Bizarre Kontakte zu Donald Trump jr.: Wikileaks auf Abwegen

Donald Trump jr. ein Jahr lang in Kontakt zur Enthüllungsplattform Wikileaks, und das seit September 2016, also in der ganz heißen Phase des Wahlkampfs um den Einzug ins Weiße Haus – das hört sich nach einem weiteren Beleg für unsaubere Machenschaften des Trump-Teams an; schließlich dürfte die Veröffentlichung der internen Emails der Demokraten-Partei ein entscheidender Faktor für Hillary Clintons Wahlniederlage gewesen sein. Aber trotz aller Antipathie zum Lager des POTUS-Darstellers: Ich weiß nicht, was man Donald Trump jr. in dieser Sache ernsthaft vorwerfen will – er hat ja so gut wie gar nicht auf die Twitter-Avancen reagiert; möglicherweise war ihm oder seinem Team die Sache auch nicht geheuer – da hätte er dann deutlich mehr politische Klugheit gezeigt als die Prankster-Opfer aus der Entourage seines Vaters.

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Skandalös ist vielmehr das Verhalten von Wikileaks bzw. von Julian Assange – das Ganze als listigen Versuch darzustellen, Trump jr. zu einem Selbstleak zu verführen, das nimmt man der Plattform und ihrem Anführer nicht mehr ab. Wikileaks ist mittlerweile “Assange.org” und verfolgt eine eigene, unseriöse und anrüchige Agenda. Für verantwortungsvolle Whistleblower, die Missstände aufdecken wollen, gibt es inzwischen andere Ansprechpartner.

Julian Assanges Taktik: Bizarre Strategien bei Wikileaks · Deutschlandfunk Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 15.11.2017 (Moderation: Diane Hielscher)

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