Crowdworking im Dienste der Wissenschaft

Wenn Soziologen, Psychologen, Verhaltensbiologen oder Wirtschaftswissenschaftler an der Uni oder in Instituten Studien mit Versuchspersonen durchführen, haben sie normalerweise ein kleines Problem: Die Leute, die sie relativ leicht zum Mitmachen bewegen können, sind WEIRD – Western, Educated, Industrialized, Rich and Democratic. Oder im Extremfall halt männliche, heterosexuelle Westküsten-Studenten – und die in solchen Studien erzielten Ergebnisse haben dann nur eine sehr begrenzte Aussagekraft, was den Studienautoren zuweilen selbst nicht ganz klar ist. Aber das „Sampling-Bias“-Problem lässt sich mittlerweile sehr einfach und elegant umschiffen. Wenn man nämlich die Studienteilnehmer im Netz rekrutiert – aus dem zahlreich und preiswert zur Verfügung stehenden Pool der Crowdworker; z.B. bei der bekanntesten Plattform, dem Amazon Mechanical Turk. Nachzulesen in einem ausführlichen und interessanten Artikel von Rosie Cima bei Priceonomics.com; und wie man für den „Mechanischen Türken“ geeignete Studiendesigns erstellt und diese direkt einfach statistisch auswertet, findet sich beim Experimentalturk.

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DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 17.10.2014

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