Erst Scaramucci, jetzt Breitbart: Der Email-Prankster schlägt wieder zu

Das Türenschlagen und Ein- und Ausflattern komischer Vögel im bekanntesten Irrenhaus der Welt geht munter weiter, inzwischen hat ja auch „Chefstratege“ Steve Bannon sein Köfferchen packen dürfen und ist in allerbestem Einvernehmen mit seinem guten Kumpel Donald wieder bei Muttern eingezogen zu seinem Hetz- und Fake-News-Portal Breitbart zurückgegangen. Um dort den „Krieg“ für Donald und die große amerikanische Nation weiterzuführen. Nun ist ja bekanntlich jeder Krieg ein Stück weit schmutzig, und insofern macht Breitbart nun also auch in Richtung Weißes Haus das, was es am besten kann: Mit Schmutz werfen. Ein paar Klümpchen gegen Buddy Donald selbst, die richtig dicken Brocken aber gegen die Typen, die dem Chefstrategen Bannon immer wieder ins Handwerk gepfuscht haben.

 

Das sind nämlich Donalds Tochter Ivanka und ihr Ehemann Jared Kushner (die im Gegensatz zum POTUS selbst noch zurechnungsfähig zu sein scheinen und ihm hoffentlich im Rahmen ihrer Betreuungspflichten auch schon das Atomköfferchen versteckt bzw. ausgetauscht haben…) – und die glaubt Breitbart-Chefredakteur Alex Marlow bis Ende des Jahres aus dem Weißen Haus mobben zu können; notfalls auch mit richtig dreckigem Dreck. Das schreibt er jedenfalls in einer launigen Antwortmail an seinen Wieder-Chef Bannon – doch oh weh – die Mail kam gar nicht von dem, sondern vom Email-Prankster, der ja vor kurzem schon die Mutter aller Kommunikationschefs, Anthony Scaramucci, auf unterhaltsame Weise genarrt hatte.

Die ziemlich unbeeindruckte Reaktion der Breitbart-Bagage auf den Prank nötigt aber auch schon wieder Respekt ab: In den geleakten Mails stehe ja nichts anderes drin, was man nicht auch auf der Breitbart-Seite offen publizieren würde, so Marlow. Niedertracht und Dreck eben. „Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sichs gänzlich ungeniert.“

Deutschlandfunk Nova · Posse im Weißen Haus: Jeder gegen Jeden

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 23.08.2017 (Moderation: Thilo Jahn)

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