Schlagwort-Archive: Glosse

Donald Trump schiebt sich ganz nach vorne…

…im derzeit heiß umkämpften Rennen um den Asshole-Award.

Ok, mal eben die Hälfte der Bevölkerung als „Terroristen“ in den Knast stecken, das ist auch nicht von schlechten Eltern. Oder mit speckigem Grinsen Schrott-Raketen in den Himmel zu jagen, um die „schöne Welt“ gegebenfalls auszuradieren. Aber in höchsteigener Person und im illustren Kreis so richtig herumrempeln und mit „verpiss-dich-hier-kommt-der-Babo“-Fresse mediokre Kleinstaaten-Vertreter wegzuschubsen, das ist schon einsame Spitze.

Wie sagte doch Robert de Niro so schön? „He is an idiot, he is a pig. I’d like to punch him in the face.“

WannaCry – WannaLaugh

Ein paar kleine Nachträge zur WannaCry-Ransomware. Erstens: skandalös, dass da doch nicht mehr so ganz viel nachgekommen ist wie befürchtet. Ich verdiene schließlich an der Krisen-Berichterstattung.

Zweitens:

Da lag ich doch mit meinem ersten spontanen Kommentar am letzten Samstag gar nicht so falsch. Also, liebe Erpressungs-Kunden – greifen Sie doch bitte dem Erpresser-Support etwas unter die Arme beim Zuordnen Ihrer Zahlungen. Sie bekommen dann auch ganz ehrlich Ihren Entschlüsselungs-Schlüssel. Großes nordkoreanisches Indianer-Ehrenwort, beim wohlgestutzten Haupthaar unseres verehrten großen Führers Kim Jong-Un. (Der die Kohle ganz dringend braucht, um einen neuen Raketenversuch zu finanzieren; irgendwann muss das doch mal klappen, andere kriegen die Dinger doch auch hochgeschossen ohne Explosion… Und für sein Netflix-Disney-Abo, und für ein paar Schweinskaldaunen und die Bären-Blutwurst, die er so gerne morgens auf seine Brötchen schmiert.) Vielen Dank!

 

Dann gibt’s auch noch total großartige Hoffnungs- und Freudenbotschaften für all diejenigen Super-Experten, die befallen und verschlüsselt worden sind, und seitdem aber dann in Schockstarre vor dem Rechner sitzen, den also auch nicht ausgeschaltet haben (Leute, die auch nur einen Funken Ahnung haben, ziehen sofort den Netzstecker, sobald irgendeine Drecks-Malware loszurattern beginnt…) Ach so – noch nicht mal dann funktioniert das richtig mit der Wiederherstellung. Schade.

Weitere Trittbrettfahrer versuchen auch noch aufzuspringen. Ok – versuchen kann man es ja mal. Und zu der Tomahawk-Analogie von Microsoft und der Gutmenschen-Kritik an der NSA und ihrem Cyber-Waffenschrank gibt’s auch noch ein Update. Es ist und bleibt halt eine schwierige Kosten-Nutzen-Abwägung. Aber wer als Profi-Anwender weiterhin XP- und NT-Gurken betreibt, hätte ja auch schließlich den kostenpflichtigen Extended-Support von Microsoft bezahlen können.

Exklusiver Beweis: Nordkorea verantwortlich für Wannacry

Der Cyberkrieg ist da – endlich. Ich habe mich ja manchmal schon als Panikmacher gefühlt mit meinem ständigen Herumwarnen in den Sendungen: „Ganz schnell das Update einspielen, diesmal ist es wirklich ernst!“ „Unbedingt regelmäßige Backups machen, das ist das Einzige, was hilft!“ Und dann habe ich natürlich immer auch die verständnisvollen Blicke der Kolleginnen und Kollegen registriert – ja, ja; unser Netzreporter kommt mal wieder mit blinkenden Alarmleuchten am Alu-Hut ins Studio. Wo blieb denn der Weltuntergang nach der Stagefright-Lücke? Na also.

Aber jetzt ist es da, das weltweite Armageddon. Und wer ist schuld – außer Microsoft und den Leuten, die ihre Updates nicht einspielen oder halt ältere Betriebssystemversionen weiterbetreiben, für die es keine Sicherheitsfixes mehr gibt (* siehe Nachklapp); und außer den Unglücksraben, die nun ganz konkret auf die initiale Phishing-Mail geklickt und dem Wurm damit die Tür ins Firmen-Netzwerk aufgemacht haben? Nordkorea natürlich. Hier ist der Beweis:

 

 

 

 

 

 

Na, klingeln die Glocken? Überall infizierte System, nur nicht im Reich des Diktators mit der gewagten Frisur? Als Hacker sind die Schurken eh bekannt, und Geld braucht die Mischpoke bekanntlich auch ganz dringend. Ok, wenn man einen etwas größeren Blick auf das Geschehen wirft, dann kommen noch andere Verdächtige mit ins Spiel: Turkmenistan! Papua-Neuguinea! Madagaskar!

Screenshot von https://intel.malwaretech.com/botnet/wcrypt/?t=24h&bid=all

 

Da hat sich auf jeden Fall jemand richtig Mühe gegeben, allein schon die recht passablen Übersetzungen der Handlungs- und Zahlungsanweisungen in die jeweiligen Landessprachen – alle Achtung. Die Sache mit der Killswitch-Domain ist hingegen suboptimal gelaufen, trotz der an sich ja ehrenwerten Idee, eine Notbremse einzubauen. Es gibt aber für alle Betroffenen noch eine richtig gute Nachricht: Die Zahlung des geforderten Lösegeldes, die können Sie sich sparen!

Es gibt nämlich im Programmcode von Wannacry nur drei fest „hardcodierte“ Bitcoin-Adressen – das heißt, die Erpresser können gar nicht feststellen, wer gezahlt hat und wer nicht. (Nachklapp: OK, man soll ja nach der Zahlung auf den Button „Check Payment“ klicken. Am besten während der Erpresser-Bürostunden 9-11 Uhr. Vielleicht geht ja dann der Private Key mit einem Timestamp an den Command-Server raus, und die freundlichen Erpresser checken das dann nach, ob das zu einer Zahlung passt. Vielleicht könnte man auch nicht zahlen und den Button trotzdem drücken ?) Aber vielleicht ist das ja auch ein Ransomware-Crowdfunding mit einer Zielmarke – sobald 10 Millionen Dollar eingesammelt sind, rücken die Leute freundlicherweise global die Entsperr-Schlüssel raus. Oder so.

 

Nachklapp: Microsoft hat in einer Blitz-Reaktion auf WannaCry Updates für eigentlich nicht mehr unterstützte ältere Windows-Versionen bereitgestellt.

Bleibt nur noch abzuwarten, wer es als erster auf alte XP- oder NT-Gurken – z.B. die Fahrkartenautomaten im öffentlichen Nahverkehr – schafft; der Sicherheitsfix oder der Crypt-Wurm bzw. seine Nachfolger 🙂

 

Arbeit ist nicht mal das Viertelleben – von wegen!

Mit Statistik kann man sich ja alles zurechtbiegen.

Wussten Sie schon: Ihr tägliches Rumgejammere ist völlig Weichei-mäßig und unberechtigt. Ihr Eindruck, mit Ihrem Vollzeitjob in einem Hamsterrad rumzutreten und irgendwie überhaupt keine Zeit mehr zu haben – das ist eine totale Illusion. Blödsinn. Ihnen geht’s prima. Sie haben in Wirklichkeit jede Menge Zeit. Freizeit. Zeit für ihr Life. Ihre Life-Work-Balance ist wahrscheinlich völlig in Ordnung, Sie Weichei. Jedenfalls statistisch gesehen.

Den täglichen nächtlichen Schlaf haben Sie doch hoffentlich schon auf der Haben/Life-Seite verbucht? Mit der täglichen Pendelei zur Arbeitsstätte sind Sie auch nicht allzu pedantisch?

Gut. Wenn Sie es nämlich überhaupt bis zu Ihrem Renteneintrittsalter schaffen – danach wird sich Ihre Life-Work-Balance total zum Besseren wandeln. Das Leben ist schön und gar nicht so anstrengend! Sie Weichei, Sie!

Das ist alles rein rechnerisch sehr schön. Nur ein paar kleine Haken: In der Phase, in der wir überhaupt über das Problem Work-Life-Balance nachdenken, also vor unserer Rente – da sieht die Sache natürlich wesentlich ungünstiger aus. Rechnen wir mal nach und nehmen erst mal der Einfachheit halber wie im Artikel 8 Stunden Arbeit und 8 Stunden Schlaf (schön wärs…). Der Schlaf: 365×8/24 macht 122 Tage. Die Arbeit: 246 (ungefähre Arbeitstage pro Jahr…) minus 31 Tage Urlaub – 215×8/24 macht 72 Tage. Nun ist der Schlaf zwar notwendig und vielleicht teilweise auch von schönen Träumen begleitet – vielleicht aber auch von bösen. Aber natürlich ist das keine erlebbare oder gestaltbare Zeit – den können wir also komplett aus der ganzen Rechnung abziehen. Und dann sind die 8 Stunden in Wirklichkeit 8,5 plus für viele Leute locker 2 Stunden täglich An- und Abfahrtszeiten; auch das hastige Frühstück am Morgen wird man nicht zwangsläufig als Life, sondern eher als notwendige Vorbereitung für Work empfinden. Wenn wir dann noch die Zeiten für Haushalt, Einkaufen, Essen und Trinken (womit ja nicht jedes Mal der Besuch beim Sterne-Restaurant gemeint ist..) und andere Kleinigkeiten („For example, the time distribution for parents looks different from the distribution for those who never have kids.“) abziehen, dann sind wir genau bei unserem normalen, täglichen Eindruck.

 

Nach dem Renteneintritt wird es dann besser mit der „Balance“, das kippt dann die Gesamtbilanz. Die dann körperlich und geistig angeschlagenen, die Siechen und Dementen sind aber auch drin in der tollen Statistik. Die haben dann noch ein paar Jahre eine ganz tolle Work-Life-Balance. Jedenfalls statistisch gesehen.

 

Disclaimer: Ich möchte hiermit natürlich keinem lebensfrohen Rentner mit einer positiv empfundenen Work-Life-Balance zu nahe treten.

 

Nordkorea feiert Geburtstag

Auch wenn es nach dem Fall der Deutschen Demokratischen Republik und nach der Verweichlichung und dem Niedergang der UdSSR und ihrer Nachfolgestaaten keine andere Macht auf der Welt – außer eben Nordkorea – mehr gibt, die den guten alten Stechschritt noch wirklich mustergültig performen lassen kann –

 

mit ruckartigem Herumgelatsche …

 

…so sieht da natürlich etwas besser aus 🙂 …

 

oder so…

 

oder so…

 

…aber auch mit „gegen-die-Panzer-Oberkante-Knallschutz-Mützchen“, die nur in der hinteren Seitwärtsperspektive…

Nordkoreanische Soldaten marschieren am Samstag zur Feier des 105. Geburtstags des Staatsgründers Kim Il-sung in Pjöngjang auf. © dpa

…ein bisschen an Cyborg-Bataillone erinnern, gewinnt man noch keine Kriege.

Der Ausgang des Konfliktes zwischen dem mopsigen Oberschergen aus dem Reich des Bösen und dem ebenfalls etwas aufgedunsenen und erratisch agierenden Vorkämpfer der freien westlichen Welt lässt sich aber auch mit einem möglichst rationalen Vergleich der problematischen Frisuren…

 

beider beteiligten Akteure…

 

nicht vollständig abschätzen.

 

P.S. Aber etwas anderes steht fest: Deutsche Autos sind nun mal die besten der Welt.

Telekom-Zwangsunterbrechung mit Überraschungseffekt

Da habe ich vor ein paar Tagen ein Briefchen von der Telekom erhalten:

Automatische Umschaltung im Netz. Sie brauchen nicht vor Ort zu sein.

Wenn man es genau nimmt, wäre es sogar besser, wenn ich nicht vor Ort bin bei der automatischen Umschaltung. Weil dann nämlich meine Leitung tot ist.

Wichtig dabei: An diesem Tag sind Sie für bis zu 30 Minuten nicht erreichbar. In dieser Zeit können Sie mit dem oben genannten Anschluss nicht telefonieren, im Internet surfen oder Entertain nutzen. Bitte denken Sie daran, insbesondere, wenn Sie einen Hausnotruf oder eine Alarmanlage an Ihrem Anschluss haben.

OK – das wäre jetzt suboptimal, wenn die automatische Umschaltung mir in eine Sendungs-Vorbereitung hineingrätschen würde. Also schau ich doch mal nach, wann der Termin denn bei meinem Anschluss konkret angesetzt ist. Dafür hat die Telekom eine Abfrage-Seite aufgesetzt: www.telekom.de/netzumschaltung. Hier erfährt man z.B., was einem die tolle Umschaltung überhaupt alles bringt an Verbesserungen – wer mag, kann dazu auch ein extra produziertes kleines Filmchen auf der Seite anschauen, das hat einen ganz speziellen Charme. (Tschüss. Und machen Sie’s gut.)

Die Technologie, die wir einführen, heißt Broadband Network Gateway. Sie ermöglicht zum Beispiel, dass Ihr Anschluss automatisch erkannt wird. Dadurch wird die Einrichtung eines Internet-Zugangs künftig viel einfacher. Mit einem aktuellen Router der Telekom müssen Sie dann keine Zugangsdaten mehr eingeben!

Juchu!! Obwohl – war das nicht schon seit gefühlt zwanzig Jahren eh so, dass mit dem automatische-Zugangsdaten-eintragen? Na ja, egal. Und einen Telekom-Router habe ich ja auch schon nicht mehr, seit mir ein Gewitter und eine dadurch ausgelöste Überspannung den reichlich funktionsbeschränkten grauen Kasten geschrottet hat. Aber da bin ich ganz zuversichtlich, mit meinem geballten IT-Know-How bekomme ich im Zweifelsfall auch meine Fritzbox wieder zum Laufen, nach der automatischen Umschaltung. Wann ist die jetzt noch mal?

Screenshot Telekom-Netzumschaltung

Die Netzumschaltung Ihres Anschlusses hat sich kurzfristig verschoben. Im Moment können wir Ihnen leider noch keinen neuen Termin nennen. Bitte versuchen Sie es in vier Wochen erneut, vielen Dank.

Ach so. Alles klar. Soll meine Sekretärin auf Wiedervorlage setzen. Fräulein Hiltrud, bitte erinnern Sie mich dann rechtzeitig.

Aus technischen Gründen kann sich das angegebene Datum noch kurzfristig ändern.

Ja. Klar. Natürlich. Telekom. Erleben, was verbindet.

Die Schwachmatokratie wird hiermit abgeschafft

So. Ich hab es ja schon vorher gesagt – ich bin nicht sicher, ob ich das Ergebnis der Wahl anerkennen werde. (Ach nee, das hat ja Donald Goldlöckchen Trump selbst gesagt…) Ich hatte das amerikanische Volk (und zwar stellvertretend für alle anderen Völker) unmissverständlich und ausdrücklich gewarnt: Wenn ihr den völlig ahnungslosen, rumschwafelnden Widerling zum Präsidenten wählt, war das die letzte Wahl.

Und jetzt sind natürlich doch wieder die Typen zur Urne geschlichen, die sich selbst zu Recht so verdächtig sind, dass sie bei Meinungsumfragen oder gegenüber uns linken Lügenpresse-Typen vorsichtshalber die Klappe halten: Die „Silent Majority“. Aber ein Kreuzchen machen, dazu reicht es eben doch noch, auch wenn es früher in der Schule nicht so recht geklappt hat. Natürlich kann die „Silent Majority“ aber auch noch viele andere Sachen, wenn sie endlich mal einer (von der Leine…) lässt.

Symbolbild. Das Bild zeigt keine lebende Personen und soll insbesondere „Frankie, the Pig“ nicht verunglimpfen.

Also: Die DemoSchwachmatokratie ist hiermit abgeschafft. Das war eh ein Missverständnis in letzter Zeit. Bei den alten Griechen bedeutete Demokratie ja auch nicht, dass da jetzt jeder Schweinehirt plötzlich was zu sagen haben sollte – die Veranstaltung richtete sich an ein paar Leute mit gewisser Bildung und gewissen Umgangsformen, die zu logischer Analyse, zu strukturierter Rede und Gegenrede imstande waren; mit einem gewissen Weitblick über ihre individuellen akuten Lebensverhältnisse hinaus (dazu war natürlich ein gewisser Wohlstand vonnöten… 🙂 ) – mit einem Wort: an Eliten.

Oder wie ja dann auch die alten Römer so schön sagten (jedenfalls laut meinem Lateinlehrer…): Vox populi, vox Rindvieh. Aber jetzt ist Schluss. Das Experiment ist beendet. Ab jetzt kümmern Sie sich bitte nur noch um (TV-Casting-Show-)Konsum, Social Media und Virtuelle Realität – die Brillen und Feedback-Sensoren werden demnächst in ausreichenden Stückzahlen bereitgestellt, völlig gratis selbstverständlich. Ich übernehme einstweilen die Weltherrschaft. Machen Sie sich also keine Sorgen – es wird Ihnen an nichts fehlen, es ist alles vorbereitet und durchdacht.

P.S. Ein Gutes hat die Wahl von Donald Trump natürlich doch: Von der noch hässlicheren Fratze des Islamismus werden wir ja nun schon in Kürze befreit sein.

Hat Hillary Clinton Parkinson? Und was hat Donald Trump?

Wenn Kandidaten (bzw. Kandidatinnen…) für den POTUS-Posten nicht top-fit daherkommen, ist das ein richtiges globales Problem. Schließlich muss er oder sie ja nicht nur intellektuell, sondern auch physisch in der Lage sein, im richtigen Moment den roten Schalter für das atomare Armageddon zu drücken. Insofern hat Hillary Clinton mit ihrem Schwäche-Anfall am 9/11-Gedenktag vermutlich wieder einmal ein paar Prozentpunkte versemmelt. Ein richtig ernsthafter Doktor fern-diagnostiziert ihr ja übrigens Parkinson – die immer und immer wieder eingespielten Filmsequenzen in dem top-seriösen News-Channel  sind zwar nicht richtig überzeugend, aber wer weiß?

Ein(e) POTUS mit Parkinson würde vielleicht auf den falschen Knopf drücken, oder auf beide, oder den richtigen nicht treffen. Die Frage ist natürlich, ob Donald Trump da auch nur einen Deut gesunder einherkommt. Sein Haupthaar, seine Mimik, Gestik und seine Einlassungen in gesprochener und getwitterter Sprache geben zu einer solchen Annahme wenig Anlass. Ist also das mächtigste Land der Welt bald in den Händen von para-politischen Akteuren? Oder ist das alles eh der Normalfall im Universum der Volks-Vertreter? Was ist mit Horst Seehofer? Sigmar Gabriel?? Was ist mit der Hand-Raute von Angela Merkel??? Soll die auch nur das Zittern camouflieren????

Eilmeldung – Erdogan und Gülen wieder vereint!!!

Es ist kaum glaublich und doch so wunderschön – der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan und sein früherer Busenfreund und späterer Feind Fethullah Gülen haben sich wieder versöhnt.

Screenshot 2016-08-16 21.04.30

Screenshot Tagesschau 16.08.2016 – 20 Uhr

Na ja – stimmt nicht so ganz („Archiv“, also früher mal…); kein Wunder, ich gehöre ja auch zur deutschen Lügenpresse.

Auf jeden Fall war ja Herr Erdogan auch mal sehr vertraut mit Herrn Gülen; aber er muss dafür jetzt im Gegensatz zu irgendwelchen normalen Leuten nicht ins Gefängnis. Aber was wirklich schlimm ist: In der Türkei gibt es jetzt nur noch Terroristen. Die Gülen-Leute ja sowieso. Und die Regierung bzw. die AKP auch noch. Aber das ist ja eh alles gelogen. Glauben Sie als Deutsch-Türke oder Turk-Deutscher oder als sonstiger Netz-Verirrter bitte nur der Desinformations-Seite Ihrer Wahl 🙂 …

Email von Hillary Clinton: Hastu mal nen Dollar?

OK, das war klar, das ich Post bekommen würde. Als ich gestern die neue Hillary-Clinton-Unterstützer-App getestet habe, musste ich ja erstmal mit gefaketer US-Anschrift eine neue Apple-ID einrichten, um im US-Appstore „einkaufen“ zu können. Und dafür brauchte ich ja auch noch eine neue Emailadresse – die hab ich dann auch brav in der Clinton-App angegeben. Ich habe dann zuerst mal eine Mail von Apple bekommen – da sei ein App-Download mit meiner ID gemacht worden, und zwar aus Deutschland. Ob das in Ordnung sei. Ja, ist in Ordnung.

Und heute hat mir Hillary Clinton geschrieben. Höchstpersönlich. (Gestern hatte ich nämlich zunächst nur eine Mail vom „Hillary for America“-Team erhalten, dem Herausgeber der App.) Hillary, das muss man sagen, redet nicht lange um den heißen Brei herum. Denn die Situation ist bekanntlich sehr, sehr kritisch:

Marcel —

Thank you for being a part of this campaign. I’m thrilled to have you on my team, especially at such a critical time.

I’m counting on you to make sure we have the resources we need to take on Donald Trump. Can you chip in $1 right now?

It’s time to act on raising wages and reforming our immigration system. It’s time to change our gun laws and make education more affordable for our children. It’s time to make sure that all people are an equal part of our political process and our communities, regardless of your gender, race, or who you love.

It’s time we make sure that every single child has the chance to live up to their God-given potential.

We can’t wait any longer. I need you to stand with me by chipping in again to support that vision right now, Marcel. It’s the only way we can get this work done and keep Donald Trump out of the White House:

Donate $1

Thank you,

Hillary

Also ich mag ja, wenn Frauen direkt sind. Aber das ist jetzt doch etwas sehr direkt. Anstatt erstmal ein bisschen zu plaudern über die Situation, vielleicht über die App und was ich damit noch an Support leisten könnte, vielleicht über die politischen Interessen, die ich da per Slider eingestellt habe, vielleicht über das LGBT-Plakat oder über den Kühlschrank im Vintage-Look, die ich virtuell gekauft hab – nein, ich soll einen Dollar reinchippen. Einen Dollar? Einen lumpigen Dollar? In der App ging’s doch mit 3$ Untergrenze los? Irgendwie fühle ich mich da etwas beschmutzt. Wobei – Kleinvieh macht ja bekanntlich auch Mist.

Aber ich habe eigentlich eher den Verdacht, das ist ein Fake-Check. Hillary will rauskriegen, ob es sich lohnt, mir weiter Mails zu schreiben. Ob ich nicht in Wirklichkeit doch ein verkappter Trump-Anhänger bin. Oder ein deutscher Journalist, der nur die App getestet hat. Das ist wie bei diesen 1-Cent-Testüberweisungen. Ganz bestimmt. Oder steht ihr das Wasser wirklich schon total bis zum Hals? Ich bin mir auch gar nicht sicher, ob ich überhaupt was spenden darf, ohne Hillary am Ende in übelste Schwierigkeiten zu bringen. Wenn Donald rauskriegt, dass Marcel gar nicht Marcel heißt und seine Anschrift in Wirklichkeit die einer US-Universität ist.

Wenn man auf den Link klickt, dann soll man plötzlich wieder 5$ abdrücken. Und man muss bestätigen, US-Bürger zu sein. Dachte ich es mir doch. Aber geht das nicht über einen Umweg, über diese Spenden-Sammelstellen, diese PACs? Ich glaube, ich probier das mal aus. Am Ende hab ich Weltgeschichte geschrieben und werde ins Weiße Haus eingeladen. Fragt sich nur noch, von wem. 🙂