Facebooks klebrige Tracking-Cookies

Cookies – die kleinen Textdateien, die beim Besuch von Webseiten im Browsercache landen bzw. auf den Computern der Nutzer abgespeichert werden – sind erst einmal nichts schlimmes. Sie dienen dazu, einen User wiederzuerkennen, der dann z.B. einmal vorgenommene Konfigurations-Einstellungen nicht neu einrichten muss.

Und eigentlich dürfen Cookies nur von der Website wieder ausgelesen werden, von der sie stammen. Das sinnvolle Prinzip wird schon seit langem durch Werbenetzwerke ausgehebelt, die einen Surfer auf allen Webseiten wiedererkennen können, auf denen Anzeigen aus ihrem Pool platziert sind – mit diesen Tracking-Cookies lassen sich User also quasi quer durch Netz verfolgen, um festzustellen, wofür sie sich denn so alles interessieren.

Mal abgesehen davon, dass es mittlerweile noch viel ausgebufftere Wiedererkennungsverfahren gibt – dass Facebook offenbar die beim Besuch seiner Seiten gesetzten Cookies auf allen Webseiten wieder ausliest, die einen Like-Button eingebaut haben, das verstößt eindeutig gegen europäische Datenschutzbestimmungen. Sagt ein Gutachten, das die belgische Datenschutzbehörde in Auftrag gegeben hat.

Facebook bemängelt „Ungenauigkeiten“ in dem Bericht, verrät aber bislang nicht, worin diese denn bestehen sollen.

DRadio Wissen · Facebook: Auch Nichts-User werden verfolgt.

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 1.4.2015

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