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Die dreisteste Crowdfunding-Idee ever: Trink-Genosse

Ok, ok. Wir saufen alle. Obwohl wir das nicht tun sollten. Alkohol ist schlecht für den Teint, für die Leber und für die Libido – wobei andererseits unter Alkoholeinfluss auch wiederum vieles passiert, was besser nicht hätte passieren sollen. Kurzum – Alkohol ist das Werk des Teufels, des Shaitans, vor dem ja Allah sei dank unsere bärtigen Freunde mit den handgehäkelten Strickmützchen gefeit sind. Aber was rede ich denn da? Fest steht – die Crowdfunder vom “Seminar für Genossenschaftswesen der Universität zu Köln” (gibt es das echt???) (*siehe die Korrektur unten) huldigen dem Alkohol und der Geselligkeit – und haben eben mal schnell die dreisteste Crowdfunding-Aktion der Weltgeschichte lanciert…

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Alleine trinken macht keinen Spaß

Klar- ne eigene Bar ist total geil; weil man da halt Kölsch und Cocktails gratis bis zum Abwinken oder bis zum Delirium reinkippen kann; möglicherweise sogar (solange man nicht völlig abgefüllt und unzurechnungsfähig ist…) mit einem kommunikativen Kennenlern-Faktor. Open Source, Ode an die Genossenschaft, Solidarität (diesmal nicht mit der Internationale, sondern einfach nur so…), ein Abgesang an die kollektive Vereinzelung und vielleicht sogar an das Alleinenachhausegehen – das sind natürlich die Schlagworte, die in uns allen und speziell auch in uns junggebliebenen Mitt-Fünfzigern die Lebensgeister und die Extremitäten-Aktivatoren erneut – vielleicht zum letzten Mal – erwachen und sprießen lassen. Dafür tausend Dank!

Völlig klar also, dass ich für diese super-geile Crowdfunding-Aktion sofort zehn Ocken rausgerückt habe, für die ich – nach einem erfolgreichen Start des Projektes (woran ich ja noch gewisse Zweifel habe…) – mit einem crowdgefundeten Kölsch sehr teuer, aber auch sehr avantgardistisch profitieren werde. Ihr trefft mich also bald immer abends in der Trink-Genossen-Bar, wo ich meine basisdemokratischen Pflichten erfüllen werde. Nastrowje!

 

P.S. 18.10.2018:  Die Trink-Genossen haben direkt mal ein paar Dinge in meinem Post richtiggestellt – der wichtigste Lapsus: Die Genossen sind keineswegs identisch mit den Genossenschaftswesen-Studierenden 🙂 , sondern haben sich lediglich von denen beraten lassen. Da hab ich wahrscheinlich schon einen zuviel in der Alleintrinker-Mütze gehabt. (Obwohl ja auch noch ein gewisser wissenschaftlich-aufklärerischer Impetus bei den Genossen verankert zu sein scheint: “Im Verlauf von Gründung und Betrieb der Genossenschaft werden also Methoden ausgearbeitet, ausprobiert, analysiert, verbessert und nicht zuletzt dokumentiert.” (auf nem Bierdeckel wahrscheinlich…) Jetzt wüsste ich natürlich auch noch gern, ob die Beratungs-Stundensätze der Genossenschaftswesen-Studierenden unter denen von McKinsey liegen – dann wär das ja auch noch eine Idee für die SPD, die Raiffeisenbank, Edeka und Erich Honecker.

Das mit dem “Gratis-Saufen in der eigenen Bar” hab ich natürlich nur so aus der allgemeinen Lebenserfahrung (Es gibt ja da diesen furchtbar diskriminierenden Spruch, den ich persönlich selbstverständlich vollständig ablehne: “Wer nichts wird, wird Wirt 🙂  ) heraus geschöpft; der Wirt oder die Wirtin oder das Wirt-Wesen (gender-neutrale Bezeichnungen sind ganz wichtig; insofern bin ich mir bei “Genossen” nicht so ganz sicher, ob da wirklich alle inkludiert sind…) oder der Miteigentümer (“Genosse”) hinter der Theke könnte(n) sich eben relativ einfach einen unbemerkt, unregistriert und unversteuert hinter die Binde kippen. Das fänd ich zumindest einigermaßen menschlich und naheliegend.

Auf der Trink-Genossen-Website (die ich noch mal zur Korrektur meiner Irrtümer konsultiert habe…) scheint mir übrigens eine gewisse Aversion gegen die Komma-Setzung vorzuherrschen. Ich stelle hier noch mal etwas Material zur Verfügung. (,,,,,,,,,,,)

Top-geheime Spam-Botschaften. Codeknacker, bitte übernehmen!

In meinem Emailpostfach kommt ja so einiges rein, und dankenswerterweise sortiert Outlook den übelsten Spam direkt ins Abfall-Fach ein. Aber in den letzten Tagen schaffen es doch so manche Botschaften, in der Inbox zu landen. Der Inhalt und auch die Absicht sind etwas kryptisch:

https://bit.ly/zensiert

zivcorz zaragoanb biwieibu
auqeiaguj wuygqo ia

Das ist bestimmt chinesisch, die schlitzäugigen Typen da sind ja eh die schlimmsten Hacker ever. Ich habe da erst mal nicht auf den Link geklickt. Danach ging es aber weiter:

quzop vysomw
haatipuqc ityfy

Aztekisch, keine Frage. Und immer noch etwas sehr lakonisch.

Aber “Paula Meier” (eot@gmail.com; richten Sie ihr schöne Grüße aus von mir…) wurde dann schon etwas ausführlicher:

https://bit.ly/schonwiederzensiert

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b tynfvdib ypyuyyrbe
gkoerozo lubpexx xz
iojey ncaaweua cmwptpyih
jqolajyok khijlmuby oluucyar
yagfohon ikiiboyr liveqm
rehbyutik nhhiyb nyqure
emencv xa wovyusgy
ygoaoba atiulo su
vfsdpily veobhuaik oqiqfylwy

Und dann heute der bisherige Höhepunkt, von Michael Wolff (jqy@fastmail.fm):

https://bit.ly/undschonwiederzensiert

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pipugsmuh bivak qukropui
adysreji rlri bjxaitlv
osiqrpp xud odustoiey
oqokusuwo oruayta jekpuiqox
avyowatiy nquee aveunim
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yqiteykdi snood sxnyey
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evyeupano uttiys hcfnaoi
sl uya jobkijude
hyhedigis zeleag jaeonnaze
wybasoxyt prdyco nimzzyzi
efynxre uivwifm xooxspb
milum xxolayvfu datj
ggomufcs xoqqob qejycwyfu
veozyruj j upkgjzaja
cuvoroin cat cjpzquim
wsqasuz wosovgeak zulsaqpo
rgi faevubepo bylhsjy
ufofed uuu butn
wiaqpt vqyzauaj uqbipy
ci uf cs

Das ist schon ziemlich präzise und zugleich erschöpfend umfangreich formuliert. Bitte unbedingt so weitermachen! Ich führe ja bekanntlich die an mich gerichteten Spam-Mails einem umweltfreundlichen Recycling zu. Oh Mist, die uralte Gag-Website muelltonne.de ist anscheinend auch schon offline.

 

Smava wirbt weiter – ich fürchte, es ist weiterhin Verarsche

Der Online-Kreditvermittler Smava ist ganz unverzagt und kann auch mit etwas polemischer Kritik bestens umgehen. Mir schicken die Freunde nämlich emsig und täglich weitere gefühlt hunderttausend Werbemails zu, obwohl ich doch nur mal vor einiger Zeit interesse- und recherchehalber das Minuszins-Versprechen ausprobieren wollte – das war ja offenbar ein Lockvogel bzw. Verarsche-Angebot. Jetzt gehen die Berliner aber in ihrer jüngsten Mitteilung über ihr bisheriges, schon sehr ambitioniertes Risiko-Profil weit hinaus, jetzt stehen plötzlich nicht nur glatte 6 Euro bei einer lächerlichen Kreditsumme von 1000 Euro , sondern sogar 41,73 Euro bei einer Kreditsumme von 10.000 Euro im Feuer!!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das ist der absolute Hammer, aber zugegebenerweise immer noch mickrig im Vergleich zu den typischen Werbe-Angeboten bei einem Kontowechsel oder der Einrichtung eines Online-Depots. Ich hoffe trotzdem, das ist gut abgesprochen mit der Werbe- und Controlling-Abteilung und mit Herrn Draghi. Wobei – ach ja, es besteht ja gar kein Risiko, die ausgelobte Kunden-Werbeprämie (etwas anderes ist das ja weiterhin nicht…) auch zahlen zu müssen. Denn – oh Wunder – es werden sich wahrscheinlich nur sehr wenige 🙂 bonitätsmäßig für das großartige Angebot qualifizieren können.

Also, ich probier das jetzt erst gar nicht mehr aus, dafür ist mir meine Zeit zu schade. Denn: Wer einmal lügt (und das ist ja angesichts der vielfältigen Rückmeldungen im Netz offenbar noch sehr zurückhaltend ausgedrückt…), dem glaubt man nicht. (Und wenn er auch weiterhin nur versucht, die Leute zu verarschen, har, har, har! 🙂 ) Aber liebe Freunde bei Smava, wir können es ja mal anderes herum probieren: Ihr könnt mir gerne die 10.000 Ocken auf mein Konto überweisen, die Daten habt ihr ja noch. Anschließend fülle ich die Teilnahmebedingungen für mein “Geld-Geschenk” aus. Von mir aus können wir das auch gerne zu den gleichen Konditionen auf 100.000, 1.000.000, 10.000.000 oder 100.000.000 etc. Kreditsumme hochskalieren; je nach dem, was ihr so auf der Pfanne habt. Ich sag immer – zuviel kann die Kredit-Kohle eigentlich nicht sein – jedenfalls nicht bei den Minuszinsen. Gell? Vielen Dank!

(Ich vermelde die erfolgreiche Transaktion natürlich dann auch hier ganz groß und werbewirksam im Blog. Ganz großes Indianer-Ehrenwort von eurem Top-Influencer!)

Endlich: Super-Initiative der EU-Kommission gegen Fake-News

Es herrscht Unsicherheit in diesem unserem Land. Seit den Wahlen ist schon viel Zeit verstrichen, und immer noch gibt es keine neue Regierung. Irgendwie wird Angela Merkel in Berlin weiterhin eine Rolle spielen und Horst Seehofer auch; in München oder Berlin; den ganz genauen Zeitpunkt oder Umfang der Rollen kann man noch nicht einschätzen – es gibt da vielerlei nachvollziehbare Motivationen, Absichten und strategische Erwägungen. Ein paar der beteiligten Politiker stechen zuweilen Informationen an die Medien durch. Ganz schlimm.

Die Medien selbst sind selbstverständlich auch korrumpiert und fremdgesteuert; insofern steht natürlich ein furchtbares Unwort und Unding im Raum. Es heißt: “Fake News”. Aber was sind eigentlich “Fake News”? – diese bange Frage wird seit Monaten von vielen besorgten Mitbürgerinnen und Mitbürgern an mich herangetragen. Erst mal die Entwarnung: Wenn Sie sich eh nicht für Nachrichten interessieren bzw. für das, was so in der Welt passiert, dann sind auch “Fake News” für Sie völlig unschädlich. Weil, die bekommen Sie gar nicht mit.

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Wenn Sie aber über irgendwelche Social-Media-Kanäle mit Nachrichten bzw. einem Nachrichten-Stream versorgt werden, dann haben Sie ein Problem. OK – Facebook mildert das ja gerade zugunsten von problemlosen Cat-Content ab. Aber ansonsten: Fake-News sind Definitionssache. Der Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, Donald Trump, hat da eine sehr überzeugende Argumentations-Schablone. Aber mit der gibt sich die notorisch linksradikale EU-Kommission natürlich nicht zufrieden.

“Bekämpfung von Falschmeldungen im Netz”, und das auch noch durch ein “Expertenheer” (wieso hat man mich da nicht gefragt???) ? 🙂 Die Fake-News löschen; zwangslöschen? Ja!! Oder zumindest ganz soft Gegenhalten mit super-verlässlichen Gegen-Qualitätsnachrichten? Auch eine grandiose Idee. Genauso wie die angepeilten “Bildungsmaßnahmen”. Die minderbemittelten Schwachmaten müssen doch endlich mal kommuniziert bekommen, dass sie halt minderbemittltelte Schwachmaten sind.

Ach so, die BILD-Zeitung ist gar keine Zeitung, sondern ein Fake-News-Propaganda-Vehikel?  Und das schon seit Jahrzehnten? Das sind ja Fake-News, mit denen man sich weiß Gott nicht auseinandersetzen muss und will. Aber was sage ich denn – beginnen Sie doch Ihre Welt-Recherche einfach auf Twitter; da wird Ihnen geholfen.

 

 

Ihr Kredit ist nicht da. Lockvogel-“angebote” bzw. Verarsche bei smava.de

Liebe Leute bei smava.de: Ich brauche eigentlich nicht ganz dringend einen Kredit über lumpige 1.000 Euro. Oder sagen wir mal so: ein (über einen Zeitraum von drei Jahren rückzuzahlender… 🙂 ) Betrag in dieser doch recht überschaubaren Höhe würde meine finanzielle Situation nicht allzu wesentlich verändern, wie immer die auch sein mag. Ich habe auch glücklicherweise sowohl höhere andererweitige Kreditlinien als auch anderweitig anzapfbare Rück-/Anlagen. Der einzige Grund, warum ich schon im August 2017 mal auf euer “Angebot” “Kredit zu Minuszinsen” reagiert habe, war ja mein Interesse als Journalist und als Aufsichtsrat einer von Nullzinsen betroffenen Pensionskasse. 🙂

Würde ich wirklich ausnahmsweise als Privatperson auch einmal “umgekehrt” von der Sparer-Enteignungs-Strategie der Herren Draghi und Schäuble profitieren? Meine Zins-, Anlage- und Rentenverluste und die aller übrigen Betroffenen ein ganz klein wenig relativieren können? Welch verlockende Hoffnung!

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Super-1a-Enten, so gut wie echt.

Dass – liebe Leute bei smava – Ihr Minuszinsen-“Angebot” eh nur ein Gimmick ist, dass Sie bzw. die eventuell anbietende Bank (falls es die überhaupt gibt… ) die Minuszinsen selbstverständlich nur als Werbegag auf einen Mini-Kreditbetrag von 1000,- und damit in peinlich streng limitierter Höhe ausloben, war mir schon klar. Trotzdem wäre der Mechanismus “Minuszinsen” doch etwas schönes/lustiges und eventuell berichtenswertes gewesen; obwohl die angeblich “geschenkte” Summe natürlich lächerlich gering war und im Vergleich zur herkömmlichen Marketing-/Datenabgreif-/Kundenneugewinnungsprämie weit unterhalb etwa der bei Eröffnung eines neuen Online-Depots lag.

Ich hatte dann im letzten Jahr bei meinem ersten Test-Antrag einigermaßen realistische Angaben zu meinen Lebensumständen und Einkommensverhältnissen gemacht. Und die sehen eigentlich in Relation zu einer Kreditsumme von 1000,- Euro ganz solide aus. 🙂 Der Minuszinsen-Kredit wurde mir allerdings nicht angeboten: stattdessen irgendwelche Alternativen zu 1,95%, oder 3%, oder noch sehr viel höheren Zinsen für sehr viel höhere Kreditsummen. (“Darfs auch ein bisschen mehr sein?”)

Mir ist natürlich schmerzlich bewusst, dass ich als Selbstständiger/Freiberufler trotz bestem Schufa-Score bei Kreditvergabe-Algorithmen ein Manko habe: Zu den Algorithmen bzw. deren Programmierern hat sich noch nicht rumgesprochen, dass auch sogenannte “Festanstellungen” keine lebenslängliche oder auch nur sehr viel kurzfristigere Einkommens-Garantie mehr bedeuten. Auch bei Banken übrigens nicht. Geschenkt.

Ich habe das Kapitel smava.de dann erstmal abgehakt, für einen lustigen Draghi-Bericht hat es ja nicht gereicht. Aber natürlich hat mich das Unternehmen auch weiterhin mit regelmäßigen, dringlichen und gutgemeinten Angeboten über eine Kreditsumme von 1000,- bedacht. 🙂 Heute war es dann wieder soweit. Minuszinsen!! Jetzt aber wirklich. Ich zahle weniger zurück, als ich geliehen habe. Versprochen. (Oder nicht?) Jetzt aber wirklich. Hurra!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Das mit der “keine Zweckbindung” ist mir ganz wichtig. Ich will die Sore nämlich versaufen und/oder verhu… OK. Ich habe dann vorhin noch einmal wieder meine (glaube ich..) in Relation zu einem mickrigen Kredit von 1000,- 🙂 recht hinreichenden Lebensumstände und Einkommensverhältnisse eingetragen, um mir das großartige “Angebot” sofort zu sichern (mehr als die mickrigen 1000,- gibt es auch diesmal schon als theoretisches Versprechen bzw. Werbe-Gimmick nicht; bei niedrigeren (!!) oder höheren Kreditanfragen erscheinen direkt andere, höhere Konditionen…).

Und natürlich: Auch diesmal bekomme ich den versprochenen Minuszinsen-Kredit und das “geschenkte Geld” nicht – stattdessen ein “Angebot” von der Barclays-Bank mit einem Zinssatz von 6,49% (alles klar, solche Renditen sind heutzutage normalerweise nur mit Cyberwährungen drin. Aber versuchen kann man es ja mal 🙂 ); die Postbank als zweiter Anbieter braucht noch etwas länger zum Kalkulieren. Haha. Lasst mal stecken, Leute. Das Porto für die Snailmail könnt ihr euch sparen. Super-Deal. Tadschikistan bestes Land der Welt 🙂 .

Mein Fazit: Die Werbung und das “Angebot” von smava.de waren und sind weiterhin Bullshit und Lockvogel-Mist. Es gibt noch nicht einmal eine Neu-Kunden-Werbe-Aktion im üblichen oder wenigstens sehr knauserigen Rahmen, sondern nur irreführende/verarschende Mails und nix dahinter. Auch viele Grüße.

P.S. (Wenn Sie wollen, schenke ich Ihnen 6 Euro. Har,har, reingefallen! Natürlich nicht. War nur eine kleine Verarsche. Har-har-har!!!)

P.S. und Nachtrag 18.01.2018: Ich habe heute per Snailmail 🙂 das Angebot bzw. den vorgefertigten Kreditvertrag von barclaycard erhalten. Der ist mit allen Schikanen ausgestattet, u.a. mit einem “Sicherheitspaket”, für das ich mich angeblich schon “zusätzlich entschieden” haben soll. Das ist mir nicht erinnerlich – welches Kraut raucht ihr eigentlich bzw. in welchem Paralleluniversum seid ihr unterwegs? Ich melde mich bei smava.de auf eine Werbegag-Aktion, bei der ich 6 Euro “gewinnen” kann, im Gegenzug zur Preisgabe meiner Daten. Und von euch bekomme ich allen Ernstes ein “Angebot”, bei dem ich euch für einen lächerlichen, lumpigen, wegen eures Werbe-Geizes eben auf diese Summe limitierten Kreditbetrag von 1000,- Euro zusätzlich zur Rückzahlung der Kreditsumme 197,90 Euro rüberschieben soll? Ich dokumentiere hier einmal das Formular:

Der Kredit-Zinssatz ist natürlich eh schon völlig überzogen angesichts der momentanen Zentralbank-Konditionen. Und das “Sicherheitspaket” hebelt das Ganze in stratosphärische Regionen. Mal eben zur Aufklärung vielleicht etwas verunsicherter Zeitgenossen: Im Zinssatz (ggf. in Ihrem individuellen Zinssatz) einer Bank ist das Ausfallrisiko eines Kredites bzw. einer Anlage bereits eingepreist. Was mit dem Kredit nach Ihrem unvorhergesehenen/vorzeitigen Tod passiert, sollte Ihre Sorge nicht sein. Sie sind dann nämlich tot. 🙂 Und Ihre eventuellen Erben werden mit den eventuellen Abzügen einer noch nicht komplett zurückgezahlten Schuld von ursprünglich 1000,- schon zurechtkommen – oder Ihr miserables, lächerliches Mini- bzw. Minus-“Erbe” eben einfach ausschlagen.

Auch ein eventueller Verlust des Arbeitsplatzes ist in Ihren individuellen Kreditkonditionen schon eingepreist – genau deswegen gibt es ja die Nachfragen im Kreditantrag, und genau deswegen bekommen halt Beamte eher einen Kredit zu günstigen Bedingungen; und selbstständige Freiberufler eher nicht. Aber das “Sicherheitspaket” ist halt nicht ein “Sicherheitspaket” für Sie, sondern stattdessen und unverschämterweise ein zusätzliches, doppeltes für die Bank. Und von daher kommen da eben auch, gemessen am aktuellen tatsächlichen Zinsniveau, abenteuerliche Renditen von 20% für 1000,- über eine Laufzeit von drei Jahren heraus. Wenn den Kreditvertrags-Scheiß einer unterschreibt. Ich mache das jedenfalls nicht; zumal ich ja erfreulicherweise über weitere Kreditlinien verfüge 🙂 …

Was mir echt nicht ganz klar ist – wieso geht so ein offensichtlich bekloppter Abzocker-Scheiß überhaupt raus; per Snailmail/Post, was ja wiederum Kosten verursacht? (Hoffentlich insgesamt oberhalb von 6,- Euro…) Wieso gibt es da nicht noch irgendeine Plausibilitäts-Kontrolle? Wahrscheinlich, weil es sich nicht lohnt. Der algorithmische Wahnsinn ist halt wahnsinnig. Aber liefert trotzdem noch eine insgesamt positive Performance ab. Kollateralschäden sind halt  – eingepreist. 🙂

Was Sie Ihre Home-Assistentin schon immer über Sex fragen wollten, sich aber nicht getraut haben

Klar, mit irgendwelchen Fragen oder Problemen zum Thema Gesundheit oder Sex – wobei die ja von Gesundheit im engeren Sinne schnell in den Bereich “Lifestyle” changieren können – damit setzt man sich nicht ins Wartezimmer des Hausarztes und versumpft dort erstmal; man konsultiert natürlich das Netz. Nur wie? Klassisch per Webbrowser und Google, oder zeitgemäß per Sprach-Smart-Assistent auf dem Handy oder der Box im Wohnzimmer? Da gibt es durchaus Qualitätsunterschiede, das haben jetzt Wissenschaftler aus Neuseeland im renommierten Fachblatt BJM herausgefunden und publiziert.

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Die klassische Recherche im Webbrowser liefert die besten, zutreffendsten Ergebnisse – so die Diagnose der Experten. Egal, ob es um das sachgemäße Überstreifen eines Kondoms, das Einführen von Vaginal-Eiern oder um “Trans-Health” ging – die Voice-Assistent-Systeme waren immer leicht durch den Faktor “Lost in Translation” beeinträchtigt; selbst bei einer mit fester, lauter Stimme durchgeführten Anfrage 🙂 Wer sich nach Durchsicht der Studie fragt: “jetzt wirklich?”, ist auf der richtigen Fährte: Die Weihnachts-Ausgabe des BMJ ist traditionellerweise der Platz für zwar höchst seriös daherkommende und dargestellte Studien – die aber letztlich mit einem Augenzwinkern verfasst worden sind. Umso lustiger, wenn das manche Kollegen nicht mitbekommen.

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 14.12.2017 (Moderation: Diane Hielscher)

Gotteslästerung: “Wissenschaftler” zweifeln “Nutzen” von Weihwasser an

Zwischen Wissenschaft (also dem Versuch, die Welt durch rationale Annahmen, nachvollziehbare Experimente  und überprüfbare Schlussfolgerungen zu erklären) und Religion (also dem Kunstgriff, irgendwelche bei rationaler Betrachtungsweise abstruse Begebenheiten, Behauptungen und Konstruktionen zur Glaubenssache zu erklären – gerne auch mit irgendwelchen Begründungen ausgeschmückt, warum die eigene abstruse Sichtweise die einzig korrekte ist und alle Vertreter anderer abstruser oder gar keiner Sichtweisen abgemurkst werden müssen…) klafft seit geraumer Zeit ein gewisser Dissens.

Momentan haben bekanntlich andere Religionen als das Christentum, vor allem der Islam bzw. seine salafistischen, wahhabitischen und sonstigen -istischen und -itischen Geschmacksrichtungen die Deutungshoheit darüber ergriffen, wer aus welchem Grund abzumurksen ist. Aber vor ein paar hundert Jahren wären auch bei uns Christoph König, Stephanie Tauchnitz, Heike Kunzelmann, Christian Horn, Frithjof Blessing, Matthias Kohl, Markus Egert vom “Institute of Precision Medicine” an der Hochschule Furtwangen bzw. dem “Institut für Labormedizin” in Siegen auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden.

 

Die vermutlich jungen und in diesen Dingen möglicherweise noch etwas unbedarften Damen und Herren haben sich erdreistet, die Keimzahl in Weihwasser-Becken von fünf Kirchen in Villingen-Schwenningen und umliegenden Ortschaften zu ermitteln und zu vergleichen – und dabei die Fragestellung aufzuwerfen, ob dieses Weihwasser “eher gefährlich als nützlich” ist. Allein schon die vermeintlich wissenschaftlichen Feststellungen bzw. Thesen sind mehr als fraglich:

Das Weihwasser aus Stadtkirchen war mit zwischen 1.500 und 21.000 Keimen pro Milliliter signifikant stärker belastet als das aus Dorfkirchen mit nur rund 100 Keimen pro Milliliter. „Wir vermuten, dass dieser große Unterschied auf die höheren Besucherzahlen in den Stadtkirchen zurückzuführen ist“, so Studienleiter Prof. Dr. Markus Egert. „Die Keimzahl zeigte eine Korrelation mit den Gemeindegrößen.“

Bei der erbärmlich geringen Anzahl von (fünf) untersuchten Weihwasserbecken könnte es natürlich genausogut sein, dass ein, zwei Wutzen in Stadtkirchen erst aus irgendwelchen Gründen ihren After massiert und dann anschließend ohne vorangegangene Handwaschung das kirchliche Ritual durchgeführt haben. Den Wissenschaftlern ist auch korrekterweise und “gottlob” aufgefallen, dass bei einer im kirchlichen Ritual vorgesehenen “äußerlichen” Anwendung des Weihwassers (selbst bei Weihwasser-Wutzen in der Gemeinde…) zumindest bei “unverletzter Haut” keine gesundheitlich schädlichen Folgen zu erwarten sind. Wie die Sache beim zwangsweisen Tauf-Heruntertauchen unschuldiger Säuglinge aussieht, ist noch einmal eine ganz andere Frage.

 

Ich muss an dieser Stelle zugeben – das Original-Paper der lästerlichen Autoren habe ich (noch…) gar nicht gelesen. (Kostet ein paar Euro – wahrscheinlich würde ich das als Journalist auch so bekommen…) Ich wage aber mal zu bezweifeln, dass die jugendliche Bagage und ihr fahrlässiger Prof. dort eine tatsächlich belastbare Kosten-Nutzen-Aufstellung präsentieren können, ob der theologische Gewinn (Seelenheil, Performance im Jenseits…) nicht den fragwürdigen und empirisch äußerst mau untermauerten hygienischen Nachteil im Diesseits mehr als wettmacht. Und wie gesagt: Früher einfach mal – Scheiterhaufen.

 

P.S.

Aus gut unterrichteten Kreisen werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ein “zwangsweises Tauf-Heruntertauchen unschuldiger Säuglinge” ein unrealistisches Szenario ist. Das vollständige Untertauchen, die Immersionstaufe (und da von Erwachsenen…) findet nur bei Baptisten oder Mennoniten statt. So ganz ernst gemeint hatte ich die Passage allerdings ohnehin nicht – auch bei einem Übergießen oder Besprengen des Täuflings dürfte das Taufwasser wohl nicht aus den am Kircheneingang platzierten Bottichen entnommen werden, in die zuvor Gläubige ihre Finger hineingesteckt hatten… Die spekulative Einlassung sollte eigentlich mehr die Absurdität einer Gefahrenabwägung bei äußerlicher Anwendung von Weihwasser illustrieren.

Erst Scaramucci, jetzt Breitbart: Der Email-Prankster schlägt wieder zu

Das Türenschlagen und Ein- und Ausflattern komischer Vögel im bekanntesten Irrenhaus der Welt geht munter weiter, inzwischen hat ja auch “Chefstratege” Steve Bannon sein Köfferchen packen dürfen und ist in allerbestem Einvernehmen mit seinem guten Kumpel Donald wieder bei Muttern eingezogen zu seinem Hetz- und Fake-News-Portal Breitbart zurückgegangen. Um dort den “Krieg” für Donald und die große amerikanische Nation weiterzuführen. Nun ist ja bekanntlich jeder Krieg ein Stück weit schmutzig, und insofern macht Breitbart nun also auch in Richtung Weißes Haus das, was es am besten kann: Mit Schmutz werfen. Ein paar Klümpchen gegen Buddy Donald selbst, die richtig dicken Brocken aber gegen die Typen, die dem Chefstrategen Bannon immer wieder ins Handwerk gepfuscht haben.

 

Das sind nämlich Donalds Tochter Ivanka und ihr Ehemann Jared Kushner (die im Gegensatz zum POTUS selbst noch zurechnungsfähig zu sein scheinen und ihm hoffentlich im Rahmen ihrer Betreuungspflichten auch schon das Atomköfferchen versteckt bzw. ausgetauscht haben…) – und die glaubt Breitbart-Chefredakteur Alex Marlow bis Ende des Jahres aus dem Weißen Haus mobben zu können; notfalls auch mit richtig dreckigem Dreck. Das schreibt er jedenfalls in einer launigen Antwortmail an seinen Wieder-Chef Bannon – doch oh weh – die Mail kam gar nicht von dem, sondern vom Email-Prankster, der ja vor kurzem schon die Mutter aller Kommunikationschefs, Anthony Scaramucci, auf unterhaltsame Weise genarrt hatte.

Die ziemlich unbeeindruckte Reaktion der Breitbart-Bagage auf den Prank nötigt aber auch schon wieder Respekt ab: In den geleakten Mails stehe ja nichts anderes drin, was man nicht auch auf der Breitbart-Seite offen publizieren würde, so Marlow. Niedertracht und Dreck eben. “Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs gänzlich ungeniert.”

Deutschlandfunk Nova · Posse im Weißen Haus: Jeder gegen Jeden

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 23.08.2017 (Moderation: Thilo Jahn)

Erdogan attackiert Kurz scharf

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat den österreichischen Außenminister Sebastian Kurz in einer scharfen persönlichen Attacke vor weiterer Kritik an der Türkei gewarnt. “Er kennt keine Grenzen”, kritisierte Erdogan in einer im Fernsehen übertragenen Rede. An Kurz gerichtet fügte Erdogan hinzu: “Wer sind Sie, dass Sie mit dem Präsidenten der Türkei reden? Beachten Sie Ihre Grenzen!” Auch kritisierte Erdogan, Kurz versuche, “uns eine Lektion zu erteilen”. Wiederum an den Außenminister gerichtet fügte er hinzu: “Wie lange sind Sie eigentlich in der Politik? Wie alt sind Sie?”

 

Mit seiner Kritik reagierte Erdogan offenbar darauf, dass sich Kurz jede Einmischung des türkischen Präsidenten in die österreichischen Wahlen im Oktober und ganz allgemein „in innere Angelegenheiten anderer Staaten“ verbeten hatte. Erdogan hatte türkischstämmige Wähler in Deutschland zuvor aufgefordert, bei der Bundestagswahl im September nicht CDU, SPD oder Grüne zu wählen.

Vor seiner Zurechtweisung des österreichischen Außenministers hatte der türkische Präsident bereits den deutschen Außenminister mit ganz ähnlich klaren Worten zurechtgewiesen. Der an und für sich für seine stets sehr zurückhaltenden und diplomatisch formulierten politischen Statements bekannte türkische „Reis“ geriet bei seiner Ermahnung des noch blutjungen Polit-Neulings Kurz ausnahmsweise etwas in Rage: „Wenn das Milchgesicht nicht die Fresse hält, werden wir da weitermachen, wo unsere tapferen osmanischen Truppen aus humanitären Gründen 1683 noch einmal Gnade vor Recht haben walten lassen.“

 

„Die Politiker in Deutschland zittern vor dem Donnerhall aus Istanbul Ankara und springen auf und ab. Und dieses Würstchen aus dem bedeutungslosen Alpen-Kleinstaat wagt es, dem Türkischen Präsidenten, gelobt sei sein Name, zu drohen?“ führte Erdogan weiter aus. Auch Adolf Hitler sei bekanntlich Österreicher gewesen, erinnerte der geschichtsbewanderte türkische Präsident: “Ihr seid Faschisten. Ihr mit Euren Nazi-Praktiken könnt so verärgert sein wie Ihr wollt.” Recep Tayyip Erdogan kündigte zum Abschluss seiner von seinen Anhängern umjubelten Rede an, Jan Böhmermann, Sebastian Kurz, Sigmar Gabriel sowie überhaupt sämtliche Kritiker, Journalisten, Dissidenten und Spötter „überall auf der Welt“ verhaften und in die Türkei ausliefern zu lassen.

Deutsche Post bringt “Alterssichtprüfung durch Zusteller”

 

Screenshot Email der Deutschen Post an mich

Ob ich zukünftig Waren mit jugendgefährdendem Inhalt per Brief versenden möchte? Tja, mal überlegen. Warum eigentlich nicht. Die Jugend kann man ja im Grunde in den heutigen Zeiten nie früh genug mit den Gefahren konfrontieren, die überall – vor allem im Netz natürlich – lauern.

Und Ihre Ware soll nicht in die Hände von Personen unter 16 bzw. unter 18 Jahre gelangen? Unser neues Produkt, die Alterssichtprüfung, schafft hier Abhilfe. Denn dabei überprüft der Zusteller in Ihrem Auftrag das geforderte Mindestalter des Empfängers, so wie es auch beispielweise an der Supermarktkasse gehandhabt wird.

Ach so, jetzt schnall ich das erst. Die jugendgefährdenden Inhalte sollen nicht in die Hände der durch sie gefährdeten Jugendlichen gelangen. Alles klar. Das ist ja gar nicht so blöd, dann könnte ich vielleicht doch noch mal die alte Büchergilde-Gutenberg-Ausgabe der “Josefine Mutzenbacher” oder die vielleicht noch auf dem Dachboden verstaubenden Playboy-Ausgaben aus den 90ern bei Ebay losschlagen – bin ja schon seit langem auf Online-“Erotik” umgestiegen. Ach nee, das geht ja auch nicht – dann zickt Paypal wieder rum und friert mein Konto ein. Wegen der unzulässigen Inhalte und der Jugendgefährdung. Dabei wär das an sich so praktisch: jugendgefährdender Versand bequem von zu Hause aus.

Screenshot Email der Deutschen Post an mich

Die immer sehr kompetenten Zusteller der Post – schöne Grüße an meinen Paketboten hier noch mal, das rechteckige Ding auf der Metallplatte ist die Klingel, da kann man draufdrücken. Dann macht es bei mir oben Bim-Bam und Sie brauchen gar keinen “Nicht angetroffen-Zettel” in den Briefkasten zu schmeißen, obwohl ich doch oben am Küchenfenster stehe 🙂 – die Zusteller sorgen dann für den Schutz der Jugend.

Screenshot Email der Deutschen Post an mich

“Na Kleine, schon 16?” “Ja klaro, Alter!”

Übrigens – bei regelmäßigerem Schmutz-Versand winken ja schon 5 Cent Rabatt. Das ist großzügig. Und die notorischen en gros-Schmutzfinken oder Darknet-Großhändler nehmen gleich die dicke Rolle:

Screenshot Email der Deutschen Post an mich

Da ist dann allerdings wieder kein Rabatt drin.

 

P.S. Fällt mir gerade noch ein: Die Internetmarke + Alterssichtprüfung kleb ich jetzt immer drauf, wenn ich einen Empfänger mal ein bisschen veräppeln will. Und stell mir dann den wissenden Gesichtsausdruck des Zustellers bei der Übergabe vor. 😉