Der junge New Yorker Desmond Napoles kämpft für die Rechte der LGBTQ-Community

Tolle Sache, nicht wahr? So ein Kampf für die Rechte der LGBTQ-Community ist unbedingt was Gutes, außer für ewig gestrige, rechte und spießige Konservative. Ich hab heute durch den dpa-picture-alliance-Newsletter von der Existenz des jungen New Yorkers und seines Kampfes erfahren; ein Link auf ein paar Fotos zur geneigten Verwendung inklusive:

Screenshot picture alliance-Newsletter vom 20.3.2019

Nun ist der gute LGBTQ-Vorkämpfer allerdings gerade mal erst elf Jahre alt; auch wenn er offenbar schon seit vier Jahren als “Drag-Kid” öffentlich unterwegs ist. Ich muss jetzt auch mal noch ein paar Fotos von Desmond bringen – in diesem Fall nicht von picture alliance, sondern von Getty Images:

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Desmond tanzt auch schon mal in New Yorker Gay-Bars und läuft bei der Pride-Parade mit. Er hat Model-Jobs bei der New York Fashion Week und wird in der US-Vogue gefeatured. Und er ist ELF JAHRE ALT!!! (Wobei der Scheiß offenbar schon seit vier Jahren läuft…)

Mal eine kleine Ansage: DAS IST EIN KIND!! Das hier gerade in aller Öffentlichkeit hyper-sexualisiert und vermarktet wird. Da können die Eltern noch so sehr rumquatschen (“wir verdienen nix daran, das ist alles sein eigener Wunsch…”…) Der Gute ist ja auch schon in Therapie gewesen, und der Rat des Therapeuten, man solle ihn da etwaige Neigungen zum Frauenkleider-Anziehen, Schminken und laszive-Gesten-ausprobieren ruhig gestatten, ist ja vielleicht absolut ok – aber doch nicht in einer erweiterten, ungeschützten Öffentlichkeit!!

Als sieben- bis elfjähriges Kind hat man möglicherweise alle möglichen Wünsche und Neigungen oder eben Manipulations-Potentiale (über die Straße laufen ohne nach rechts und links zu gucken, mit fremden Onkeln mitgehen, auf Aufforderung den Schwanz eines katholischen Priesters lutschen…) – und der Job der Eltern ist es, den Unterschied zwischen erwachsen und Kind sein zu begreifen und ein Kind zu beschützen. Vor dem eigenen Erfahrungs- und Bewertungs-Defizit und vor einem Missbrauch durch Erwachsene. Ein sieben- bis elfjähriges Kind kämpft nicht für LGBTQ-Rechte.

Eine sich entwickelnde kindliche Sexualität (vor der Pubertät…) ist vielleicht eh schon ein sehr kontroverses Thema (es gab ja mal eine Zeit, in der man einen da sehr liberalen Standpunkt auch gern besten Gewissens postulierte, um sich den Schwanz streicheln oder lutschen zu lassen oder um die eigene Tochter “aufzuklären” und mit ersten sachkundigen sexuellen Erfahrungen zu versorgen – die Grünen in ihrer Gründungsphase können ein Liedlein davon singen – aber da hat man eigentlich inzwischen dazugelernt. Und die Entwicklung der kindlichen Sexualität selbst gehört garantiert nicht an die (erweiterte, ungeschützte…) Öffentlichkeit; das ist mittlerweile Stand der Erkenntnis – dachte ich.

Natürlich kann man ein Kind im normalen, “privaten” Umfeld dabei unterstützen oder darin bestärken, “anders” zu sein, wenn es sich so empfindet. Zu Hause, im Kindergarten, in der Schule. Aber dazwischen und zwischen öffentlichen Auftritten bei Gay-Paraden, in Nachtklubs und Mode-Zeitschriften ist noch mal ein kleiner Unterschied. Die Mindestalter-Hürde bei den Social Media-Kanälen ist selbstredend auch nur unverbindliche Folklore, oder gab es da irgendeinen Sinn?

Ist das alles eh nur politisch bestens korrekter, weil queerer Karneval – oder ein legitimer frühreifer politischer Auftritt a la Klima-Retterin Greta Thunberg?

Bullshit. Wir brauchen das Ganze nur mal ganz kurz vom angeblich “ich bin schwul”-“Drag Kid” zur heterosexuellen “Normal”-Version zu switchen (schließlich ist ja auch LGBTQ-Sexualität nicht per se qualitativ besser als die straight-Variante…): Da würde dann eine geschminkte, aufgebrezelte, sich in lasziven Posen ergehende 7- bis 11-jährige “ich bin hetero”-Lolita in einem (Hetero…)-Club tanzen. Natürlich gibt es auch hier entsprechende Parallelen. Aber die sind ja genauso abartig.

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