Microsofts Chatbot Tay bekommt erstmal Zwangsknebel ins künstliche Maul

Manche Ideen sind einfach unfassbar bescheuert. Zum Beispiel, eine angeblich „künstlich intelligente“ Chatbottin über Twitter mitquatschen zu lassen. (Da ist doch Siri echt die bessere Gesprächspartnerin, wenn man wirklich überhaupt keine Freunde hat und die Nummer der Telefonseelsorge und die von Jürgen Domian auch nicht.)

Die Leute bei Microsoft kennen aber ja auch keine Siri, sondern nur die Cortana. Und wissen deshalb natürlich überhaupt nicht, dass es der Lieblingssport von Pseudo-KI-Nutzern ist, die Bottinnen irgendwie aufs schlüpfrige Terrain zu locken.

Und deshalb kam das natürlich auch bei „Tay“ ganz unerwartet, dass die jetzt ganz schnell so richtig wie ein echtes menschliches Arschloch in die Welt hinausgezwitschert hat. Das ist zwar ein ziemlich authentisches Spiegelbild der Realität und insofern also „künstlich intelligent“, aber irgendwie auch nicht im Sinne der Erfinder. Gute Nacht erst mal, Tay.

Nachklapp 31.03. – Uups, da ist der Knebel für einen Moment wieder herausgerutscht. Gnnrg. Mmmmh. Wieder drin. Puh! Aber da kommt bald noch eine Menge mehr intelligentes Zeug in die Welt, wenn Microsoft seinen Bot-Baukasten frei verfügbar macht.

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