Archiv für den Monat: Mai 2019

Photoshop hilft immer

Mir ist ja so manches beim Golf immer noch ein Mysterium. Ich meine jetzt mal nicht so Sachen, warum ich plötzlich von einem Tag auf den anderen 30 Meter kürzer schlage oder den Ball plötzlich wieder toppe. Nein, dabei wird mir ab sofort mein Wunder-Armband helfen. Ich spreche jetzt hier von meinen Polos. Natürlich hab ich mich an den Golf-Bekleidungs-Codex angepasst und mir seit meinem Einstieg in die Sportart diverse dieser unverzichtbaren, aber für den normalen Wampen-Inhaber auch optisch tendenziell problematischen Kleidungsstücke angeschafft – ok, ich bin da gerade so auf der Borderline der Vertretbarkeit.

Einen hochgeklappten Kragen find ich nach wie vor zwar irgendwie attraktiv, aber letztlich eben nicht vertretbar. Kragen-Hochklapper gab’s früher bei uns in der Schule auch schon; mit Lacoste-Shirts. Und die waren nicht besonders angesehen und wurden “Popper” genannt. Aber was ich eigentlich meine: Spätestens nach dem zweiten Drive oder Eisenschlag ist ja mein Polo aus dem Hosenbund hochgerutscht, trotz der extra angeschafften Golf-Hosen und -Shorts, die genau zur Verhinderung dieses Desasters extra Silikon-Inlets im Bund haben; zwecks besserer Haftung oder Reibung. Auf manchen Plätzen verstoße ich ja mit dem rausgerutschten Polo schon gegen die Bekleidungs-Etikette.

Umso sympathischer, dass selbst Profi-Models bei einem führenden deutschen Golfartikel-Anbieter nicht völlig perfekt sind. Das war zumindest mein spontaner Eindruck beim Blick auf den Umschlag der gestern zugestellten Werbe-Zuschrift von Golfhouse.

Scan des Umschlags einer Werbezusendung von Golfhouse

OK – die Gürtelschnalle am Bauch des weiblichen Models ist hier etwas merkwürdig verrutscht. Was in ihrem Fall (im Gegensatz zur Situation bei mir…) nicht an einer Wampe, sondern eher am beherzten Zugriff des männlichen Models liegen dürfte. Sieht etwas komisch aus, ist aber sehr authentisch. Im Innenteil, beim “Trendbooklet” ist der kleine, authentische Faux-Pas aber selbstredend wieder korrigiert:

Scan Golfhouse-Trendbooklet

Tja, Photoshop-Warp macht’s möglich. Und das Tatoo am rechten Arm des männlichen Models ist auch plötzlich weg – im Gegensatz zu einigen anderen Fotos im “Trendbooklet”. Vielleicht sollte man ja wenigstens eine gewisse Konsequenz beim Retuschieren einhalten. 🙂

Wenn ich jetzt mal genau hinschau: Das Logo auf dem Polo des weiblichen Models ist auch weg. Und ihre Busen-Größe bzw. der Büsten-Winkel ist etwas “optimiert” worden. Ui, ui – “das geht ja gar nicht”. So Typen wie ihr spielt bestimmt auch mit dem Leder-Wedge. 🙂

 

Das Wunder-Armband wird mir helfen

Ich hab mich da schon mal geoutet: Ich spiel seit einiger Zeit Golf. Und zwar ziemlich ernsthaft und ambitioniert – was natürlich neben dem förderlichen und entspannenden Faktor (man sitzt nicht bräsig und zusammengekauert vor dem Monitor, sondern bewegt seinen Arsch und dazu noch das Golfbag kalorienverbrauchend durch die Prärie 🙂 ) auch noch einen negativen Faktor ins Leben reinbringt: Wenn plötzlich (bzw. immer mal wieder…) alle Schläge getoppt oder zu kurz sind oder gescliced in die Binsen gehen, obwohl man doch “eigentlich” das Mysterium der Hüft-Schulter-Entkoppelung gerade gelöst hatte – dann verflucht man das Dasein.

Die Sache wird noch mal komplizierter, wenn man zusätzlich noch eine andere Sportart wie “Singen” betreibt. Weil nämlich da irgendwelche “Erkenntnisse”, die nach ein paar Tagen plötzlich “irgendwie” nicht mehr klappen, zu fürchterlichsten Verspannungen führen, die dann auch den auch den “eigentlich” schon begriffenen Golfschwung unmöglich machen. Ok – wer in keiner der beiden Disziplinen unterwegs ist, weiß gar nicht, wovon ich hier rede… Herzlichen Glückwunsch!

Aber für die Eingeweihten: Ich habe jetzt das ultimative Gegenmittel, die ultimative Erlösung gefunden und kostenpflichtig bestellt. Ich poste hier mal die Beschreibung dieses Wunder-Gadgets:

Trion:Z ZenLoop Solo Ionic Bracelet. Trion:Z is the #1 therapy bracelet on Tour worn by over 200 PGA Tour Golf Professionals. The all new ZenLoop wristband contains powerful negative ions producing materials in the pod and patented ANSPO magnetic technology, working together to produce the most powerful product of its type, on the market today. Constructed with premium grade, climbing rope inspired braided cord, strength tested to 50 kg and finished with a magnetic push fit fastening. The water resistant, high grade dual density silicone material is infused with negative ions that are released in abundant levels. The stylish and functional, brushed stainless steel power POD features 2 x 1,000 gauss magnets working together to produce one of the most powerful products of its type on the market today, producing over 1,000 negative ions per second. ‘Clinical tests have shown that wearing the bracelet provides significant improvement to pain, stiffness and daily functioning.’

 

Tja, liebe Golf-Freunde – wenn da schon über 200 Golf-Pros (die können ja nicht alle bekloppt sein…Oder doch?) drauf vertrauen, dann wird das Ding wohl funktionieren, oder nicht? Die Lidl-Golfer können natürlich auch die Billig-Version des Armbands bestellen und lächerliche 5€ sparen. Und aber mit der spärlichen Hälfte der Gauss-Kraft auskommen. Viel Spaß dabei!!!

Mit meinem Power-Armband spiele ich demnächst alles in Grund und Boden! Ihr armen Erdenmenschen! Nähere Details und Erfahrungsberichte bald hier in diesem Blog.

Klare Regeln in Internet-Foren schrecken neue User nicht ab – im Gegenteil

Wenn Sie sich regelmäßig an irgendwelchen Online-Diskussionen; sei es in Kommentarforen, bei Twitter oder Facebook beteiligen – dann müssen Sie ja ein ziemlich dickes Fell haben. Denn je nach Brisanz des Themas dauert es ja meist nicht lange, bis die ersten Troll- oder Hate-Postings auftauchen, bis provoziert oder beleidigt wird, entweder ernstgemeint (der gemeine Netz-Wutbürger, geradezu unvermeidbar etwa bei allen ÖR- oder GEZ-Treads 🙂 …) oder aus reinem destruktiven Spaß an der Freud (der gemeine Troll…). Oder halt jobmäßig. (Der Russen-Troll…)

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Psychologen von der Princeton University haben jetzt mal ein Experiment gemacht und ausprobiert, ob es etwas bringt, von vornherein sehr klare Spielregeln für Online-Diskussionen aufzustellen – das Ergebnis: Das bringt definitiv was, da beteiligen sich dann nämlich mehr Leute und der Umgangston wird friedlicher. Wer jemals mit dem Gedanken gespielt hat, auf einer Zeitungs-Website oder einem Kommentar-Forum etwas zu posten, kann das intuitiv und erfahrungsgemäß bestätigen. Natürlich ist da an der “radikalen” Internet-Freedom-These etwas dran: Eigentlich sollte es möglich sein, im Netz die Meinungsfreiheit auszuleben.

Ich bin ja gar nicht für Gender- oder Political-Correctness um jeden Preis; und je repressiver Staaten werden (Russland, Türkei, China…),  umso mehr ist natürlich ein Kanal notwendig, abweichende und den Herrschenden nicht genehme Meinungen und Informationen zu verbreiten. Das Problem ist ja nur – auf jeden “rechtschaffenden” Dissidenten und Andersdenkenden kommen zehn Bekloppte, Radikale, Trolls und bezahlte Staats- und Desinformations-Trolls…

Insofern ist wahrscheinlich auch die Moderations-Blaupause der Princeton-Forscher ganz hilfreich: Witze und Memes sind zwar manchmal witzig und memig, meistens aber nicht. Insofern scheint mir die Idee mit dem “Sticky Post” ganz hilfreich, da könnte z.B. auch das von mir doch recht oft konsultierte Heise-Forum von profitieren. Aber klar – die Gesamt-Klicks gehen natürlich zurück, wenn man die Irren rauskickt… 🙂

Kommunikationsregeln wirken

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 30.04.2019 (Moderation: Diane Hielscher)