Arschlöcher in der U-Bahn: Eine Kosten-Analyse

Es gibt ja verschiedene Möglichkeiten, auf U-Bahn-Arschlöcher (das sind die Zeitgenossen, die beim Halt des Zuges vor den Türen auf dem Bahnsteig stehen bleiben oder besser noch, schon durch den sich gerade öffnenden Spalt direkt hereindrängen…) zu reagieren: Ein indignierter Blick ist in den allermeisten Fällen um Größenordnungen zu subtil. Weit verbreitet ist der Ausruf “Erst aussteigen lassen”. Wenn man körperlich einigermaßen robust ist, geht auch Muskeln hart machen und die Angreifer einfach zurückdrängen oder zumindest heftig rammen. 🙂

Bei Medium.com hat ein Alltags-Forscher mit dem Kürzel CSi nun eine wertvolle Studie vorgelegt und quantifiziert, in welchem Ausmaß U-Bahn-Arschlöcher Tag für Tag den Verkehr aufhalten und Verspätungen produzieren. Das Ganze wird untermauert durch grafisch nett aufbereitete Fahrgäste-treffen-auf-Arschlöcher-Simulationen, durch Formeln und Hochrechnungen.

Simulation with assholes (note they are cramming in before people have remotely exited) Quelle: CSi/Medium.com

Simulation with assholes (note they are cramming in before people have remotely exited) Quelle: CSi/Medium.com

Zudem liefert der Autor kurze Erklärungsversuche für das Arschloch-Gehabe. Zumindest den “rationalen” Arschlöchern, das muss CSi hier zugestehen, bringt das unverschämte Drängeln einen tatsächlichen Vorteil – sich nämlich in einer überfüllten Bahn mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einen Platz zu erkämpfen.

Der Autor hat übrigens eine eigene ganz spezielle Strategie beim Verlassen der Bahn – er geht mit seitlich weit ausgestreckten Armen auf den Menschenblock zu. Was erstens signalisiert: Ich kann nicht heraus. Und zweitens Arschlöcher am Durchschlupf hindert. Ich selbst, das gestehe ich hier, remple auch mal ganz gern. Natürlich keine Frauen, Kinder und Gebrechliche.

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