Facebook soll Userdaten in Rache-Porno-Fall herausgeben

Dass sich Paare beim Sex selbst filmen, ist ja im Zeitalter von Smartphone und Selfies schon irgendwie Mainstream – und dass so etwas dann anschließend im Netz landet, ist auch nicht mehr so ganz neu. Nur passiert das ja in vielen Fällen unfreiwillig – entweder durch eine Hacking-Aktion, oder weil einer der Beteiligten das Filmchen hochlädt, um dem anderen zu schaden. In Holland gab es jetzt ein ziemlich aufsehenerregendes Gerichtsurteil in einem Rache-Porno-Fall: Ende Januar war ein einschlägiges Video über einen gefaketen Facebook-Account verbreitet worden. Das Social Network wurde nun dazu verdonnert, alle Informationen herauszurücken, die Aufschlüsse auf den Täter geben könnten. Angeblich hat Facebook aber nicht nur den Account und das Video, sondern auch die Anmelde-Daten komplett und restlos gelöscht. (Das Filmchen kursiert aber selbstverständlich längst und weiterhin in anderen Kanälen im Netz…) Kaum zu glauben angesichts dessen, was wir bislang so über das Unternehmen gelernt haben. Dass Facebook nun einen externen Experten auf seinen Servern noch einmal nachschauen lässt, dürfte allerdings noch unrealistischer sein als eine baldige Reaktion auf die anhängigen europäischen Datenschutz-Bedenken.

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DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 26.06.2015

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