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“Roboter tötet Arbeiter” – Schlagzeile löst Twitter-Hype aus

Schon 1942 hat der Wissenschaftler und Science-Fiction-Autor Isaac Asimov die drei Grundgesetze der Robotik niedergeschrieben, die einerseits auch von Konstrukteuren in der realen Welt völlig ernstgenommen werden – und andererseits unzählige Science-Fiction-Filme inspiriert haben, mal mit mehr, mal mit weniger philosophischem Tiefgang.

Für Kenner des Genres machte es da natürlich mehr als nur “Klick”, als gestern der Tweet einer Journalistin der “Financial Times” erschien:

“Sarah O’Connor: A robot has killed a worker in a VW plant in Germany.”

Sarah Connor (ohne das O’…) ist die Hauptprotagonistin der “Terminator”-Filmserie und dort die ikonenhafte Symbolfigur des Widerstands der Menschheit gegen die Herrschaft der Roboter und des zu eigenständigem Bewusstsein gelangten Computernetzes “Skynet”.

Der Journalistin selbst waren sowohl die Filme als auch die Namensgleichheit völlig unbekannt. Sie forderte anschließend die Twitter-Community auf, die Scherze und Anspielungen a la “Es ist soweit” und “der Kampf hat begonnen” einzustellen; bei dem realen Vorfall (einem Arbeitsunfall, dessen Auslöser wahrscheinlich “menschliches Versagen”, also eine fatale Fehlbedienung war…) sei schließlich ein Mensch ums Leben gekommen.

DRadio Wissen · Liveblog: NSA hört Bundesregierung ab – Großer Lauschangriff unter Freunden

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 2.7.2015

Die DDB geht ins Netz

Zumindest in der Beta-Version geht es los – die deutschen Kulturgüter gehen online; noch fehlen weiterhin signifikante finanzielle Mittel zur Digitalisierung (einmal gemessen an anderen Projekten wie der Rettung von schiefliegenden Banken oder EU-Staaten…) Und noch sind auch nicht alle technischen Probleme gelöst.

Kulturgut im Netz.

Deutschlandfunk – Forschung aktuell vom 28.11.2012

DRadio Wissen – Webschau vom 29.11.2012

“Was du ererbt von deinen Vätern”

Alte Urkunden und Bücher zerbröseln unter dem Zahn der Zeit; alte Tonbänder und Filmspulen lassen sich irgendwann nicht mehr abspielen – Rettung verspricht die Digitalisierung. Die auch gleichzeitig dafür sorgen würde, dass Kulturgüter nicht in irgendwelchen Provinzmuseen oder gar deren Depots quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit herumliegen. Die Deutsche Digitale Bibliothek (DDB) will all diese Schätze heben, per Internet verfügbar machen. Aber das ambitionierte Ziel ist finanziell noch lange nicht ausreichend unterfüttert – und auch technische Probleme gilt es noch zu bewältigen…

“Was du ererbt von deinen Vätern”.

Deutschlandfunk – Wissenschaft im Brennpunkt vom 29.04.2012

DRadio Wissen – Kultur vom 27.04.2012

 

Die Digitalisierung des deutschen Kulturguts ist eine Herkulesaufgabe – wie weit ist das Projekt “Deutsche Digitale Bibliothek”, wann kann die Öffentlichkeit auf die Bestände zugreifen, wie kann die Kooperation mit privaten Unternehmen aussehen? Was ist dem Volk und seinen Vertretern eigentlich Kultur und kulturelles Erbe wert?

Teilnehmer der Podiumsdiskussion:

    • Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und Sprecher des Vorstands des Kompetenznetzwerks DDB
    • Elke Harjes-Ecker, Ministerialdirigentin, Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur; Vorsitzende des Kuratoriums des Kompetenznetzwerks DDB
    • Günter Winands, Staatssekretär a. D., Ministerialdirigent, Leiter der Gruppe K 3 Medien, Film und Internationales BKM
    • Sabine Brünger-Weilandt, Geschäftsführerin FIZ Karlsruhe – Leibniz-Institut für Informationsinfrastruktur
  • Hanns-Peter Frentz, Geschäftsführer Bildagentur für Kunst, Kultur und Geschichte (bpk)

Moderation: Michael Gessat, Deutschlandfunk

Parlamentarischer Abend der “Deutschen Digitalen Bibliothek” am 26.04.2012 in Berlin

 

Dietrich Fischer-Dieskau wird 85

Morgen geht es ja in Oslo zur Sache, “unsere Lena” Meyer-Landrut singt “für Deutschland” – sie geht sogar als Favoritin ins Rennen. Wie auch immer die Sache in Oslo ausgeht, eines hat Lena Meyer-Landrut ja mit ihrer erfrischenden Art direkt zugegeben: Sie hat nicht nur eine etwas “abenteuerliche” Atemtechnik beim Singen, sondern gleich gar keine.

Beim klassischen Gesang geht das nicht so einfach; ohne Atemtechnik, ohne Gesangstechnik – weil man da eben keine Tontechnik hat, kein Mikrofon vor der Nase und keine
Soundanlage, von dazugemischtem Hall und sonstigen “Klang-Verschönerungen” jetzt einmal ganz zu schweigen. Das ist also ehrliche Muskelarbeit, für die man auch ein
Weilchen lernen muss, von künstlerischen Aspekten jetzt einmal ganz abgesehen.

Ein Sänger mit ausgezeichneter Atem- und Gesangstechnik und einer wunderbaren Stimme wird heute 85 Jahre alt: Dietrich Fischer-Dieskau, ein Gigant oder wie man heute sagt, “Superstar” der klassischen Musik, auch wenn er sich diesem Begriff verweigert.

In gewisser Weise hat Fischer-Dieskau in der Nachkriegszeit auch “für Deutschland” gesungen, nämlich als eine Art Kulturbotschafter – er ist sehr schnell international
bekannt geworden und international aufgetreten, in England, in den USA – und hat da vielleicht bei vielen Hörern dafür gesorgt, das äußerst gründlich lädierte Bild von
Deutschland als Kulturnation wieder etwas in Erinnerung zu bringen – wobei die Formulierung, ein Künstler sänge “für ein Land” natürlich letztlich ohnehin Unsinn ist…

Im Netz, speziell natürlich bei Youtube finden sich jede Menge Ton- und Videoaufnahmen von Fischer-Dieskau, auch vieles aus den frühen Jahren; in Schwarz-Weiss und aus
irgendwelchen Archiven herausgezaubert. Über den Sänger gefachsimpelt wird auf Diskussions- und Fanseiten.

In letzter Zeit hat Fischer-Dieskau in Interviews einen ziemlich melancholischen Eindruck gemacht, er fragt sich, ob er irgendetwas erreicht hat oder etwas von ihm bleiben
wird – ich sage einmal auch von hier: Eindeutig ja. Liebe und Bewunderung nämlich. Und noch mal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

DRadio Wissen – Webschau vom 28.5.2010