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Internet-Ordnung in Gefahr: Gangnam Style braucht eure Solidarität!

Es gibt ja diese ganzen popularitätsfeindlichen Bedenken; wenn ich ganz ehrlich bin, habe ich die zuweilen auch vorgebracht. Also so was wie: „Vox populi, vox Rindvieh“. (Lieblingsspruch meines Lateinlehrers, Herr Erdmann.) Oder wie: „Fresst Scheiße, Millionen Fliegen können (sich) nicht irren!“ Oder so. Ist ja alles schön und gut. Aber dass „Gangnam Style“ der gigantische, epische Überflieger und lange, lange Zeit die Nummer Eins der YouTube-Charts war, das hat ja sehr gute Gründe.

Erst mal singt da ein nach herkömmlichen Maßstäben nicht unbedingt wahnsinnig gut aussehender Typ

in einer (jedenfalls für den Rest der Welt…) etwas exotischen Sprache herum. Das Video ist auch jetzt nicht irgendwie sensationell in dem Sinne, dass da Atomraketen aufsteigen oder extraterristische Vulkanausbrüche nahtlos in vereisende Walgesänge übergehen. Oder sonst irgendein theatralischer Kitsch. Dafür liefert Gangnam Style aber erstens eine astreine Choreografie mit sehr innovativen Elementen wie Lassoschwingen, Hüftkreisen und Kniewippen, was unzählige Arbeitsplätze in der Tanz-Ausbildungsszene gesichert hat.

Zweitens liefert Gangnam Style die perfekte Vorlage für unzählige wunderbare Parodien und Variationen; das gilt übrigens auch für die weiteren herrlichen Kreationen des südkoreanischen Schöpfers Psy. (Ich bin übrigens absolut sicher, dass der schmerbäuchige und feistgesichtige („Hey! Where did you get that body from? I got it from my DAD!“) Lenker des nordkoreanischen Bruderstaats, mein ganz besonderer Freund Kim Jong Un, ein Fan von Psy und von Gangnam Style und dessen weiteren herrlichen Kreationen ist. „Korean Style“ ist eben nicht nur Süd-Korean-Style. „Mother Fucka Father Gentleman.“

Aber vor allen Dingen: Gangnam Style hat eine der herrlichsten, wichtigsten und effektvollsten Pausen der Musikgeschichte. „Ticke-ticke-ticke-ticke-ticke-ticke-ticke-ticke-ticke-tay… (Pause. Nix. Pause. Pause. Immer noch Pause. Nix. Pause.)

(W)oppan Gangnam Style.“ Jetzt hat angeblich irgendein sentimentales Stück mit auf eine bestimmte Person bezogener rührender, aber letztlich fragwürdiger Jenseits-Romantik den Spitzenplatz der YouTube-Charts übernommen. Das Stück, das ich jetzt hier gar nicht verlinken will, wird angeblich gerne bei Beerdigungen gespielt. Ok, ok. Ich respektiere die situationsgebundene Betroffenheit und emotionale Befindlichkeit – aber die sollte nicht eine solche dramatische Auswirkung haben. Trauern ist ok, aber trauern ist nicht der Haupt-Impetus im Leben. (Das wäre jedenfalls ziemlich depressiv.)

Gegenbeispiel: Da soll da noch ein fröhliches Reggae-Stück im Anmarsch auf die Top-Position bei YouTube sein, das ich natürlich auch nicht verlinke. Da ist die Stimmung nicht traurig und betroffen, sondern eher belanglos heiter. Ist auch keine legitime Konkurrenz. Ganz klarer Fall also: Gangnam Style muss vor diesen Angriffen wie auch immer gearteter Motivation und Sentiments-Geschmacksrichtung geschützt und verteidigt werden. Die Bitte, nein der Befehl geht also an alle meine zahlreichen Follower in der ganzen Welt: Klickt alle immer und immer wieder auf Gangnam Style, lasst eure Bots und Klickfarmen aktiv werden und bringt Psy wieder an die Spitze der Rangliste. Woppan Gangnam Style!!!! „Ich habe mich klar genug ausgedrückt!!!“

Wissenschaftler erstellen Liste mit empfehlenswerten Gesundheits-Infoseiten

„Ich habe mich schon mal im Internet schlau gemacht“ – wer mit diesen Worten bei einem Arztbesuch in einer Praxis das Gespräch beginnt, wird wohl bei Frau oder Herrn Doktor reichlich gemischte Gefühle auslösen. Einerseits – es spricht natürlich nichts gegen mündige Patienten, die sich informieren. Andererseits – aus Netzquellen kann man sich als Laie schon eine ganze Menge zusammenreimen und fehlinterpretieren. Und viele Seiten sind schlicht Humbug und postulieren veraltete, esoterische oder – sagen wir es mal zeitgemäß – „alternative Fakten“. Jetzt haben amerikanische Wissenschaftler in einer Großaktion gesichtet, welche Gesundheits-Infoseiten im Netz „nachweisbar“ empfehlenswert sind.

Die geringe Zahl von 44 Webseiten/Webportalen im Empfehlungs-Pdf mag überraschen – aber dennoch steckt hinter dieser Auswahl ein immenser Aufwand. Die Meta-Meta-Studie beruht nämlich letztlich auf 1733 Einzelstudien – und die als „the best of the best“ herausdestillierten Selbsthilfe-Seiten umfassen ein breites Spektrum. Bei sehr akuten oder lebensbedrohlichen Szenarien wie Krebs bleibt trotz aller Web-Infos nur ein Rat – sofort zum Arzt oder in die Klinik gehen. Dass die „Halbgötter/-göttinnen in Weiß“ tatsächlich auf dem neuesten Stand der Forschung sind, ist übrigens auch noch nicht garantiert. Ein bisschen vorab informieren schadet also nicht. Aber auf den richtigen Seiten, bitte.

DRadio Wissen · Medizin-Websites: Das bessere Dr. Google

DRadio Wissen – Hielscher oder Haase vom 30.03.2017 (Moderation: Till Haase)

Tod, Trauer und Twitter – wirklich ein gesellschaftlicher Wandel?

Mit dem Online-Trauern ist es so ähnlich wie mit dem Online-Demonstrieren: Zwischen einem halbsekündigem Mausklick und einem den-Arsch-aus-dem-Sessel-bekommen, irgendwo hinlatschen und da etwas von sich geben ist noch mal ein gewaltiger Unterschied. Insofern kann man dann wahrscheinlich auch das politische oder gesellschaftliche oder private Gewicht einer Online-Stellungnahme entsprechend zum Aufwand nachkalibrieren. 🙂

Die sozialen Netzwerke verändern unsere Sicht auf den Tod, sagt eine aktuelle Studie von zwei US-Wissenschaftlerinnen. Das mag sein – wenn man die Nachkalibrierung einbezieht. Ohnehin ist ja immer die Frage, um was man eigentlich trauert – um einen anderen Menschen, der nun nicht mehr da ist? Oder um die eigene Vergänglichkeit? Um die allgemeine Vergänglichkeit und Nichtigkeit des menschlichen Daseins? Des Universums? Für solche Überlegungen ist das Netz der goldrichtige Platz. Am besten kurzgefasst in 140 Zeichen.

Tod? Dislike! · DRadio Wissen

DRadio Wissen – Hielscher oder Haase vom 22.08.2016 (Moderation: Thilo Jahn)

Pokémon Go: Monsterhype mit kleinen Kollateralschäden

Dass die Leute im richtigen Leben nicht mehr so ernsthaft anwesend, sondern stattdessen im Cyberspace unterwegs sind, das ist ja mittlerweile völlig normal. Also zumindest in dem gewohnten Ausmaß – wenn sie whatsappen, twittern oder navigieren. Aber wenn nun massenhaft an sich harmlos aussehende Zeitgenossen auf Plätzen herumlungern oder komisch hin und her laufen, hinter Bushalte-Wartehäuschen gucken, in trostlose Sackgassen hineinspazieren oder auf Privatgrundstücke vordringen, immer mit starrem Blick auf das Smartphone-Display, und wenn sie dabei ab und zu rasche Wischbewegungen machen – dann ist das keine neue Zombie-Seuche, sondern „nur“ Pokemon Go.

Ein „Augmented Reality Game“, ein Spiel also, in dem die künstliche in die reale Welt eingeblendet wird – und schon ein paar Tage nach dem Launch steht fest: Der Erfolg toppt alles dagewesene, auch den Erfolg des beliebten AR-Vorgängers Ingress. Beim an sich lobenswerten und potentiell gesundheitsfördernden Herumwandern auf der Suche nach virtuellen Monstern und Monsterfang-Bällen (oder nach sonst was…) lauern allerdings überall reale Gefahren: Knochenbrüche, Leichenfunde, Autocrashs, Überfälle und vielleicht sogar schießwütige Hauseigner (oder Rassisten…) – daneben nehmen sich die üblichen Abzocker und Malware-Verbreiter schon wieder harmlos aus. Selbstverständlich 🙂 treibt das Spiel auch Schindluder mit der Gamer-Sicherheit und -Privacy.

Aber all das kann einem richtigen Hype natürlich nichts, aber auch rein gar nichts anhaben. Ob auch IS-Kämpfer schon den possierlichen Tierchen nachjagen, ist bislang nicht bekannt, vor Ort sind die Monster aber schon allemal.

Pokémon Go: Monsterhype um Pikachu und Co · DRadio Wissen

DRadio Wissen – Hielscher oder Haase vom 11.07.2016 (Moderation: Till Haase)

Papst Franziskus trifft sich mit YouTube-Stars

Die Zeiten, als das Internet für die katholische Kirche noch als Sündenpfuhl und Werkzeug des Teufels galt, die sind schon ein Weilchen vorbei: Spätestens seit Dezember 2012, als der Papst – damals noch „Wir sind Papst“-Benedikt XVI. – mit dem Twitter-Account @pontifex loslegte. Sein Nachfolger Franziskus macht da konsequent weiter: seit März ist er auf Instagram unterwegs. Und gestern hat sich das Oberhaupt der katholischen Kirche im Vatikan mit YouTube-Stars aus aller Herren Länder getroffen – eine knappe Stunde dauerte das Beisammensein, alle sollen viel Spaß gehabt haben.

Ausgesprochene Gangsta-Rapper mit einer inkompatiblen Diktion waren nicht eingeladen – aber die Gäste waren auch keinesfalls Special-Interest-Hallelujah-Blogger, sondern eine ganz am Mainstream angelehnte Mischung; z.B. aber auch mit Rassismus-konträrem Hintergrund. Aber selbst für das Thema „Beauty“ hatte der Pontifex eine integrierende Interpretation: Das zu predigen und zu verbreiten, habe doch zumindest eine anti-agressive Wirkung. Auch ein virtuelles Angebot sei besser als gar keines, so Franziskus – das passt ja in gewisser Weise zum Thema „Glauben“ insgesamt 🙂 …

Was das direkte Social-Media-Erleben betrift – Franziskus ist da ganz offen: Er selbst surft weder im Netz herum noch verbringt er seine Zeit vor der Glotze. Sehr vernünftig. Insofern ist es bei ihm wie bei anderen Profis – da twittern und instagrammen PR-Schergen unter seinem Account. Ein Tweet wie „Pray for me“ ist also auch kein Zeichen einer Krebserkrankung oder einer akuten moralischen Anfechtung, sondern referiert einfach auf das Pontifikats-Motto von Franziskus. Gut, dass nicht schon die komplette Transzendenz bei Mark Zuckerberg gelandet ist 🙂 …

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 30.05.2016 (Moderation: Till Haase)

Die KI spielt das Game of Thrones

Wovon hängt es ab, welcher Charakter in der Kultserie „Game of Thrones“ als nächster (mehr oder weniger grausam…) ins Gras beißen muss? Das lässt sich mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit an Faktoren wie dem Alter, Geschlecht, Nobilitätsrang oder Beziehungsstatus der Figuren festmachen, behaupten Bioinformatiker von der TU München und liefern auf ihrer Website gleich handfeste Zahlen, die manchen Fan in Verzweiflung stürzen könnten. Die Prognose beruht auf einem Maschinenlern-Algorithmus. Und da klingeln ja gleich die Alarmglocken. 🙂

Zuweilen liefern die modernen Methoden bekanntlich wunderbare statistische Korrelationen, hinter denen aber bei Licht (bzw. mit gesundem Menschenverstand) betrachtet keine Kausalitäten stecken, sondern Artefakte (sprich Bullshit…). Und auf dieser potentiell sehr wackeligen Basis werden dann unter Umständen Entscheidungen von erheblicher Tragweite getroffen: Maschinenlernverfahren liefern Prognosen zur Kreditwürdigkeit, zu Sicherheitserwägungen oder zum Erfolg von medizinischen Behandlungen – ohne dass sich immer nachvollziehen oder begründen ließe, wie diese Einschätzungen eigentlich zustande kommen und wie verlässlich sie sind.

Auf den ersten Blick scheint auch das Datenmaterial der GoT-Modellierung geradezu irrwitzig zu sein: In einem realen Szenario würden biologische und soziologische Parameter natürlich sehr viel mit der Fitness oder der Überlebenswahrscheinlichkeit einer Person zu tun haben – wer gut isst und trocken schläft, lebt gesünder als der Bettler im Schlammloch. Aber in einem Roman, in einer fiktiven Welt, in einer TV-Serie gar? Da sollte sich doch doch der freie Wille der Autoren jederzeit über Plausibilitäten (und über Abbildungen realer, „biologischer“ Wahrscheinlichkeiten…) hinwegsetzen können – sei es aus „Willkür“, sei es als Reaktion auf Publikumserwartungen, sei es aufgrund realer Fakten wie der Verfügbarkeit oder der Gagenforderung von Schauspielern.

Stimmt alles – und trotzdem macht die Modellierung der TU-Informatiker Sinn: Die Prognose bezieht sich halt nur auf interne, nicht offensichtliche Spielregeln oder Muster der fiktiven Welt; möglicherweise also auf die „Schreibstrategie“ des Autors – und sie gilt natürlich nur, solange keine externen, „realen“ Faktoren ins Spiel kommen, die in dem Maschinenlern-Datenmaterial nicht enthalten waren.

Deutschlandfunk – Wissenschaftliches Projekt zur Serie „Game of Thrones“

Deutschlandfunk – Forschung aktuell vom 2.5.2016 (Moderation: Arndt Reuning)

Online-Unikurse nutzen vor allem Studenten mit gutem sozialen Background

Bildung entscheidet über den Job und das Einkommen, Bildung bietet die Chance, aus sozial schwierigen Verhältnissen aufzusteigen, ob mit oder ohne Migrationshintergrund. Und für wen aus irgendwelchen Gründen ein Studium an einer Uni gar nicht oder momentan nicht in Frage kommt – für den gibt es ja eine moderne Alternative, und zwar im Netz: Die sogenannten MOOCs, die „Massive Open Online Courses“ werden mittlerweile überall, auch von den renommiertesten Unis angeboten. Und zwar in fast allen Studienrichtungen; kostenlos und ohne ohne Zulassungshürden; man kann Prüfungen ablegen und Zertifikate erwerben. An sich also der perfekte Ansatz, die Bildung zu demokratisieren, die Kluft zwischen den sozialen Schichten zu schließen.

Im Fachblatt Science haben US-Forscher jetzt einmal vorgestellt, wer denn am meisten von solchen Online-Kursen profitiert – und das Ergebnis ihrer Studie ist ernüchternd, aber im Grunde nicht allzu überraschend: Die MOOC-Studenten, jedenfalls die US-amerikanischen, stammen eher aus feinen Gegenden als aus Problemvierteln – und wessen Eltern zur Uni gegangen sind, hat wesentlich bessere Chancen, einen Online-Kurs erfolgreich mit einem Zertifikat abzuschließen.

Natürlich bieten die MOOCs besonders begabten Studenten eine „Überflieger-Chance“. Aber die Masse der Lernbegierigen aus unterprivilegierten Schichten würde zusätzliche Unterstützung benötigen, um wirklich von den Kursen profitieren zu können. Das Fazit vom Autor der Studie, John D. Hansen:

Ich denke, es ist schwer vorherzusagen, ob der bessere Zugang zu Bildungstechnologie die Schere bei bestimmten Entwicklungen jetzt eher weiter oder enger werden lässt. Aber was wir zeigen konnten: Der Zugang allein scheint jedenfalls nicht zu garantieren, dass die ökonomische Kluft sich verringern oder schließen wird – da ist anscheinend auch genau das Gegenteil möglich.

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 4.12.2015 (Moderation: Marlis Schaum)

„Roboter tötet Arbeiter“ – Schlagzeile löst Twitter-Hype aus

Schon 1942 hat der Wissenschaftler und Science-Fiction-Autor Isaac Asimov die drei Grundgesetze der Robotik niedergeschrieben, die einerseits auch von Konstrukteuren in der realen Welt völlig ernstgenommen werden – und andererseits unzählige Science-Fiction-Filme inspiriert haben, mal mit mehr, mal mit weniger philosophischem Tiefgang.

Für Kenner des Genres machte es da natürlich mehr als nur „Klick“, als gestern der Tweet einer Journalistin der „Financial Times“ erschien:

„Sarah O’Connor: A robot has killed a worker in a VW plant in Germany.“

Sarah Connor (ohne das O’…) ist die Hauptprotagonistin der „Terminator“-Filmserie und dort die ikonenhafte Symbolfigur des Widerstands der Menschheit gegen die Herrschaft der Roboter und des zu eigenständigem Bewusstsein gelangten Computernetzes „Skynet“.

Der Journalistin selbst waren sowohl die Filme als auch die Namensgleichheit völlig unbekannt. Sie forderte anschließend die Twitter-Community auf, die Scherze und Anspielungen a la „Es ist soweit“ und „der Kampf hat begonnen“ einzustellen; bei dem realen Vorfall (einem Arbeitsunfall, dessen Auslöser wahrscheinlich „menschliches Versagen“, also eine fatale Fehlbedienung war…) sei schließlich ein Mensch ums Leben gekommen.

DRadio Wissen · Liveblog: NSA hört Bundesregierung ab – Großer Lauschangriff unter Freunden

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 2.7.2015

Die DDB geht ins Netz

Zumindest in der Beta-Version geht es los – die deutschen Kulturgüter gehen online; noch fehlen weiterhin signifikante finanzielle Mittel zur Digitalisierung (einmal gemessen an anderen Projekten wie der Rettung von schiefliegenden Banken oder EU-Staaten…) Und noch sind auch nicht alle technischen Probleme gelöst.

Kulturgut im Netz.

Deutschlandfunk – Forschung aktuell vom 28.11.2012

DRadio Wissen – Webschau vom 29.11.2012

„Was du ererbt von deinen Vätern“

Alte Urkunden und Bücher zerbröseln unter dem Zahn der Zeit; alte Tonbänder und Filmspulen lassen sich irgendwann nicht mehr abspielen – Rettung verspricht die Digitalisierung. Die auch gleichzeitig dafür sorgen würde, dass Kulturgüter nicht in irgendwelchen Provinzmuseen oder gar deren Depots quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit herumliegen. Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) will all diese Schätze heben, per Internet verfügbar machen. Aber das ambitionierte Ziel ist finanziell noch lange nicht ausreichend unterfüttert – und auch technische Probleme gilt es noch zu bewältigen…

„Was du ererbt von deinen Vätern“.

Deutschlandfunk – Wissenschaft im Brennpunkt vom 29.04.2012

DRadio Wissen – Kultur vom 27.04.2012

 

Die Digitalisierung des deutschen Kulturguts ist eine Herkulesaufgabe – wie weit ist das Projekt „Deutsche Digitale Bibliothek“, wann kann die Öffentlichkeit auf die Bestände zugreifen, wie kann die Kooperation mit privaten Unternehmen aussehen? Was ist dem Volk und seinen Vertretern eigentlich Kultur und kulturelles Erbe wert?

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

    • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Sprecher des Vorstands des Kompetenznetzwerks DDB
    • Elke Harjes-Ecker, Ministerialdirigentin, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur; Vorsitzende des Kuratoriums des Kompetenznetzwerks DDB
    • Günter Winands, Staatssekretär a. D., Ministerialdirigent, Leiter der Gruppe K 3 Medien, Film und Internationales BKM
    • Sabine Brünger-Weilandt, Geschäftsführerin FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur
  • Hanns-Peter Frentz, Geschäftsführer Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte (bpk)

Moderation: Michael Gessat, Deutschlandfunk

Parlamentarischer Abend der „Deutschen Digitalen Bibliothek“ am 26.04.2012 in Berlin