Internet der Dinge: Bluetooth-Buttplugs können gehackt werden

In den USA hatte vor kurzem eine Frau den Hersteller ihres High-Tech-Dildos verklagt. Das Sexspielzeug konnte man per Handy-App programmieren – nur hatte die App dann eben so intime Details wie die Intensität der Vibration, die Nutzungszeit- und –häufigkeit und die Körpertemperatur per Netz an den Hersteller weitergetratscht. Dafür gab es dann einen Datenschutz-Rüffel und eine happige Schadensersatz/Straf-Zahlung.

 

Mittlerweile gibt es ja jede Menge vernetzte Sex-Toys, die zu überprüfen hat einen gewissen besonderen Spaß- oder zumindest Aufmerksamkeitsfaktor; auch wenn man das ganze Thema nicht per se lächerlich machen oder als peinlich oder pervers abstempeln will. Auf jeden Fall haben IT-Experten vom Unternehmen „PenTestPartners“ 🙂 unter Umständen recht unangenehme Sicherheitslücken bei Bluetooth-gesteuerten Buttplugs gefunden. Auf den ersten Blick würde man denken: Das kann nicht relevant sein: die Reichweite von Bluetooth LE beträgt ungefähr 10 Meter; und auch wenn die Hersteller keine PIN oder kein Passwort beim Pairing zwischen App und Device vorgesehen haben – das lässt sich ja nur dann ausnutzen, wenn der Buttplug nicht mit dem Smartphone des/der legitimen Nutzers/Nutzerin gekoppelt ist.

Das „Screwdriving-Protokoll“ der IT-Experten, die Suche nach potentiell kontrollierbaren Devices in Berlin lässt dies hingegen wieder in einem anderen Licht erscheinen.

Übrigens: Bluetooth-gesteuerte Hörgeräte sind auch von dem Sicherheitsproblem betroffen. Um die Sache mal wieder in die Mitte der alternden Gesellschaft zu bringen 🙂 …

Sexspielzeug mit Bluetooth: Buttplugs hacken · Deutschlandfunk Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 06.10.2017 (Moderation: Diane Hielscher)

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