAZ erschließt sich mir immer noch nicht, wie denn die angebliche unmittelbare Mehrwert-Schaffung bzw. der Content-Diebstahl hier aussehen soll – bei Google News schaltet Google ja eben keine Werbung. Dass es mittelbar einen gewissen Mehrwert allein schon durch die Datenauswertung der Google News nutzenden User gibt, ist mir mit meiner vorhandenen Expertise 🙂 durchaus klar. Dass es Leute geben mag, denen das Lesen von Überschrift und Teaser (“Kurzversionen” -:) ) reicht, mag ja sein – aber das ist natürlich eher ein tragischer Kulturverfall als ein Problem von Google. Das sind aber dann eben Leute, die das eigentliche Qualitätsprodukt auf den Verleger-Seiten eh nicht mehr lesen und die Seiten eh nicht mehr ansteuern.

Meiner Meinung nach ist das Verhältnis zwischen Content-Produzenten (sowohl private als auch geschäftliche…) und Google eine Symbiose, und zwar eine höchst heikle – das ist mir völlig klar. Ob die vollkommen austariert ist – keine Ahnung. Ich bin da ja eigentlich eher radikal und habe immer dafür plädiert, das furchtbar nervende Internet-Geschäftsmodell “Werbung” mit dem absolut problematischen Deal “Daten gegen Pseudo-Gratis-Dienste” aufzugeben. Leider sieht das die Masse der User anders.

Ich selbst befürworte den Einsatz von Werbeblockern, ich würde mir wünschen, dass andere Geschäftsmodelle – Content-Flatrates, Pay-Modelle funktionieren; ich selbst abonniere nach wie vor diverse Zeitungen samt Online-Ausgaben, obwohl ich die auch “gratis” im Sender lesen könnte; leider sieht das die Masse der User anders – und liest eben überhaupt keine Artikel mehr, sondern bestenfalls noch eine Überschrift oder einen Clickbait-Teaser und drückt dann mit letzter Kraft auf den “like”-Button. 🙂 Solche Leute kommen aber eh nicht mehr auf die Seiten der “Qualitätsjournalismus”- Anbieter – wobei ja ulkigerweise das Haus Axel Springer am lautesten jammert 🙂

Aber ist Google für diesen Kulturwandel verantwortlich? Ich glaube nicht. Das Pech für die Verleger ist nur, dass ihr angestammtes Finanzierungsmodell – eben das Schalten von Werbung, von Anzeigen den Bach runter geht bzw. jetzt in anderen Kanälen stattfindet. Das Glück von Google ist, dass das Schalten von Werbung insgesamt immer noch funktioniert – trotz aller Fragwürdigkeiten in Bezug auf die Wirksamkeit, trotz aller Manipulation wie Clickbait und Klickbetrug; und trotz meines eingeschalteten Werbeblockers. 🙂

Aber jetzt noch mal mein Argument: Wieso glauben denn Verleger und andere Akteure im Netz, dass die bislang immer kostenfreie Dienstleistung von Google, sie bzw. ihre Webseiten auffindbar zu machen, auch für immer kostenfrei bleiben muss? Die Akteure bezahlen doch auch teures Geld für SEO-Maßnahmen und ggf. natürlich auch für Werbe-Kampagnen; die Auffindbarkeit ist absolut existenziell für ihr Geschäftsmodell. Wie ich schon in der Sendung gesagt habe – wenn Google als Monopolist mit einer radikalen Auslistung von allen Kohle-Anforderern drohen würde, wäre das vielleicht wettbewerbswidrig. Aber wieso sollte nicht Google von allen kommerziellen Akteuren eine kleine Gebühr für das Auflisten im Suchindex fordern dürfen, eventuell zufällig in gleicher Höhe wie die anders herum verlangten Leistungsschutzrechts-Abgaben? 🙂

Das mal so als meine selbstverständlich völlig “expertiselose und uninteressante” Meinung. Aber die Schlacht ist ja eh geschlagen. Warten wir mal ab, was die Trilog-Besprechungen aus dem Quark noch machen. Notfalls tröstet mich ja meine nächste VG-Wort-Abrechnung 🙂

Was die Urheberrechtsreform der EU für das Netz bedeuten könnte

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 13.09.2018 (Moderation: Till Haase)

Facebook: Die Entscheidung über Politiker-Posts übernimmt die Zentrale

Man könnte fast schon Mitleid bekommen mit Facebook. Denn auseinanderzuhalten, welche User-Posts ok sind und welche nicht, das ist auch mit den schönsten Content-Richtlinien immer wieder eine Gratwanderung. Wenn Einträge online gehen, die nach US-amerikanischem Recht zulässig wären und unter die am Stammsitz des Social Networks sehr weit gefasste Meinungsfreiheit fielen, dann schreit vielleicht der Justizminister eines unbedeutenden Zwergstaates irgendwo auf der Welt Zeter und Mordio und droht mit empfindlichen Geldstrafen und Zwangsmaßnahmen 🙂 .

Aber zum Glück muss Mark Zuckerberg die heikle Arbeit ja nicht selbst machen, sondern kann sie aus der immer noch prall gefüllten Geldbörse an mau bezahlte Hilfskräfte weitergeben. Für den “einfachsten” und schlimmsten Job – das Aussortieren von exzessivster Gewalt und Kinderpornografie – zahlt Facebook “logischerweise” am wenigsten; das Begutachten von Texten erfordert hingegen schon eine höhere und vor allem muttersprachliche Qualifikation – dafür gibt es dann in einem jungen, hippen Team im schönen Berlin glatte 1400 Euro monatlich zu verdienen; ggf. plus Zuschläge für Nacht- und Wochenendarbeit.

Und ein weiterer Bonus ist drin, wenn ein(e) Content-Moderator(in) bei der Entscheidung “Löschen oder stehen lassen” überproportional oft richtig lag. Knifflige Fälle, etwa nach “Zensur!”-Protesten von hochrangigen Politikern, übernimmt die Zentrale. Der Bericht von “Zoltan” auf der ungarischen Website 444.hu ist auch über den Umgang mit dem Video des Fidesz-Kabinettchefs Janos Lazar hinaus interessant – so reichen offenbar subtile Umformulierungen aus, die Facebook-No-Go-Kriterien zu umschiffen und die beabsichtigte Botschaft doch noch recht unmissverständlich ans Volk zu bringen.

Facebook Moderator: Posts von ungarischem Kabinettschef bleiben unangetastet · Dlf Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 15.08.2018 (Moderation: Till Haase)

US-Gericht: Trump darf keine Twitter-Follower blocken

Ich selbst, das ist kein Geheimnis, bin ja eher kein großer Fan von Donald Trump. Von daher bin ich natürlich auch kein Follower von @realdonaldtrump; in dem speziellen Fall schafft da schon allein die semantische Konnotation (“Führer, wir folgen dir”…) eine definitive No-Go-Condition – obwohl man das aus journalistischem Interesse auch alles viel pragmatischer sehen könnte. Wobei ich selbstredend die härtesten Kracher aus der Zwitscher-Tastatur des “Orange One” auch so mitbekomme, wenn Kollegen darüber berichten – und die Timeline des Präsidenten-Darstellers angucken kann ich ja auch eh.

Nur reagieren auf Trumps Tweets, direkt in seiner Timeline, kann ich so natürlich auch nicht; aber das wäre wahrscheinlich vom journalistischen Neutralitäts-Standpunkt her eh keine gute Idee – wobei, hier in meinem privaten Blog bin ich ja auch nicht neutral. Das ist aber wiederum mein privater digitaler Raum, wo ich die Regeln setze. Schwierige Abwägungen – und genau darum ging es eben auch beim juristischen Streit um die Frage: Ist @realdonaldtrump ein privater Account oder ein öffentliches Forum der US-Regierung? Natürlich letzteres, hat eine US-Bundesrichterin jetzt entschieden und der Klage von Beschwerdeführern stattgegeben, die nicht hinnehmen wollten, vom POTUS (bzw. seinem PR-Team…) wegen ihrer unliebsamen Tweets oder Meinungen einfach “geblockt” zu werden.

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Ein sehr interessanter Aspekt, darauf haben Experten bei Wired hingewiesen, ist die Frage nach der eventuellen Übertragbarkeit des Richterinnenspruchs auf andere Streitfälle von digitalem Hausrecht und “Aussperrung”. Aber es gibt ja noch einen weiteren Riesen-Knackpunkt: Unzweifelhaft (wie im Fall von @realdonaldtrump…) oder auch diskutierbar öffentliche digitale Foren laufen nicht auf eigenem Webspace und eigenen Domains, sondern auf privaten Plattformen – eben auf Twitter oder Facebook, bei Google oder Apple. Und theoretisch oder eben auch praktisch können die privaten Plattformen jeden dieser Accounts von heute auf morgen abschalten, weil da angeblich oder vermeintlich gegen die TOS verstoßen wurde.

Und nicht jeder Betroffene kann wie der Präsidenten-Darsteller im Weißen Haus im Zweifelsfall den Secret Service oder die Ledernacken losschicken, um einem herumzickenden linksintellektuellen Verhökerer des digitalen Raumes ein paar behutsame Denkanstöße zu geben.

Trump darf keine Follower blocken · Dlf Nova

Deutschlandradio Nova – Hielscher oder Haase vom 24.05.2018 (Moderation: Till Haase)

Zuckerberg vor EU-Parlamentariern: Schaulaufen ohne Erkenntniswert

Am Vortag hatte es das übliche Aufplustern gegeben: Die Zustimmung von Mark Zuckerberg, die Anhörung dann doch nicht hinter verschlossenen Türen ablaufen zu lassen, zeige die Bedeutung und auch die Macht der EU, hatten sich mehrere Parlamentarier gefreut; “Druck wirkt” hatte Sven Giegold von den Grünen getwittert.

Aber der Facebook-Boss hatte da offenbar schon einen cleveren Deal mit Parlamentspräsident Tajani geschlossen: Die Befragung sollte öffentlich sein, nämlich per Livestream übertragen werden, aber dafür nicht im schnöden Frage-und-Antwort-Wechsel (womöglich mit sofortigem Nachbohren…), sondern hübsch getrennt: Erst alle Fragen en bloc, dann Antworten nach eigenem Gusto und a la carte.

Und da war die gute Laune von Sven Giegold logischerweise auch wieder verflogen:

Tja, so schnell kann das gehen. 🙂 Ein extrem entspannendes Arrangement also für Mark Zuckerberg, der nun einfach aus seinem gut einstudierten Statement-Fundus rezitieren konnte – und dann, da viele der Fraktionschefs die knapp bemessene Zeit für eitle Selbstdarstellung verballert hatten, anstatt auf den Punkt zu kommen – dann blickte der Facebook-Boss einfach ganz trocken auf die Uhr. Time over, der Flieger wartet. Schließlich hatte er ja eh nur auf der Durchreise zum Technologiegipfel in Paris einmal kurz vorbeigeschaut. Und die noch offenen Fragen würden nachträglich schriftlich beantwortet, ganz großes Indianerehrenwort.

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Ob das jetzt also wirklich die große Machtdemonstration des Europäischen Parlaments war, das erscheint sehr fraglich. Und angesichts der doch sehr unterschiedlichen Positionen und Interessen der verschiedenen politischen Fraktionen gegenüber Facebook – die waren nämlich durchaus auch atmosphärisch spürbar bei der Anhörung: Dass die Vorsitzenden nun wissen, “dass es keinen Sinn macht, mit diesem Unternehmen zu reden, sondern dass sie zu scharfer Regulierung greifen müssen” – diese Sichtweise von Jan-Philipp Albrecht scheint mir auch reichlich “optimistisch” 🙂 Die Rechtspopulisten z.B. werden sich trotz ihrer “Zensur”-Vorwürfe an Facebook hüten, ausgerechnet das Medium ernsthaft zu beschädigen, das sie zur Ansprache und Mobilisierung ihrer Klientel so dringend brauchen wie die Luft zum Atmen.

Noch mal “tja”: Nigel Farage konnte seine Message wenigstens fokussiert rüberbringen – und bekam sogar eine Antwort von Mark Zuckerberg (der ja wie die meisten seiner Silicon-Valley-Kollegen im nicht allzu facettenreichen US-Politspektrum eher im demokratischen als im republikanischen/populistischen/Trump-freundlichen Lager zu verordnen ist…):

Entscheidungen darüber, welche Inhalte erlaubt sind oder wie sie gerankt werden auf Basis der politischen Orientierung zu treffen – das haben wir nie getan, und das werden wir auch nie tun.

 

Zuckerberg vor EU-Parlamentariern · Dlf Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 23.05.2018 (Moderation: Till Haase)

 

Das Desaster hatte sich “ein Stück weit” bereits am Dienstag morgen angekündigt:

Europäisches Parlament: Zuckerberg gegen die EU · Dlf Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 22.05.2018 (Moderation: Till Haase)

Mark Zuckerberg: Schlips- und Charme-Training vor Kongress-Hearing

Eins steht fest: Auf die Frage „Was ziehe ich morgens an?“ braucht Mark Zuckerberg, Gründer und Chef bei Facebook, keine Sekunde Nachdenken verschwenden. Irgendeine Jeans unten, und ein graues T-Shirt oben, fertig. An fehlendem Geld für etwas stylischere Klamotten liegt es ganz bestimmt nicht (auch Amazons Jeff Bezos pflegt ja den gleichen Look 🙂 ), der Multimilliardär ist halt so ziemlich der gleiche nerdige Student geblieben, der er schon bei der Gründung von Facebook war. Optisch, möglicherweise auch von der Denke. Alles ist ganz easy und unkompliziert, das ist die Botschaft.

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Momentan allerdings brennt bei Facebook die Hütte, und so übt Mark Zuckerberg wieder einmal Schlips und Anzug; und er übt auch, etwas un-nerdiger, seriöser, charmanter herüberzukommen, das berichtet die New York Times. Ein ganzes Heer von Kommunikationstrainern arbeite gerade daran, Zuckerberg so einigermaßen Politiker-kompatibel zu machen. Denn in der bevorstehenden Fragerunde im US-Kongress ist zuviel Lockerheit und Easy-Going nicht mehr angesagt, sondern eine gehörige Portion Kotau.

So nach dem Motto: Da ist etwas schiefgegangen, wir arbeiten daran, das wird nicht mehr vorkommen. In einer solchen Situation ist weder das neueste Update des Cambridge Analytica-“Whistleblowers” Christopher Wylie besonders hilfreich, die weitergegebenen Facebook-Userdaten könnten jetzt in Russland sein, noch die reichlich schräge “Sonderlöschfunktion” für verschickte Facebook-Messages, die sich Zuckerberg und ein paar andere Führungskräfte eingerichtet haben.

Aber bei aller hoffentlich gut einstudierter Betroffenheit und Reue: das eigentlich Schwierige für Mark Zuckerberg wird sein, nicht einzuräumen, was er natürlich am allerbesten weiß: Dass nämlich die angeblich skandalöse Datenweitergabe und die Manipulation der öffentlichen Meinung gegen harte Währung (im Zweifelsfall auch Rubel 🙂 …) keine Ausrutscher sind, sondern exakt das Kerngeschäft von Facebook. Bei dem – daran muss immer wieder erinnert werden – die User ja eifrig und bereitwillig mitmachen.

Facebook-Chef vor dem US-Kongress: Makeover für Zuckerberg · Dlf Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 09.04.2018 (Moderation: Till Haase)

Wieder mal neues vom Bundeshack

Nach dem totalen Informationschaos der letzten Woche, den (offenbar entweder teilweise unzutreffenden oder aber missverstandenen…) Durchsteck-Portiönchen nicht genannter “Sicherheitsexperten” und den eifrigen, aber wenig hilfreichen Einlassungen aus den Reihen der Politik gibt es nun wieder einmal eine neue Version, was sich eigentlich abgespielt haben könnte. Und weil in dieser neuen Version der FAS doch recht viele und auch ziemlich unspektakuläre Details genannt werden, die auch zu vorhergegangenen Statements passen (wie dem von T-Systems, der IVBB sei eigentlich “nicht direkt betroffen” gewesen…), würde ich einmal sagen: das klingt jetzt für mich ziemlich plausibel.

Malware-verseuchte Schulungsunterlagen aus der Bundesakademie für öffentliche Verwaltung, die dann von Behördenmitarbeitern heruntergeladen und auf ihrem Arbeitsplatzrechner geöffnet werden, das wäre ein ganz alltägliches Szenario. Natürlich bleiben noch allerhand Fragen offen. Wenn die Infektion in der Brühler Akademie schon vor zwei jahren passiert sein soll – warum ist das damals oder seit damals nicht aufgefallen? Steckt da Schlampigkeit, Fahrlässigkeit oder – im allerschlimmsten, aber doch sehr unwahrscheinlichen Fall – bewusste Sabotage dahinter? Da ist im Grunde alles denkbar; es wäre z.B. auch nicht das erste Mal, dass Schulungsrechner an einem kritischen Netz hängen, ein Schulungsteilnehmer seinen USB-Stick anschließt und “drin” ist.

Der nach bisherigem Ermittlungsstand ganz gezielte Zugriff auf einige wenige Dokumente lässt die Dimension des Vorfalls zunächst einmal viel weniger dramatisch erscheinen, als zunächst angenommen. Nur wer sagt, dass es nicht weitere, bislang unentdeckt verseuchte Dokumente, Rechner oder Netzwerkkomponenten gibt? Schon letzte Woche hatte man ja gehört, das BSI habe praktisch alle Kräfte im Dauereinsatz (und aus anderen Projekten abgezogen…), um hier etwas Licht ins Dunkel zu bekommen. Angesichts der offenbar knappen personellen Ressourcen ist man da ja schon fast froh, dass nicht alle laufenden Infiltrationsbemühungen der internationalen Cyber-Bösewichter gleichzeitig auffliegen – oder von “Sicherheitsexperten” durchgesteckt werden… 🙂

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 05.03.2018 (Moderation: Diane Hielscher)

Nachklapp 06.03.: Und wieder mal eine neue Version, diesmal wieder von der Süddeutschen (die ja auch schon letzte Woche zu den Erstmeldern gehörte, leider aber mit zum Teil falschen Informationen…). Der Artikel ist allerdings in weiten Passagen fürchterlich verschwurbelt und in den Details nebulös, vielleicht war der tippgebende Experte ja maskiert und hat nur undeutlich in das Whistleblower-Telefon der SZ hineingeflüstert.  🙂 Die Outlook-Geschichte (natürlich würde das auch mit einem anderen Mail-Client gehen…) würde aber immerhin erklären, wie eine Malware in einem ansonsten abgeschotteten Netzwerk mit ihren “Auftraggebern” “kommunizieren” kann. Wobei das eigentlich nur für den Input-Kanal (also Steuerungsbefehle…) richtig plausibel ist, da gab es übrigens auch schon ähnlich kreative Lösungen über Twitter-Messages. Eine rausgehende Mail hingegegen muss ja an jemand gerichtet sein, und da wird die Malware die abgegriffenen Infos eher nicht an turla@kreml.ru 🙂 geschickt haben können. Theoretisch könnten die Angreifer natürlich auch Zugriff auf den Mailaccount oder das System eines aus der Sicht des Behörden-Netzwerkes legitimen Mail-Empfängers haben und sich die Infos dann von dort aus weiterleiten. Ganz schön kompliziert. Wir bitten um weitere Aufklärung!

Hackerangriff auf Regierungsnetz: Super-GAU oder Bärenfalle? (Update)

Als wir heute morgen nach dem zu diesem Zeitpunkt verfügbaren Informationsstand über den Cyberangriff auf das Regierungsnetz “Informationsverbund Berlin-Bonn” (IVBB) berichtet haben, da sah ja alles nach einem recht deftigen erneuten Desaster aus – wieder einmal die russischen Freunde von der Gruppe APT28 alias “Fancy Bear” mitten in einem Top-heiklen Honigtopf deutscher Daten. Am Mittag dann die wundersame Wende – die Attacke liefe sogar noch, hieß es nun; aber deutsche Sicherheitsdienste hätten sie frühzeitig und umfassend erkannt und “den Angreifer” erstmal weiter am Honeypot naschen lassen, um seine Methoden und auch seine Herkunft niet- und nagelfest zu durchleuchten.

Und deswegen habe man auch den zuständigen Parlamentariern nichts sagen können; klar, sonst wär der Bär ja gewarnt worden (von den Linken bestimmt 🙂 …) Das ist eine Geschichte, die man jetzt mal so glauben kann oder auch nicht. Ich glaube zwar gern, dass man die Infektion eines oder einiger weniger Computer mitbekommen kann und diese dann eben auch “kontrolliert” oder “isoliert” weiterbetreibt. Wie die “Sicherheitskreise” aber sicher sein wollen, dass die APT28-Rasselbande nicht doch vielleicht unbemerkt auch noch in anderen Segmenten des Netzwerkes ihr Unwesen treibt, das ist mir einstweilen ein Rätsel.

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Das bleibt auf jeden Fall noch eine spannende Fortsetzungs-Geschichte. Und welche Seite hier einen großartigen Erfolg zu verzeichnen hat, da würde ich mich noch nicht ganz festlegen.

Cyberkriminalität: Hackerangriff auf deutsches Regierungsnetz · Dlf Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 01.03.2018 (Moderation: Till Haase)

P.S. – Jetzt soll plötzlich auch der IVBB gar nicht “direkt” betroffen gewesen sein – das ist ja dann echt eine schöne Ente, die uns Presseheinis und nebenbei auch den deutschen Bundestagsabgeordneten da gebraten worden ist. Zwischenfazit: Wir wissen gerade überhaupt nichts mehr gewisses, alles ist top-secret. Ich biete hier vorsichtshalber schon mal ein paar Alternativen an: Es waren die Chinesen. Die Nordkoreaner. Die Türken. Die Israelis. Eine Hobby-Hackerinnen-Truppe aus Winsen an der Luhe. Es war Anonymous.

P.S.2 – Ach nee, es “soll” Snake, nicht Fancy Bear gewesen sein. Jetzt passen meine schönen Wortspielereien mit der Bärenfalle und dem Honigtopf nicht mehr. Macht irgendwie heute alles keinen Spaß.

P.S.3 – Ich kann mich nicht erinnern, einen solch grausamen Desinformations- und Fake-News-Tag schon mal erlebt zu haben. Jetzt war auch noch ein Geheimnisverrat mit im Spiel (nämlich von dem Informanten, der den Käse der dpa bzw. der Süddeutschen gesteckt hat…). Und ganz offenbar haben halt die ganzen Politiker im Innenministerium bzw. den Kontrollgremien technisch keinen Schimmer und sondern irgendwelche Bullshit-Bruchstücke ab, die zur weiteren Verwirrung beitragen.

Nachklapp 02.03.2018 – Wir haben heute früh noch einmal ein Update gebracht – als kleine Momentaufnahme im andauernden Info-Nebel.

Hackerangriff: Informationschaos rund um den #Bundeshack · Dlf Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 02.03.2018 (Moderation: Till Haase)

P.S.4 – hier kommt mal wieder ein neuer Erkenntnisstand; das hört sich jetzt schon etwas konkreter und plausibler an. Von dem “den Angriff hatten unsere Sicherheitsbehörden die ganze Zeit unter Kontrolle” kann ja wohl absolut nicht die Rede sein. Eine Formulierung wie “die Hacker griffen weltweit an” bei der Darstellung der derzeitigen 🙂 “exklusiven” Informationen von NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung “aus Kreisen, die mit den Vorgängen vertraut sind” (die Informationen der dpa und der Süddeutschen am Mittwoch waren ja auch aus solchen “Kreisen”…) ist  (mit Verlaub, liebe Kollegen) auch Bullshit. “Weltweiter Angriff” klingt ja schon wieder nach Cyber-Armageddon. Bei angeblich nur 17 betroffenen Rechnern in Deutschland und einer Handvoll abgegriffener Dokumente würde ich stattdessen einfach (wie schon gestern in der ersten Sendung…) sagen: Da machen einfach ein paar Leute ihren täglichen Routine-Job und versuchen gezielt für sie interessante Informationen abzugreifen. Ganz normales Aufklärungs-Business 🙂 … Ach so; offenbar besteht ja auch noch Begriffs-Verwirrung zwischen dem mutmaßlich verwendeten Angriffs-Tool bzw. Trojaner (Snake/Uroburos/Turla) und der danach benannten Hackergruppe – theoretisch könnten natürlich auch APT28 oder die Hackergirls aus Winsen aus der Luhe oder Anonymous den Trojaner Snake/Uroburos/Turla verwendet haben. Aber das wird ganz bestimmt noch aufgeklärt, da bin ich völlig zuversichtlich.

Amazon, JP Morgan und Berkshire Hathaway wollen das US-Gesundheitssystem aufmischen

Für den einen Präsidenten war es ein zentrales Anliegen seiner zwei Amtszeiten – für seinen Nachfolger schieres Teufelswerk, das so schnell und so gründlich wieder rückgängig gemacht werden muss: Die Rede ist von “Obamacare”, von der Regulierung des US-amerikanischen Gesundheitssystems, um jedem Bürger die Chance auf eine bezahlbare Krankenversicherung zu bieten. Regulierung mögen viele Amerikaner aber nun gar nicht; sie pochen auf ihre “Freiheit” – eben auch auf die, vielleicht eben keine Krankenversicherung abzuschließen.

Dass die “Entscheidung” gegen den Versicherungsschutz bei Armen, Arbeitslosen und Geringverdienern natürlich gar nichts mit Freiheit, sondern mit purer Not zu tun hat, das war Barack Obamas Argument. Dass “Obamacare” beileibe nicht ohne Pannen und beileibe nicht völlig überzeugend auf die Schiene gekommen ist, spielt wiederum den Kritikern in die Hände. Fest steht jedenfalls – das US-Gesundheitssystem in seiner jetzigen Form ist teuer und ineffizient; es gibt einfach zu viele Akteure, die an unterschiedlichsten Stellen die Hand aufhalten. Und wenn es um Leben und Tod geht, ist der “Kunde” halt in einer schlechten Verhandlungsposition.

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Für drei Firmen-Giganten wie Amazon, JP Morgan und Berkshire Hathaway sieht das schon besser aus. Aber bei der am Dienstag angekündigten Kooperation geht es wohl um mehr, als nur einen Mengenrabatt herauszuschlagen. Und bei genauerem Hinsehen spielt der vermeintliche Exot im Dreierbündnis vielleicht sogar die Hauptrolle.

US-Gesundheitssystem: Versichert bei Amazon & Co. · Deutschlandfunk Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 01.02.2018

Strunzen mit Strava: Fitnesstracker verrät Militärbasen

Ich muss gestehen – anlässlich der letzten anstehenden Verlängerung meines Mobilfunkvertrages habe ich einmal etwas intensiver darüber nachgedacht, ob ich mir vielleicht eine iWatch zulegen soll. Und mich dann erstmal dagegen entschieden (erstens, weil ich gerade etwas Ebbe in der Kasse hatte; zweitens, weil die Eignung der doch recht dicken Uhr als Golf-Gadget am linken Handgelenk noch nicht so ganz erwiesen ist 🙂 …). Aber an sich sind Smartwatches und Fitness-Armbänder ja mittlerweile extrem beliebt: Da kann man halt checken, ob man sein “Bewegungs-Soll” erfüllt hat.

Und herumstrunzen geht auch: Wenn man nämlich die Daten der Gadgets ins Netz hochlädt – und das ist ja praktisch bei allen Apps vorgesehen – dann können alle “Freunde” staunen, wie fit und fleißig man ist. Wenn man allerdings einen etwas heiklen Job hat; Soldat oder Spion oder so – dann ist das mit dem herumstrunzen und Daten hochladen vielleicht doch keine allzu gute Idee. Natürlich – in den Zeiten von Google Earth oder anderen Satellitenkarten-Diensten sind die einstmals “geheimen” Flecken auf der Erde, Militärbasen z.B., nicht mehr wirklich geheim. Wobei Google zumindest bei den Standorten von “Verbündeten” einen “Sichtschutz” drüberblendet, so dass Details wie Straßen, Wege, Landebahnen und Gebäude nicht mehr sichtbar sind.

The movements of soldiers within Bagram air base – the largest US military facility in Afghanistan Bild: Strava/BBC

Auf der “Heatmap” der Fitness-App “Strava” werden nun solche unter Umständen doch recht heiklen Details sehr schön erkennbar – vor allem in Ländern, in denen außer fremdem Militärpersonal sonst praktisch niemand mit einem Fitnessarmband einhertrabt. 🙂 Neben der reinen Jogging-Topologie der Areale lässt sich aus der Heatmap auch noch ablesen, ob denn an einem Standort (Botschaft z.B.) eher “tote Hose” angesagt ist; oder ob da plötzlich viele junge, unternehmungslustige und fitte Männer (oder vielleicht auch Frauen…) für einen bevorstehenden Einsatz mit den Hufen scharren. An so etwas kann eigentlich eine verantwortliche Militär- oder Geheimdienstführung trotz aller moderner Offenheit keine rechte Freude haben.  🙂

Fitnesstracker verrät Militärbasen · Deutschlandfunk Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 29.01.2018 (Moderation: Till Haase)

Nachklapp 30.01.2018: Das Pentagon lässt die Sicherheitsauswirkungen “prüfen”

Nachklapp 06.02.2018: Strava hat auch noch etwas “nachgebessert”…

Donald Trump retweetet islamfeindliche Videos und keilt gegen Theresa May

Es ist nicht zu fassen. Weltpolitik (wenn auch nur simuliert von einem orangehaarigen Reality-Darsteller…), Diplomatie und die Kommunikation zwischen Regierungen findet heutzutage per dauer-defizitärem Kurznachrichtendienst statt (der doch ansonsten nur zur Selbstbespiegelung von eitlen Journalisten taugt 🙂 …)  Hat eigentlich der sympathische Herrscher mit der ebenfalls problematischen Frisur aus dem letzten authentischen Reich der Finsternis auch einen Twitter-Account? Und wenn nein, warum nicht???

Ich selbst; und da gehe ich hier auf meinem Blog mal etwas über die “politically correctness”-Version von heute morgen “on air” hinaus – habe auch ein massives Problem mit “dem Islam”, wie der sich momentan darstellt. Bzw. wie der von vielen seiner Anhänger, seiner Gläubigen oder Pseudo-Gläubigen (die in Wirklichkeit nur klein/großkriminelle Arschlöcher und Versager sind…) momentan “präsentiert” wird. Natürlich nicht von allen Gläubigen. Umgekehrt finde ich es aber auch vollkommen absurd und im Sinne einer Glaubwürdigkeit öffentlich-rechtlicher Medien völlig kontraproduktiv, “politically correct” und weichgespült herumzuschwafeln, Gewaltexzesse vom IS, das gegenseitige Abschlachten von Sunniten und Schiiten oder völlig abstruse Blasphemie-Ausraster in Ländern mit dem Islam als Staatsreligion wie derzeit in Pakistan hätten “mit der Religion nichts zu tun”.

Natürlich hat die Religion etwas damit zu tun. Insofern bin ich auch gar nicht islamfeindlich, sondern eher religionsfeindlich. Und zwar, sobald die Religion – egal in welcher Geschmacksrichtung – in Fundamentalismus oder Extremismus abdriftet, sobald die Religion nicht- oder andersgläubigen das Existenzrecht abspricht. Oder eben nicht nur abspricht, sondern nimmt. Natürlich gibt es zig andere Erklärungen, was “wirklich” hinter den unter religiöser Flagge segelnden Gewaltexzessen steckt: wirtschaftliche Interessen, Interessen von Stämmen, von Ländern – alles geschenkt. Aber sorry; der irrationale Bullshit- und Manipulationsfaktor ist bei Religionen einfach systemimmanent: Ich schlag dir jetzt mal die Fresse ein, du Ungläubiger. “Deus oder der Prophet vult.” Judäische Befreiungsfront contra Befreiungsfront Judäas.

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Das heißt allerdings noch lange nicht, dass der Präsident der Vereinigten Staaten (wenn er halt ein Präsident wäre und nicht nur ein Präsidenten-Darsteller…) Videos retweeten sollte, die von einer islamfeindlichen “Bewegung” mit einer zum Teil eben doch irreführenden Kontext-Agenda ins Netz gestellt werden. Aber die Sache hat natürlich Methode: Erst mal ungeprüft raushauen an die Schwachmaten-Community. Auf den Wahrheitsgehalt kommt es nicht so sehr an. Sondern auf die “grundsätzliche” Message.

Antimuslimische Videos – Kritik ist Trump egal · Deutschlandfunk Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 30.11.2017 (Moderation: Diane Hielscher)

Nachklapp 02.12.2017 – Twitter eiert völlig desorientiert und peinlich bei der Antwort auf die Frage herum, warum die Videos und der Retweet vom orangehäuptigen POTUS darauf eigentlch nicht gegen die Twitter-Nutzungsbedingungen verstoßen. Natürlich verstoßen sie eigentlich dagegen.