Infamie a la BILD: Kai Diekmann twittert gegen FC St. Pauli

Für ein Schmierenblättchen wie die BILD-Zeitung ist es natürlich unerlässlich, immer genau zu erschnuppern, woher der Wind gerade weht. Und deswegen flattert das Boulevard-Fähnlein momentan auch ganz im Trend des ungeahnten Willkommenskultur-Mainstreams – obwohl man doch sonst eher die Ressentiments der Leserschaft bedient oder vielmehr noch erst recht anfacht.

Geschäft ist halt Geschäft – deswegen reagiert Chefredakteur Kai Diekmann auch so heftig, wenn es doch plötzlich jemand wagt, sich der BILD-Gutmenschen-Simulation zu verweigern: Der FC St. Pauli will als einziger Verein am kommenden Spieltag nicht mit dem “Wir helfen – #refugeeswelcome”-Ärmelsticker auflaufen.

Natürlich nicht deshalb, weil man beim Hamburger Verein etwas gegen Flüchtlinge hat, wie Diekmann in seinen schändlichen Tweets insinuiert. Ob das nachgeklappte “Nichts für ungut” vom Abend dann als lauwarme Entschuldigung aufzufassen ist oder als ironisch gemeintes weiteres Nachkarten, das weiß nur Kai Diekmann selbst.

Interessant wäre ja noch die juristische Klärung, ob die Überschrift bei den Blogrebellen eine Meinungsäußerung, eine Beleidigung oder angesichts der infamen Diekmann-Tweets eine zutreffende bzw. belegbare Tatsachenbehauptung ist.

DRadio Wissen · #refugeesnotwelcome – Diekmann gegen St. Pauli

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 17.9.2015 (Moderation: Marlis Schaum)

Nachklapp: Auch der 1. FC Union Berlin wird nicht an der BILD-Aktion teilnehmen.

Nachklapp 2: Und noch ein paar Vereine mit Mumm.

Nachklapp 3: Zehn.

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