Archiv für den Monat: Oktober 2021

Über die Impf-Bedenken von Joshua Kimmich, missverstandene Langzeitfolgen und die ganz sicheren Faktenchecker und Experten

Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich hat sich bislang nicht impfen lassen, er hat „persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht“. Er ist kein ideologischer Impfgegner und kein apodiktischer „Corona-Leugner“ :), sondern hat einfach das getan, was jeder vernünftige Mensch machen sollte und machen dürfen sollte: Selbst, für sich ganz persönlich das Kosten-Nutzen-Risikoprofil eines Eingriffs in die körperliche Unversehrtheit abwägen und einschätzen.

Dazu muss man erst einmal feststellen – Herr Kimmich ist jung und extrem fit. Er hat also ein statistisch nachweislich extrem geringes Risiko, dass ihn persönlich eine Corona-Infektion signifikant in Gefahr bringen könnte. Es gibt da als breit diskutierten Risikofaktor die „Long-Covid-Theorie“ – und ich nenne das mal ganz bewusst „Theorie“, weil hier wirklich noch keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse vorliegen, ob hier tatsächlich ein neues, genuin vom „neuartigen“ Coronavirus verursachtes Krankheitsbild vorliegt.

Oder ob die geschilderten Symptome – die ja aufgrund ihrer unspezifischer Einzelbestandteile das ganze Spektrum von Psychosomatik über auch bislang schon bekannte mittelfristige Reaktionen auf Viruserkrankungen bis hin zur einer möglichen Aktivierung des endemischen Epstein-Barr-Virus reichen – tatsächlich signifikant über den – bislang eben nie quantifizierten Mittel- oder Langzeitfolgen von anderen Viruserkrankungen – Grippe z.B. liegen, das alles ist meines Wissens bislang nicht erforscht.

Das „Long-Covid-Risiko“ kann man also in seine persönliche Risikobewertung mit einbeziehen – aber das als dramatischen Faktor zu bewerten, werden eher ängstliche Naturen tun – die anderen werden sich sagen „Sars-Cov-2 ist halt eine neue Variante im Spektrum von Coronaviren – die Wahrscheinlichkeit, dass hier eine ganz aus der Reihe fallende Langzeitfolgen 🙂 – Gefährlichkeit vorliegt, ist relativ gering. (Aber natürlich möglich… 🙂 )

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Neben der Risikobewertung für sich persönlich kommen natürlich noch zig weitere Faktoren dazu. z.B. die Risikobewertung für die Personen, mit denen man Kontakt hat. Wenn man selbst jung und fit ist, aber mit alten oder vorerkrankten Menschen zu tun hat – mit Eltern, Freunden oder natürlich auch mit Patienten oder Pflegebedürftigen – da ist ja völlig selbstverständlich, dass man deren sehr viel höheres Risiko mit einbeziehen muss in seine eigene Kalkulation.

Darüber hinaus gibt es möglicherweise noch eine gesellschaftliche Dimension – dass ich also in meine Risikobewertung nicht nur die Personen einbeziehe, die ich kenne und mit denen ich de facto regelmäßig Kontakt habe, sondern auch mir unbekannte Zufallsbegegnungen, die ich gar nicht registriere – das wäre also das gesellschaftliche Solidaritätsprinzip. Dass ich mich impfen lasse, obwohl ich das in einer rein individuellen Betrachtung nicht für notwendig halten würde. Und dann kommen auch noch Erwägungen wie eine eventuell exponierte eigene Rolle in der Gesellschaft hinzu – als Fußball-Nationalspieler etwa.

Und natürlich auch noch politische und gesellschaftliche Druck-Faktoren – das Leben als Nicht-Geimpfte(r) ist ja mittlerweile kaum noch durchhaltbar. Psychisch und finanziell. Ok – da hilft vielleicht das Dasein als Fußballprofi – ein normaler Mensch kann sich tägliche kostenpflichtige Tests ja schon gar nicht mehr leisten.

Kommen wir doch aber mal zu den „paar Bedenken“ von Joshua Kimmich und ein paar hunderttausenden oder Millionen anderer Bürgerinnen und Bürger. Er sorgt sich um „fehlende Langzeitstudien“ und also um eventuelle „Langzeitfolgen“. Und erfährt nun aus den Reaktionen von Experten und Medien-Faktencheckern, dass diese Bedenken ein „Missverständnis“ sind. Zu einem großen Teil stimmt das sicherlich auch. Es stimmt – aufgrund der quasi weltweiten massiven Anwendungen der neuen Impfstoffe sind die seltenen Nebenwirkungen „wie Sinusvenenthrombosen und Myokarditis“ bereits sehr schnell identifiziert. Insofern ist also die Studienlage tatsächlich besser als bei irgendwelchen Impfstoff-Neueinführungen in der Vergangenheit.

Tagesschau.de zitiert den Vorsitzenden der Ständigen Impfkommission (STIKO), Thomas Mertens: „Dass es bei der Anwendung eines Impfstoffes über knapp ein Jahr keine Zehnjahres-Beobachtungsstudien geben kann, ist klar.“ Das gelte aber nicht nur für jeden anderen Impfstoff auch, der neu angewendet werde, sondern auch für jedes neue Medikament. Stimmt – nur ein neues Medikament oder auch ein neuer Impfstoff wird – bislang jedenfalls nicht – quasi auf die gesamte Bevölkerung angewendet – egal, ob deren persönliches Risiko in Bezug auf die durch die Anwendung (hoffentlich…) verhinderten Konsequenzen im äußerst niedrigprozentigem Bereich liegt.

Kommen wir doch mal zu den „Bedenken“ von Herrn Kimmich und hunderttausenden oder Millionen anderer Bürgerinnen und Bürger: „Generell sei es bei Impfstoffen so, ‚dass die meisten Nebenwirkungen innerhalb weniger Stunden oder Tage auftreten, in seltenen Fällen auch mal nach Wochen‘. Nebenwirkungen, die erst nach Jahren auftreten, seien ‚bei Impfstoffen nicht bekannt‘, sagt Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts.“ Sehr schön.

mRNA-Impfstoffe waren allerdings bislang auch nicht bekannt. Das Ganze ist ein völlig neues Wirkprinzip. Und zwar ein geniales, wie ich persönlich finde. Ich persönlich sehe in dem Konzept der mRNA-Impfstoffe praktisch kein Risiko, sondern ein gewaltiges Potential auch in der Bekämpfung anderer Krankheiten bis hin zu Krebs – wer sich einmal von der „Genialität“ des Konzeptes überzeugen will, sollte den m.E. wirklich sehr gut erkärten Artikel zum Funktionsprinzip des Impfstoffes bei heise.de lesen. Das ist alles wirklich sehr durchdacht.

Aber heißt das, das es wirklich „kein Risiko“ gibt? Natürlich nicht. Wir hatten im DLF 2020 einen Beitrag bzw.  Interview zur Funktionsweise von mRNA-Impfstoffen und mussten da schon präzisieren, dass ein „Übergang von Viren-mRNA in menschliche DNA nach bisherigem Erkenntnisstand praktisch ausgeschlossen“ ist. Es existiert aber grundsätzlich ein Mechanismus, nach dem das theoretisch möglich wäre. Auch bei der Frage nach einer möglichen kanzerogenen Wirkung des Impfstoffes war der Experte damals „neutral“.

Und damit kommen wir jetzt mal zu der Einordnung der von Joshua Kimmich befürchteten Risiken und deren Bewertung durch Experten und „Faktenchecker“: Wenn es irgendeinen Übergangsmechanismus von mRNA in DNA geben sollte (und bei Vektorimpstoffen auf der Basis von Adenoviren wie Astra-Zeneca ist die Frage nach möglichen unerwünschten Effekten im Zellkern ja noch einmal dringlicher…) – dann wäre natürlich absolut nicht gesagt, dass da etwaige „Nebenwirkungen innerhalb weniger Stunden oder Tage auftreten“. Im allerschlimmsten Fall würden sich Veränderungen im Erbgut ergeben, die sich dann eben erst beim Nachwuchs zeigen würden. Oder z.B. in einer geringen Fruchtbarkeit, die sich ja auch erst nach ein paar Jahren signifikant zeigen würde. (Und genau das sind ja offenbar Befürchtungen bei einem gewissen Teil der Bevölkerung…)

Auch kanzerogene Wirkungen eines neuen Impfstoffes – sei es durch den Impfstoff oder das neuartige Impfstoff-Prinzip selber, sei es durch die Zubereitung oder eventuelle Verunreinigungen – würden sich u.U. erst nach zig Jahren zeigen. Von daher: diese Erwiderung oder dieses Narrativ – wenn sich da jetzt nicht sofort etwas als Nebenwirkung zeigt, dann gibt es das auch nicht; hat es nie gegeben, wird es nie geben – die stimmt schon mal rein methodisch so nicht. Mal als Disclaimer: Ich selbst halte auch eine solche theoretisch mögliche Nebenwirkung und dann eben auch Langzeitfolgen zumindest bei mRNA-Impfstoffen für absolut unwahrscheinlich – da spricht vom Code-Wirkprinzip praktisch nichts für.

Es spricht allerdings auch praktisch nichts dafür, dass Joshua Kimmich persönlich irgendwelche signifikanten Probleme aufgrund einer eventuellen Corona-Infektion bekommen würde. Insofern halte ich also seine Bedenken und sein Zögern für legitim – und innerhalb der von mir ja schon mal öfter erwähnten Schwelle des legitimen persönlichen Risiko-Eingehens liegend. Erstmal nicht impfen lassen, keinen Sport treiben, rauchen, trinken, kitesurfen, Junkfood essen – das sind individuelle eingegangene Risiken, die die Gesamtgesellschaft in einer gesellschaftlichen Solidarität zu tragen bereit sein müsste.

Wenn das nicht mehr Konsens ist – dann haben wir eine (auch noch ulkigerweise selbst generierte…) Diktatur. Die natürlich auch den noch jetzt so selbstgewiss „auf der richtigen Seite“ stehenden um die Ohren fliegen wird.

Mal ein kleiner Golf-Produkttest: Garmin Approach R10

Ich spiele ja jetzt bekanntlich seit gut vier Jahren Golf. Ich bin da sehr froh drüber – das hat mich körperlich und geistig unfassbar vorwärts gebracht. Körperlich: Allein schon durch die Bewegung – eben ziemlich täglich 9 Loch oder 18 Loch rumzulatschen, und zwar in einem durchaus schnellen Tempo mit einem durchaus signifikanten Gewicht (dem Bag…) auf dem Rücken – das hat bei mir schon meine Wampe bzw. mein Gesamtgewicht um etwa 7 kg runtergebracht. Während des beschissenen Corona-Lockdowns mit Platzsperre und Frust-Saufen ist das natürlich letztes Jahr wieder deutlich hochgegangen. Kollateralschäden.

Mittlerweile sind die Plätze ja längst wieder offen, und ich arbeite also weiter an meinem hehren Fernziel: In Bezug auf das Handicap einstellig werden. 🙂 „An sich“ müsste das doch eigentlich machbar sein: Ich bin normalerweise einigermaßen sportlich, bestimmt biologisch zehn Jahre unter meinem tatsächlichen Alter, einigermaßen bewegungsbegabt und körperaffin – trotz diverser körperlicher/psychischer „Leichen im Keller“, die sich nicht nur bei meiner studierten Profession „Singen“ verheerend auswirken, sondern eben auch beim Golfen.

Aber bei meinem Golfspiel und meinem HCP tut sich seit über einem Jahr: gar nichts. Im Gegenteil: Manche Bereiche – z.B. der Abschlag mit dem Driver verschlechtern sich sogar drastisch. Vollkommen irre: Ich haue da Drives mit 125 Metern raus. Im allerersten jahr flogen die noch 190 Meter weit. (Und der zweite Schlag mit dem Holz 3 fliegt dann 160/170 Meter – da gibt es also offenbar ein technisches/psychisches Problem…) Gegen solche Probleme gibt es ja offenbar zwei Maßnahmen: Unterricht nehmen bei einem Pro.

Und/oder: das mal filmen, was man da bei einem Golfschwung eigentlich macht. Die erste Variante – Unterricht nehmen – ist ja definitiv ratsam. Der Pro wird – hoffentlich – die individuellen Probleme erkennen und Ratschläge geben, wie man/frau den Problemen abhelfen kann. Die zweite Variante ist auch definitiv ratsam – aber erfordert eine gewisse psychische Stabilität. Wenn Sie, liebe(r) Mit-Golfspieler(in) zum ersten Mal ihren Schwung in einem Video gesehen haben, möchten Sie wahrscheinlich aufhören. Oder aus dem Fenster springen. Oder verzweifeln. Ein Stück weit berechtigt.

Das, was Sie da sehen, ist grauenvoll. Und erklärt natürlich bestens, warum auch Ihre Resultate und Ihr Spiel grauenvoll sind. Aber ok, Quatsch, Stopp – wir sind ja keine Profis und wollen und werden das auch niemals sein. Insofern: Sich einmal anzuschauen, was man/frau da eigentlich beim Golfschwung macht, ist total hilfreich und potentiell einer Weiterentwicklung förderlich. Profis und ambitionierte Amateure analysieren ihre Schläge mit Tracking-Systemen. Das sind normalerweise Radar-Doppler-Tracker, die den Flug des Balles, aber auch vorher schon die Schlägerbewegung registrieren und aufzeichnen – das sind dann auch die Systeme, die bei den Übertragungen von PGA-Turnieren die herrlichen Flugkurven des Balles in das Bild zaubern.

Meistens stimmen die berechneten Flugkurven mit den tatsächlichen ziemlich genau überein. In seltenen Fällen liegt der Ball dann doch im Bunker und nicht daneben; oder umgekehrt. Es gibt da „State-of-the-art“-Lösungen wie „Flightscope“ – ein System, das Profis und sehr ambitionierten Amateuren offenbar sehr präsise Informationen über alle relevanten Parameter eines Golfschlags liefert – nur kostet das leider bislang fünfstellige Beträge. (Und auch dieser Anbieter arbeitet ja offenbar an billigeren Alternativen,,,)

Für Amateure ist das fünfstellige Gerät natürlich indiskutabel – insofern gewinnt da ein neues Produkt von Garmin reichlich Impact-Faktor: Der Tracker „Approach R10“ wird zu einer UVP von 599,99 € aufgerufen. Ich habe das Gerät einmal ausprobiert. (Disclaimer: Das Gerät wurde mir von Garmin zum Testen zur Verfügung gestellt.) Punkt eins – aus meiner Sicht schon einmal positiv: Das Gerät wird hinter dem Ball aufgestellt. Klingt vielleicht ulkig oder irrelevant – aber manche Ball-Tracker müssen seitlich neben dem Ball positioniert werden. Bei einem vernünftigen Schwung – kein Problem.

Aber bei einem richtigen Katastrophen-Schlag – so wie Sie den ja auch manchmal auf der Runde spielen – schrotten Sie ihr teures Gerät. Bzw. Sie haben da vorher schon Angst vor und schwingen also nur gehemmt. Nicht umsonst gibt es da gehärtete Cases für diese seitwärts stehenden Geräte. Aber – wenn das Ding hinten steht, geht es Ihnen einfach besser 😉

Jetzt mal zu den ermittelten Daten: Kann ein 600-Euro-Gerät die gleichen Daten, die gleiche Performance erzielen wie ein Gerät für einen fünfstelligen Betrag? Ich kann nur sagen – ich weiß es nicht. Leider konnte ich die geplanten Vergleiche zu Flightscope-Systemen nicht durchführen, aufgrund der temporären Sperrung meines Heimat-Platzes. Wenn ich da mal hilfsweise Quellen aus dem Netz hinzuziehe – dann lautet die Antwort dort : die exakt gleiche Performance liefert das Garmin-Gerät wohl nicht. Wer als Profi oder Top-Amateur wirklich professionelle Daten über seinen/ihren Schwung benötigt, der/die wird hier möglicherweise nicht fündig.

Ich werde die Vergleichsdaten aber hoffentlich noch nachreichen können. Was ich auf jeden Fall schon sagen kann: Bei guten Bedingungen; Driving Range mit genügend Tageslicht – da sind die vom „Approach R10“ ermittelten Flugkurven und Weiten auf jeden Fall sehr realistisch; die stimmen auf jeden Fall ziemlich exakt damit überein, was ich in Bezug auf Flugbahn und Weite auch sehe.

Jetzt ist nochmal die Frage – was bringen die sonstigen ermittelten Werte überhaupt? Ich sehe doch auch so, wie weit der Ball fliegt; ich spüre doch auch so, ob ich den Ball dünn oder ideal getroffen habe? Das stimmt. Ganz offen gesagt – für einen Mid-Handicapper wie mich mit 26,5 – da braucht es nicht unbedingt Informationen über die Schlägerkopf-Geschwindigkeit oder die Spinrate; erst recht nicht, wenn diese möglicherweise im Vergleich zu fünfstelligen Geräten nicht völlig genau sind.

Aber was für mich das „Killer-Argument“ zugunsten des Garmin-Gerätes war, was mich letztlich dazu bewegt hat, das Ding auch zu kaufen, war: Die Video-Aufnahmefunktion. Dazu muss man sein Smartphone mithilfe der mitgelieferten Klemm-Halterung z.B. am hinter dem Abschlag aufgestellten Bag befestigen, Die Aufnahmefunktion ist übrigens auch noch holprig – manchmal wird die nicht aktiviert, obwohl man sie aktiviert hat. Aber wenn sie funktioniert – und grundsätzlich funktioniert sie – dann liefert sie zu jedem erkannten und gemessenen Schlag das zugehörige Video. Und das ist unendlich hilfreich.

Klar – theoretisch könnte man sich auch so filmen. Dann müsste man allerdings immer anschalten und abschalten und hätte auch nur das Bewegungsmuster und nicht den dazugehörigen Schlag bzw. die Schlag-Daten. Bei dem Garmin-Ding hat man das eben kombiniert. Und dann kann man direkt anfangen zu analysieren – aha, da neige ich mich noch in der Ausholbewegung nach vorn – warum? Meine Handwinkel sind total falsch – warum? Ich hole viel zu steil aus, warum? Ich gehe in der Ausholbewegung aus den Knien ein Stück nach oben – warum? Mein ganzer Stand und mein ganzer Durchschwung sind total wackelig und instabil – warum? Und was bewirkt das dann jeweils in Bezug auf das Schlag-Ergebnis?

Den eigenen Schwung mit dem Garmin Approach R10 aufgezeichnet zu sehen, ist erstmal ähnlich verheerend und demoralisierend wie sein eigenes Singen aufgezeichnet abzuhören. Gottseidank habe ich ja damit einige Erfahrung. In Demut und Resilienz. Das braucht man ganz offenbar auch beim Golfen. Insofern – das Aufzeichnen und Angucken hilft ganz bestimmt. Und neben diesen schnöden Range-Diagnosen bietet das Gerät ja noch die Chance, virtuell auf den herrlichsten Plätzen der Welt zu spielen.

Das Gerät ist auch ein Golf-Simulator – und transferiert aufgezeichnete Schläge in eine VR-Umgebung. Schön, wenn Sie zuhause genug Platz dafür haben, Bälle in ein Fangnetz reinzuhauen. Dann können Sie theoretisch Pebble Beach oder andere spektakuläre Plätze zuhause spielen. (Die Deluxe-Variante ist kostenpflichtig…) Bei mir klappt diese Simulator-Option momentan zuhause leider nicht. Ich habe zwar ein Putting-Grün im Wohnzimmer, aber meine Schaumstoff-Übungsbälle (alles andere wäre etwas zu riskant..) identifiziert das Garmin Approach R10 momentan wohl offenbar nicht als legitime Flugobjekte.

Oder die Radar-Range ist zu begrenzt. Wenn ich da noch irgendwelche Fortschritte machen sollte, melde ich das noch einmal nach. Noch mal ein letzter Test-Disclaimer: Ich konnte das Gerät als Tester verbilligt kaufen – und habe das dann auch letztlich getan. Wegen der Film-Option – so grausam die auch erstmal ist 🙂

 

Österreich auf dem Weg in die Corona-Diktatur?

„Die österreichische Regierung hat neue Verschärfungen der Corona-Maßnahmen für Ungeimpfte beschlossen“, meldet Tagesschau.de 

In dem Artikel wird der neue österreichische Bundeskanzler Alexander Schallenberg (nachdem ja der ebenso junge wie hoffnungsvolle Herr Sebastian Kurz aus diversen Gründen abtreten musste…) zitiert mit den Worten: „Wir sind drauf und dran, in eine Pandemie der ungeschützten Ungeimpften hineinzustolpern“. Und: „Bei einer dramatischen Verschlechterung der Lage auf den Intensivstationen müssten ungeschützte Menschen mit Ausgangsbeschränkungen rechnen.“ „Sie dürften dann ihre Wohnungen nur noch in Ausnahmefällen verlassen.“

Ich gehe mal davon aus, dass die geschätzten Kolleginnen und Kollegen der Tagesschau das hier richtig zitieren – und in der Tat scheint das nach einem ersten Googeln der Fall zu sein: Dann ist ja sehr apart, dass der österreichische Bundeskanzler hier von „ungeschützten“, und nicht von „ungeimpften“ Bürgerinnen und Bürgern spricht. Das macht selbstredend einen gewaltigen Unterschied. Nämlich den, ob die angesprochenen nicht-geimpften und „nicht-geschützten“ Bürgerinnen oder Bürger in der „Phase fünf“ des Corona-Armageddon-Plans als Gefährder oder als Gefährdete fungieren sollen.

Und den, ob die „nicht-geimpften“ (trotz nicht vorhandener Impf-Pflicht…) ab dem Szenario 5 in häusliche Haft müssen (als Gefährder…) oder in häusliche Schutzhaft (als unbelehrbare Gefährdete…) 🙂 Man kann hier noch kurz anmerken, dass die Kriterien des Szenarios (wie alle Kriterien in dieser gottverdammten „Pandemie“…) völlig willkürlich sind. Wieso sind „600 belegte Betten“ das Kriterium? Ist die alternativlose Notwendigkeit der Intensiv-Behandlung immer belegt, oder spielen da etwa finanzielle Erwägungen der Krankenhäuser eine Rolle? Wieso gibt es nur 600 plus x Betten, hat das etwa schnöde finanzielle Erwägungen innerhalb des Gesundheitssystems als Ursache??

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Jetzt mal zu den beiden möglichen Szenarien. Erste Variante – dann sollte das der Herr Bundeskanzler doch auch klar sagen: Die Ungeimpften sind die Gefährder. Da müsste man jetzt allerdings noch mal gucken, wieso. Die Vulnerablen haben ja alle ihr Impfangebot erhalten und hoffentlich auch angenommen – die sind also jetzt signifikant weniger vulnerabel. Die können sich, wenn sie wollen, auch ihren dritten „Booster“-Shot abholen und sind dann noch weniger vulnerabel. Die gehen wahrscheinlich oder vernünftigerweise auch nicht in Diskos oder so, und wenn ja, sind sie halt selber Schuld.

Zweite Variante – die Ungeimpften, die „Ungeschützten“ sind die Gefährdeten. Sind die, die als Patienten in den Intensivstationen auftauchen. Erste Frage – ist das überhaupt signifikant so? Zweite Frage – ok, aber dann ist das doch deren Problem? Da kommt ja sofort das Narrativ ins Spiel – ungeimpfte Intensiv-Patienten „nehmen anderen Leuten die Intensivbetten weg.“ Mag ja stimmen. Ich hätte überhaupt nix dagegen, wenn man ab einer bestimmten Überlastung des Gesundheitssystems und der Intensivbettenzahl dann selektieren würde: Nicht Geimpfte nicht mehr aufnehmen. Und gegebenfalls verrecken lassen.  Selbst Schuld, gell?

Das gleiche Prinzip müsste dann aber auch für alle anderen Sozial-Schädlinge gelten. Übergewichtige mit Herz-Kreislauf-Problemen? Ab einer gewissen Intensivbetten-Belegung – abweisen und verrecken lassen. Unsportliche mit null Bewegung, aber Nikotin und Alkohol? Abweisen und verrecken lassen. Porsche-Fahrer, Drachenflieger und Kletterer – abweisen und verrecken lassen. Alles natürlich bewertet und gewichtet aufgrund eines Risiko-Kosten-Nutzen-bewertenden Algorithmus.

Es gibt offenbar – und das ist sensationell beängstigend und abartig – eine gesellschaftliche Mehrheit, die eine solche Abschaffung des gesellschaftlichen Solidarprinzips gutheißt. „Ich bin geimpft – warum soll ich mich für die nicht geimpften einschränken“? „Ich bin schlank – wieso soll ich mich für die Fettsäcke einschränken?“ „Ich rauche nicht.“ „Ich fahre kein Auto über 130 kmh.“ „Ich esse kein Junkfood.“ Das ist alles vermeintlich legitim – aber wenn man/frau allen Ernstes will, aus der Solidargemeinschaft auszuscheren, dann sollte man sich die Kalaschnikoff besorgen.

Wieso sollten Minderprivilegierte die bestehenden sozialen Unterschiede weiterhin akzeptieren? Wenn alle demokratischen Grundrechte wegen eines Pussy-Virus 😉 suspendiert sind und offenbar gegen alle Ankündigungen und Versprechungen auch bleiben – welche Begründung sollte es dann irgendwann noch geben, nicht einfach nach dem Recht des Stärkeren/nicht-Vulnerablen zu verfahren? Noch mal zur Erinnerung: Rechtsstaatliche Grundrechte sind keine Frage von (ängstlichen…) Mehrheiten. Das sind mit gutem Grund unverhandelbare Grundsätze. Zum Schutz der Minderheiten und der Schwachen.

Mal ein kleiner Disclaimer – ich bin mittlerweile zweimal geimpft: Ich würde aus wissenschaftsjournalistischer Perspektive davon ausgehen, dass die Benefits einer Impfung zumindest für ältere Menschen wie mich selbst die theoretisch vorhandenen Risiken bei weitem überwiegen. Bei sehr viel jüngeren Menschen sieht diese Abwägung aber möglicherweise schon ganz anders aus. Ich kann es nach wie vor nicht fassen, dass die „Politik“ und die „Mehrheitsgesellschaft“ in ihrer wohlfeilen überalterten Bräsigkeit, mit ihren sicheren Jobs, ihrer Verachtung von Kultur und Gastronomie und allen anderen „nicht-systemrelevanten“ und daher brutal geschrotteten Segmenten diese „Kollateralschäden“ und völlig anderen Sichtweisen nicht sieht.

Um noch mal auf Österreich zurückzukommen – hoffentlich gibt es da noch ein funktionierendes Verfassungsgericht.

Stephanie und Alex sind hoffentlich noch glücklich verheiratet. Ihre Website dient jetzt Kriminellen zum Phishing.

Stephanie und Alexander aus der Schweiz haben 2019 geheiratet – offenbar nagen die beiden erfreulicherweise nicht am Hungertuch, offenbar haben die beiden auch jede Menge Freunde und Freundinnen. Und haben also ihren „schönsten Tag“ in der Toskana gefeiert (gottlob auch noch vor dem Eintreten der grimmen Corona-„Pandemie“…); im wunderschönen Hotel „Podere Le Meraviglie“ – ich hoffe ganz stark, die beiden sind nach wie vor glücklich liiert. 🙂

Juchuu!!

Was auf jeden Fall noch glücklich oder vielleicht auch nicht so glücklich online steht, ist/sind ihre Hochzeits-Webseite(n) www.summerbreeze.ch und www.alexandermeier.ch – das waren offenbar temporär konzipierte WordPress-Blogs oder eben Websites für die Organisation oder Abwicklung der Hochzeit, der Anreise der Gäste und des „Dresscodes“ 🙂 …

Wir sagen „Ja“ – die Phisher auch…

Neues Sicherheitsverfahren – ja klar. Geht sterben, Drecks-Phisher!! 🙂

Danach haben sich Stephanie und Alexander offenbar nicht mehr so intensiv um ihre Hochzeits-Seiten gekümmert – eigentlich völlig nachvollziehbar, wobei vielleicht ein Löschen auch nicht so ganz verkehrt gewesen wäre. Denn mittlerweile hat der Internet-Abschaum die Seiten gekapert (siehe die Einblendung von „populären Suchbegriffen am Kopf der Seite…), jetzt wird die einst so schöne ad-hoc-Hochzeitsseite für Sparkassen-Phishing genutzt. Zugegeben – man muss schon relativ bescheuert sein, um auf das Phishing reinzufallen.

Andererseits – die ursprünglichen Seitenbetreiber (Stephanie und Alexander…) sind immer noch verantwortlich für ihre Webseiten – auch wenn sie das wahrscheinlich überhaupt nicht auf dem Schirm haben (Impressum fehlt auch, das ist aber kein Freifahrtschein… 🙂 ) und hoffentlich mit ihrem Baby/mit ihren Babies rumkämpfen und insofern genug Stress an der Backe haben 🙂 Aber mal ganz ernsthaft – eine Webseite ins Netz zu stellen bedingt tatsächlich gewisse Verantwortlichkeiten. Und es gibt ganz ernsthaft Arschlöcher, die Sicherheitslücken und verwaiste Webseiten ausnutzen.

„Nein? Doch. Oh!“ Es könnte sogar sein, dass die Website-Verantwortlichen für etwaige Missbräuche auf ihrer Website verantwortlich sind, etwa für Phishing-Aktionen und deren finanzielle Folgen.

Ach, übrigens noch an die Phisher: Ihr seid Abschaum. Trotz eurer wahrscheinlich schweren Kindheit. 🙂

Über Corona-„Normalität“, Masken-Wahnsinn und gesunden Menschenverstand

Ich habe gerade zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie wieder an einem Massen-Event teilgenommen. Ein Golf-Turnier mit ca. 150 TeilnehmerInnen – das 16. „Rainbow-Open“  – vermutlich war ich da die einzige teilnehmende „Hete“ 🙂 … Es war sehr nett. Die Corona-Rahmenbedingungen entsprachen der 3G-Regel: Für die Teilnahme an den Abendveranstaltungen  – das war dann eine „geschlossene Gesellschaft“, für die es auch keine Maskenpflicht mehr gab – musste man/frau entweder vollständig geimpft oder „genesen“ 🙂 sein oder einen offiziellen Corona-Test beibringen.

So weit, so gut, so bekannt. Die Abschlussveranstaltung am Samstag ging allerdings ab 21.30 in eine „Tanzveranstaltung“ über – und dafür war dann ein „normaler“ Corona-Test nicht mehr ausreichend – da war ein PCR-Test erforderlich. Rein wissenschaftlich ist das natürlich totaler Bullshit – die angebliche „Mehr-Genauigkeit“ gegenüber dem Antikörper-Test ist winzig oder fiktiv. Es ist ziemlich klar, dass die Anforderung für einen PCR-Test bei vermeintlich „gefährlicheren“ Events nur einen politischen Zweck hatte: Mehr Druck ausüben auf „Impfunwillige“, einen faktischen Impfzwang schaffen für die, die wieder am normalen gesellschaftlichen Leben teilnehmen möchten.

Um mal ganz kurz zu belegen, dass die ganze Sache Bullshit ist: Auch bei 2G-Events gab es ja massive „Impfdurchbrüche“ und Superspreader-Effekte. Die vermeintlich „sicheren“ geimpften oder genesenen Zeitgenossen sind also in Bezug auf Infektionen überhaupt nicht „sicher“. (selbstverständlich „sicherer“ in Bezug auf die Folgen einer etwaigen Infektion…) Aber ok – die PCR-Test-Erfordernis war zunächst auch für mich (bin erst einmal geimpft…) mal wie politisch gewünscht maximal druckausübend: Ich hätte da von Heiligenhaus am Freitag morgen vor dem Turnier zu einem Test um 7.30 Uhr zum Düsseldorfer Flughafen fahren müssen; Kosten 59,-. Das war die billigste Variante mit Übermittlung des Testergebnisses innerhalb von 24 Stunden. Die Variante mit einer Übermittlung innerhalb von 1,5 Stunden hätte 149,- gekostet.

Am Abend des 30.9. kam dann die frohe Botschaft rein: Die NRW-Landesregierung hat die Corona-Vorschriften gelockert. Für die Teilnahme an einer „Tanzveranstaltung“ (an der ich übrigens eh nicht teilnehmen wollte…) war nun plötzlich kein PCR-Test für die nicht oder noch nicht vollständig geimpften mehr erforderlich, sondern nur noch ein „offizieller“ Test „nicht älter als 6 Stunden vor Beginn der Veranstaltung“. Sehr schön. Ich brauchte also nicht vor dem Turnier am frühen Morgen noch nach Düsseldorf zum Flughafen-Testzentrum reinfahren (PCR-Tests gibt es eben leider nicht überall…) und die vorab gezahlte Kohle bekomme ich hoffentlich auch wieder erstattet.

Stattdessen habe ich mir dann am Samstag nachmittag einen neuen „Bürgertest“ in Heiligenhaus besorgt – ulkigerweise wurde der beim Einlass abends gar nicht mehr überprüft… Aber jetzt mal zu den Events: Wir sitzen da zu 150 Leuten in dem Lokal – ohne Maske. Essen, Trinken, Gröhlen. (Und die Tanzwilligen tanzen hinterher.) Stundenlang mit sicherlich guter Aerosol-Durchmischung. Und nur das Servicepersonal, das da durch die fröhliche Menge durchläuft, trägt eine bescheuerte Maske.

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Im Hotel am ersten Abend: Das sind 50, 60, 70 Leute an der Bar und im Raum – fröhliches Saufen und Kommunizieren – eine solche Enge hab ich seit Corona-Beginn nicht mehr erlebt. Alle ohne Maske. Bis auf das Personal hinter der Theke. Die haben das Fetzchen schon den ganzen Tag auf. Ein paar eine lockere OP-Maske, ein paar ein FFP-2-Modell. (Das ja bekanntlich auch nie dicht ist.) Völlig irre!!! Die Maskenpflicht für das Personal beruht ja auf der Fiktion, dass ein von Tisch zu Tisch gehender Kellner theoretisch eher spreaden könnte als ein Gast, der zu seinem Tisch mit Maske hingelatscht ist.

Passt allerdings bei einer Bar-Situation nicht mehr. Wenn im Gastraum und am Tresen 60, 70  Leute sind, die auch vorher schon ohne Maske als „geschlossene Gesellschaft“ ihre etwaigen Viren ausgetauscht haben – und dann noch 3, 4 Service-Leute, die hinter der Bar stehen: Dann ist die Vorschrift offenbar totaler Bullshit. Zumal bei der Masken-Tragweise des Personals offensichtlich eh jede Menge Luft ist 🙂 … – kein Wunder, die wollen ja nicht ersticken. Pilzinfektionen im Mund-Nasenbereich haben sie eh schon teilweise, wie sie berichten.

Am Morgen im Frühstückssaal: Die sicherlich bereits viren-ausgetauschten Teilnehmer sind da wiederum unter sich, andere Hotelgäste frühstücken offenbar woanders. Das Maskentragen auf dem Weg zum Buffet ist also: reiner Bullshit. Ein Aluhut oder Nudelsieb auf dem Kopf oder ein Mutter-Gottes-Geweih wäre genauso wirksam oder unwirksam. Und vielleicht noch kleidsamer.

Ich komme am Samstag spät abends nach dem maskenlosen Abschlussevent im Hotel an und werde von der Bar-Bedienung aufgefordert, für die fünf Meter von der Tür bis zum Barhocker die Maske aufzusetzen. Die ich dann am Barhocker wieder absetzen darf – im Gegensatz zu der Bedienung. Im Raum sind offenbar auch nur Teilnehmer am Event; zudem dauert der Gang von der Tür zum Hocker nur 10 Sekunden, innerhalb derer ich sehr wenig Aerosole ausstoße. Danach bin ich ja weiterhin im gleichen Raum. Fazit: Das Ganze ist Super-Bullshit und Super-Scheiße.

Nur völlig gehirnamputierte Schafe können allen Ernstes diese totale Entwürdigung und schematische Regel-Befolgung gutheißen oder befolgen, diese totale Unterwerfung an ein Panik-Narrativ und eine Ausblendung jeglichen Menschenverstandes und jeglicher Erinnerung an Grundrechte und Verhältnismäßigkeiten. Zur Demokratie und zu einem Dasein nicht als Untertan oder unmündiges Kleinkind, sondern als Bürger gehört auch die Infragestellung von „Befehlen“ oder staatlichen Vorgaben, wenn es an diesen begründete Zweifel gibt.

Wer nachts um zwei an einer menschenleeren Kreuzung als Fußgänger auf „Grün“ wartet, ist für mich (und vermutlich auch für die meisten Leute außerhalb Deutschlands 🙂 ) kein Musterbürger, sondern ein Idiot. Wer mutterseelenallein auf der Straße dahergehend oder -radelnd eine Maske trägt, ist für mich ein Idiot, der sich selbst schädigt. Die Anforderung, auf den 4 Metern vom Eingang einer Bar bis zum Barhocker die (eh nicht dicht schließende…) Maske aufzusetzen ist reine Idiotie, vollkommener Wahnsinn und reine Schikane. Bzw. eben eine Unterwerfungsgeste an den Wahnsinn und die Panik-Idiotie.

Ich mach das „natürlich“ auch mit, um da nicht irgendwelche unschuldigen Beteiligten in Zwangssituationen zu bringen (die Bar-Bedienung z.B., die die Sache übrigens ziemlich ähnlich sah wie ich…)  Aber an sich ist das alles doch völlig irre. Als mündige Bürger sollten wir doch eigentlich immer Begründetes von Bullshit trennen können. Sollten; nein müssten wir uns Bullshit und abstrusen und unbegründeten Einschränkungen unserer Lebenswirklichkeit entgegenstellen und die entsprechenden Vorschriften nicht befolgen.

Aber meine Beobachtung ist: Die Mehrheit macht den Bullshit, macht die Befehle mit. Am liebsten natürlich dann, wenn nur die anderen (Schüler und Schülerinnen z.B….) Masken tragen oder unter Kollateralschäden leiden müssen.  🙁 Und leider empfinde ich das so: Obwohl das vielleicht eine etwas zu große Keule ist – diese Bereitschaft, vollkommenen Irrsinn bereitwillig und untertänig mitzumachen – nur um nicht anzuecken und im Mainstream mitzuschwimmen – das ist die gleiche Haltung, die schon mal so gewisse suboptimale Entwicklungen in der jüngeren deutschen Geschichte befördert hat 🙁