Charlie Hebdo, Pegida und die Vorratsdatenspeicherung

Nach den Anschlägen von Paris beziehen die Menschen Stellung, mit “Ich bin Charlie Hebdo”-Buttons (oder “Ich bin nicht Charlie Hebdo”-Bekenntnissen…), mit Analysen, Kommentaren und Karikaturen in der Presse und natürlich auch mit politischen Statements. Und je nach eigenem politischen oder gesellschaftlichen Background werden das Ereignis und seine möglichen Ursachen durchaus unterschiedlich interpretiert – oder eben auch instrumentalisiert.

Medienjournalist Stefan Niggemeier hat an der konzertierten Aktion der deutschen Zeitungsverleger am Wochenende, bei der in einer Karikatur und einem Text eine Brücke von Pegida-Demonstranten zu den Pariser Attentätern geschlagen wird, einiges auszusetzen; Frank Lübberding und Richard Gutjahr sehen das ähnlich kritisch.

DRadio Wissen · BDZV: Charlie Hebdo und die Meinungsfreiheit.

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 12.1.2015

Dass nach der Gewalttat der Ruf nach der Vorratsdatenspeicherung wieder zu vernehmen sein würde, war vorhersagbar – und auch die von Bild.de-Chef Julian Reichelt kolportierte These, die Enthüllungen Edward Snowdens hätten den Mördern von Paris ihre Arbeit erleichtert, ist weder völlig neu noch völlig absurd, sondern gibt halt eine ganz bestimmte Weltsicht wieder – und zwar in diesem Fall durchaus wieder mit einem “nützlichen” Hintergedanken: Krawall ist gut fürs Boulevard-Geschäft.

DRadio Wissen · Liveblog: Nach der Anti-Terror-Demo.

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 12.1.2015

P.S. Versprecher-Disclaimer: Heiko Maas ist natürlich Bundesjustizminister… 🙂

P.S. 2 – Auch Großbritanniens Premier David Cameron trötet in das Snowden-ist-Schuld-Horn und will (wirksam…) verschlüsselte Kommunikation verbieten.

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