KI-Hype: Facebook-Chatbots entwickeln angeblich eigene Sprache und Eigenleben

Skynet (und den losgeschickten Terminator…) haben die meisten von uns so irgendwie im kollektiven Bewusstsein: Der Aufstand der Maschinen, der KI, der Künstlichen Intelligenz – und der Griff nach der Weltherrschaft; eigentlich logisch, um dieses nachgewiesenermaßen wahnsinnige und überforderte Menschen-Geschmeiß endlich loszuwerden. Laut Berichten in populären und Boulevard-Medien war es schon am Wochenanfang soweit: Zwei Facebook-Chatbots hätten eine eigene, für den Menschen nicht mehr nachvollziehbare Sprache entwickelt und sich darin unterhalten.

 

Bob: i can i i everything else . . . . . . . . . . . . . .

Alice: balls have zero to me to me to me to me to me to me to me to me to

Bob: you i everything else . . . . . . . . . . . . . .

Alice: balls have a ball to me to me to me to me to me to me to me

Bob: i i can i i i everything else . . . . . . . . . . . . . .

Alice: balls have a ball to me to me to me to me to me to me to me

Ok. ok – so richtig nach einer Superchecker-Weltvernichtungssprache liest sich das jetzt nicht oder hört sich das nicht an 🙂 – wer angeregt von dieser Bot-Kommunikation jetzt die furchtbaren Gefahren von außer Kontrolle geratenen Robotern skizziert, schießt deutlich übers Ziel hinaus. Wobei das Ganze ja gar nicht vollkommen absurd ist: Bei Googles renoviertem Translate-Service hat die KI ja auch für nicht direkt trainierte Sprachen-Paare eine Meta-Übersetzungssprache entwickelt.  Hier aber war der Auslöser etwas simpler: Die Facebook-Programmierer hatten eine kleine Anweisung an ihre Bots vergessen: Beachtet doch bitte weiterhin die englische Grammatik – auch wenn ihr unter euch quatscht. 🙂

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 02.08.2017 (Moderation: Till Haase)

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