Kanzlerin Merkel telefoniert mit dem türkischen Premier über Böhmermann – der geleakte Mitschnitt hier!!

Bei den deutsch-türkischen Irritationen um einen beleidigenden, sogenannten „Satirebeitrag“ des NDR vor ein paar Tagen hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel noch – von vielen kritisiert – staatsfräuliche Zurückhaltung walten lassen. In der neuerlichen und nun vollends aus dem Ruder laufenden Böhmermann-Krise aber griff sie jetzt doch höchstpersönlich zum Telefonhörer. Spät, aber nicht zu spät. Hoffentlich. Aus gut informierten Kreisen ist uns der abgehörte Mitschnitt übermittelt worden:

Tüüüt…

Frau Merkel?? Hier Davutoglu. Das war aber wirklich aller, aller, allerhöchste Eisenbahn, dass Sie anrufen. Unser verehrter Präsident schäumt, was sage ich, er rast ja vor Wut. Ein paar Tage lang hatte sich ja niemand getraut, ihm die neue Geschichte überhaupt zu erzählen. Aber dann hat er die Sache beim Googeln nach seinem Namen selbst gefunden. Und jetzt weiß ich wirklich nicht mehr, was ich machen soll. „Bringt mir den Kopf und die Eier dieses verfickten Schweines Böhmermann!“ schreit der Präsident – Gottes Segen liegt auf ihm – immer und immer wieder. Die ganze schöne Einrichtung in seinem geschmackvollen Palast hat er schon zerdeppert und die Brustharnische seiner Janitscharen-Leibgarde völlig zerbeult.

Also jetzt mal Klartext, Frau Merkel – wenn dieses Schwein Böhmermann nicht ausgeliefert wird, dann… Dann – jetzt hören Sie mal schön zu – dann machen wir die Grenzen auf und schicken euch eine Million, ach was, zwei, drei Millionen Flüchtlinge plus dazu noch haufenweise anatolische Bauern – nein, ich meinte haufenweise verficktes Kurdenpack. Und die anderen Terroristen auch noch – nein, nicht die Journalisten, ich meine die vom IS!!!

Aber Herr Davutoglu, bitte beruhigen Sie sich doch, ich habe doch vollstes…

Nein, das Fass ist mehr als voll. Das Schwein ausliefern oder Abbruch der Beziehungen, ach was sage ich denn, Krieg!!

Aber Herr Davutoglu, bitte beruhigen Sie sich doch, ich stimme doch ganz mit Ihnen überein…

Also Sie liefern aus, das Schwein?

Nein, Herr Davutoglu, das geht ja nicht, ich habe da nicht die Spielräume wie ihr verehrter Herr Präsident. Aber ganz klar, das Gedicht von diesem Böhmermann war ein bewusst verletzender Text.

Das mit dem, wie heißt das – Gelöt?

Genau, das mit dem Gelöt…

Und mit den Ziegen?

Ja, das…, das auch. Ich, das heißt wir, die Bundesregierung, also wir messen natürlich grundsätzlich der Presse und Meinungsfreiheit einen hohen Wert zu…

Was sagen Sie da???

Einen hohen Wert zu – aber natürlich ist die nicht schrankenlos, diese Dings, diese Freiheit…

Natürlich nicht, ganz und gar nicht schrankenlos. Und deswegen muss der Kerl hingerichtet werden. Oder ausgepeitscht. Wieso wagt das dieser Wicht einfach so? Bewusst verletzen? Unseren Präsidenten, Gottes Segen auf ihm? Was ist mit dem Schwulsein?

Das ist auch bewusst verletzend. Natürlich ist und war kein türkischer Präsident schwul, auch nicht Herr Atatürk – tschuldigung, Herr Erdogan…

Was sagen Sie da??

Ich verweise ja auch drauf, also der ausstrahlende Sender, dieser NDR – ach nein, das ZDF war das ja in diesem Fall, der ausstrahlende Sender also hat ja bereits, hat ja auch die Konsequenzen bereits gezogen..

Also das Schwein und die ganze verfickte Truppe entlassen und die verantwortlichen Chefs natürlich auch?

Das nicht direkt, also man hat, man hat den Mitschnitt aus der Mediathek und dem Netz genommen und die Passage rausgeschnitten. Und dann … und dann, na ja, den Rest hat man dann wieder reingestellt…

Was???

Herr Davutoglu, bitte, ich verstehe ja und stimme ja ganz mit Ihnen…

Also Sie entschuldigen sich jetzt sofort bei mir, dem verehrten Herrn Präsidenten und dem ganzen türkischen Volk, sonst…

Aber Herr Davutoglu, ich stimme ja ganz mit ihnen, ich bin ja ganz Ihrer Ansicht – sagen Sie das bitte auch dem verehrten Herrn Präsidenten…

Entschuldigen Sie sich jetzt oder nicht???

Ich… ja, das heißt nein, ich meine – von mir aus können Sie das ja in ihren Zeitungen und Sendern so formulieren lassen, hier bei mir ist das etwas heikel, ich meine…Aber Herr Davutoglu, es bleibt doch bei unserer Verabredung da mit den Flüchtlingen, ich meine…

Tüüüt….

(Hier endet die Aufzeichnung.)

Nachklapp ( 22.04.2016): Das Gespräch war ein Fehler, sagt Bundeskanzlerin Angela Merkel.

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