Hacker lesen Obamas Email mit

Dass es die IT des Weißen Hauses böse erwischt hat, wissen wir schon seit über einer Woche. Jetzt bringt die New York Times weitere Details, auf was denn die Hacker – vermutlich von Russland aus operierend – so alles zugreifen konnten. Auf Barack Obamas Emails nämlich zum Beispiel; zwar nicht auf die als geheim klassifizierten, aber auf die alltägliche Kommunikation mit den Mitarbeitern. Das kann peinlich sein, sicherheitsrelevant ist es allemal.

Während der Vorfall also wieder einmal nachdrücklich zeigt, wie wissbegierig und einfallsreich Schnüffler aus aller Welt sind, reist Obamas neuer Cyber-Sicherheitsbeauftragter Ashton B. Carter ins Silicon Valley, um die dortigen Tech-Firmen davon zu überzeugen, doch bitte eine Hinter- Vorder- oder Seitentür in ihren Verschlüsselungs-Produkten offenzulassen. Für die Good Guys, die eigenen Dienste und Behörden – versteht sich.

Bei den IT-Security-Experten auf der RSA-Konferenz letzte Woche stieß das Ansinnen jedenfalls auf harsche Ablehnung – jeder absichtlich eingebaute Sondereingang in eine Kryptografielösung schafft Fehlerquellen, untergräbt das Vertrauen in das Produkt und kann letztlich auch von den „falschen“ Leuten ausgenutzt werden.

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DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 27.04.2015

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