Amazon, JP Morgan und Berkshire Hathaway wollen das US-Gesundheitssystem aufmischen

Für den einen Präsidenten war es ein zentrales Anliegen seiner zwei Amtszeiten – für seinen Nachfolger schieres Teufelswerk, das so schnell und so gründlich wieder rückgängig gemacht werden muss: Die Rede ist von “Obamacare”, von der Regulierung des US-amerikanischen Gesundheitssystems, um jedem Bürger die Chance auf eine bezahlbare Krankenversicherung zu bieten. Regulierung mögen viele Amerikaner aber nun gar nicht; sie pochen auf ihre “Freiheit” – eben auch auf die, vielleicht eben keine Krankenversicherung abzuschließen.

Dass die “Entscheidung” gegen den Versicherungsschutz bei Armen, Arbeitslosen und Geringverdienern natürlich gar nichts mit Freiheit, sondern mit purer Not zu tun hat, das war Barack Obamas Argument. Dass “Obamacare” beileibe nicht ohne Pannen und beileibe nicht völlig überzeugend auf die Schiene gekommen ist, spielt wiederum den Kritikern in die Hände. Fest steht jedenfalls – das US-Gesundheitssystem in seiner jetzigen Form ist teuer und ineffizient; es gibt einfach zu viele Akteure, die an unterschiedlichsten Stellen die Hand aufhalten. Und wenn es um Leben und Tod geht, ist der “Kunde” halt in einer schlechten Verhandlungsposition.

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Für drei Firmen-Giganten wie Amazon, JP Morgan und Berkshire Hathaway sieht das schon besser aus. Aber bei der am Dienstag angekündigten Kooperation geht es wohl um mehr, als nur einen Mengenrabatt herauszuschlagen. Und bei genauerem Hinsehen spielt der vermeintliche Exot im Dreierbündnis vielleicht sogar die Hauptrolle.

US-Gesundheitssystem: Versichert bei Amazon & Co. · Deutschlandfunk Nova

Deutschlandfunk Nova – Hielscher oder Haase vom 01.02.2018

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