Tech-Firmen als Wegbereiter der Homo-Ehe

Es war eine knappe, aber historische Entscheidung des US-Supreme Court am Freitag – und seitdem prangen Firmen-Tweets, Webseiten und Social Media-Accounts in den Regenbogen-Farben. Das Silicon Valley feiert – die Entscheidung und auch sich selbst; denn schließlich sind Firmen wie Apple, Google, Facebook und Co. schon seit Jahren Vorbild und Verfechter der Gleichberechtigung von „LGBTQs“.

Einen gewissen Einfluss dürften die Big Player tatsächlich haben, sich allzu weit aus dem Fenster zu lehnen ist für sie hingegen auch wieder nicht opportun – sowohl für das inländische wie für das internationale Publikum. Und inmitten des aktuellen Jubels und der „Pride“-Feierlichkeiten kommt auch die altbekannte Kritik an Facebooks Zwang zum Klarnamen noch einmal auf den Tisch.

DRadio Wissen · Liveblog: Griechenland – Verzockt?

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 29.6.2015

Facebook soll Userdaten in Rache-Porno-Fall herausgeben

Dass sich Paare beim Sex selbst filmen, ist ja im Zeitalter von Smartphone und Selfies schon irgendwie Mainstream – und dass so etwas dann anschließend im Netz landet, ist auch nicht mehr so ganz neu. Nur passiert das ja in vielen Fällen unfreiwillig – entweder durch eine Hacking-Aktion, oder weil einer der Beteiligten das Filmchen hochlädt, um dem anderen zu schaden. In Holland gab es jetzt ein ziemlich aufsehenerregendes Gerichtsurteil in einem Rache-Porno-Fall: Ende Januar war ein einschlägiges Video über einen gefaketen Facebook-Account verbreitet worden. Das Social Network wurde nun dazu verdonnert, alle Informationen herauszurücken, die Aufschlüsse auf den Täter geben könnten. Angeblich hat Facebook aber nicht nur den Account und das Video, sondern auch die Anmelde-Daten komplett und restlos gelöscht. (Das Filmchen kursiert aber selbstverständlich längst und weiterhin in anderen Kanälen im Netz…) Kaum zu glauben angesichts dessen, was wir bislang so über das Unternehmen gelernt haben. Dass Facebook nun einen externen Experten auf seinen Servern noch einmal nachschauen lässt, dürfte allerdings noch unrealistischer sein als eine baldige Reaktion auf die anhängigen europäischen Datenschutz-Bedenken.

DRadio Wissen · Liveblog: Europaspiele in Baku

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 26.06.2015

Taxifahrer-Randale gegen Uber in Frankreich

Da sei sie ja „in Bagdad sicherer als in Paris“, twitterte Schauspielerin/Sängerin Courtney Love, die unversehens mitten in die recht rustikalen Protestaktionen der Pariser Taxifahrer gegen den unliebsamen Netz-Konkurrenten Uber geraten war. Ob die Amerikanerin jetzt tatsächlich um ihre körperliche Unversehrtheit fürchtete oder einfach als Star damit haderte, dass die Dinge auch einmal nicht so ganz reibungslos verliefen wie gewohnt – die Heftigkeit der Demonstrationen sorgte jedenfalls für ein immenses Echo in Presse und Politik.

In der Tat hatte Uber mit seiner Strategie „was kümmern uns Gesetze und Urteile, wir machen erst einmal fröhlich weiter“ die Eskalation heraufbeschworen, damit dürfte nun auch in Frankreich zunächst einmal Schluss sein. Ob es demnächst dann am Bosporus wilde Auseinandersetzungen mit old-economy-Fährleuten gibt?

Gegen eine andere App-Geschäftsidee dürften Taxifahrer hingegen nichts zu meckern haben – der neue Bring-Home-Service für Auto und Besitzer ist bislang zumindest auf der Kurzstrecke einigermaßen konkurrenzlos 🙂 …

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DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 26.06.2015

Twitter bringt „Lightning“ – der Trend geht zum kuratierten Newsletter

Bei den Grimme-Online-Awards war ja „Checkpoint“ vom Berliner Tagesspiegel – um den sich dort der Chefredakteur kümmert – einer der Preisträger. Und irgendwie scheinen solche kuratierten, von Hand zusammengetragenen Netz-Newsletter gerade global wieder schwer im Trend zu sein – jetzt kommt nämlich plötzlich auch Twitter mit so einem neuen kuratierten Echtzeit-Projekt namens „Lightning“ daher. Dabei galt doch eigentlich bei den ganzen Social Media das Motto: Die User bestimmen selbst, was sie für wichtig halten – eben indem sie anderen Usern folgen oder die „liken“.

Daran wird sich zwar wahrscheinlich auch grundsätzlich nichts ändern – gerade hat ja Facebook eine Funktion neu eingeführt, mit der User bestimmte Inhalte an die Top-Position ihrer Newsstream-Liste setzen können. Und die Betreiber bekommen natürlich auch schon allein durch das Leseverhalten ihrer Klientel mit, was „gefällt“ und was nicht.

Twitter hat ein spezifisches Problem mit der – aus Sicht des Unternehmens – etwas laxen tatsächlichen Nutzungsintensität seiner User. Mit dem neuen – von Menschenhand, nicht von Algorithmen – kuratierten Newsletter geht der Dienst ein erhebliches Risiko ein, die User zu nerven, die ganz bewusst selbst entscheiden wollen, was da auf ihrem Smartphone-Display erscheint und was nicht.

Aber vielleicht wollen die Leute ja auch einfach stärker an der Hand genommen werden? Apple hat quasi ein ähnliches Konzept – und ist direkt mit der Big-Player-Überheblichkeit ins Fettnäpfchen getreten. Natürlich wollen Blogbetreiber mit RSS-Feeds gelesen und weiterverbreitet werden – aber doch bitte nicht mit dem Ansatz: „Wenn Sie nicht ausdrücklich widersprechen, gehören Ihre Inhalte ab sofort uns“ 🙂 …

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DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 19.6.2015

Grimme Online Awards 2015 – Lokales und Leuchttürme

Als 2001 die Grimme Online Awards zum ersten Mal verliehen wurden, da war das Netz noch Neuland. Und da hatte die Sieger-Kür noch so eine Art Geheimtip-Funktion; jedenfalls für das breite Publikum: Schaut euch das mal an, es gibt da draußen jenseits der sogenannten „klassischen Medien“ tatsächlich ambitionierte, lesenswerte, spannende Inhalte. Mittlerweile haben wir alle eher das Problem, von möglicherweise ambitionierten, lesenswerten und spannenden Inhalten aus dem Netz zugeballert zu werden – aber auch da gibt ja die jährliche Grimme-Preisverleihung möglicherweise etwas Orientierung.

Dass mit dem morgendlichen „Checkpoint“- Newsletter vom Tagesspiegel-Chefredakteur Lorenz Maroldt und mit neukoellner.net zwei Berliner „Lokaljournalismus“-Projekte ausgezeichnet wurden, zeigt im Grunde – von der individuellen Exzellenz jetzt mal abgesehen 🙂 – dass die Idee nach wie vor gut ist, im Netz nicht auf den „Hallo Welt“-Ansatz zu bauen, sondern lieber auf die fokussiertere Version „Hallo Stadt“ oder „Hallo Kiez“.

Und die prämierten Leuchtturm-Projekte, die Webreportage MH17 – Die Suche nach der Wahrheit, die Webdoku netwars/out of CTRL und die Arte-Webreportage Polar Sea 360° ?

Das sind natürlich alles tolle Dinger, mit einem erheblichen personellen und finanziellen Aufwand produziert – und leider stehen die wie Solitäre in der Medienlandschaft, die ansonsten nach dem Motto schnell-schnell und billig-billig funktioniert. Natürlich kann man sich da als Programmverantwortlicher so allerhand Gedanken zu machen – wer nimmt sich eigentlich die Zeit, sich mal eben so eine halbe Stunde mit einem komplizierten Inhalt zu beschäftigen? Wie ist denn das Kosten-Nutzen-Verhältnis von Klickzahlen bzw. Quote und investierter Kohle? Oder sind das eh nur Alibi-Veranstaltungen – letztlich konzipiert für: die Grimme-Online-Awards?

Mein Plädoyer – zumindest für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk und die „Qualitätspresse“: Wir brauchen mehr von so einem Zeug. Oder vielleicht auch noch nicht einmal nur die ganz großen, seltenen Showcases. Ein bisschen Mittelbau, so mit zwei, drei Tagen (bezahlter 🙂 ) Recherche und einer einigermaßen fundierten Story wäre auch nicht schlecht 🙂 …

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DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 19.6.2015

P.S. Warum ich meinem lieben Kollegen und Moderator Till Haase so hartnäckig Grimme Online „Rewards“ statt „Awards“ in das Script hineingeschrieben habe, ist mir selbst nicht so ganz erklärlich – der morgendliche Live-Wahnsinn halt. Ich habe jedenfalls keinen Vertrag mit American Express 🙂 . Sorry für die Lese-Falle 🙂 …

Google Trends ab sofort in Echtzeit

Die meisten Internet-User nehmen „Google Trends“ wahrscheinlich nur einmal im Jahr wahr – wenn nämlich die Hitliste mit den häufigsten Suchanfragen der abgelaufenen 12 Monate durch die Agenturen geht. Für Journalisten, Trendforscher oder Wissenschaftler hingegen ist das zusammengerührte Abbild aus der Nutzer-Wissbegierde einerseits und der emsigen Durchforstung des Netzes durch den Googlebot andererseits eine sehr ernstzunehmende Datenquelle.

Ab sofort werden die Google Trends in Echtzeit aktualisiert und präsentiert – zudem hat das Unternehmen auch die Aufbereitung neu gestaltet: Die Startseite bietet eine Themen-Gruppierung, die sich nach „Ressorts“ wie Politik, Sport, Wirtschaft oder Unterhaltung aufschlüsseln lässt – oder natürlich auch nach Regionen. Letztlich reagiert Google damit auch nach eigener Auskunft auf die Wünsche von Journalisten – der heilige Gral des tagesaktuell arbeitenden Berichterstatters wäre natürlich eine Applikation, die aus den unzähligen Quellen im Netz; aus Nachrichtenseiten, Social Media und sonstigen privaten Quellen neue und relevante Themen quasi im Alleingang identifiziert.

So ganz automatisch funktioniert das trotz technischer Feinheiten wie semantischer Suche zur Zeit noch nicht, selbst nicht bei einer Firma mit so universell zusammengetragenem Datenmaterial wie Google. Aber wer Trends identifizieren kann, der kann auch Trends setzen – und gegebenenfalls in bare Münze verwandeln. Auch Apple ist auf dieser Schiene unterwegs und sucht gerade nach Journalisten, die unwesentliches und wesentliches auseinanderklamüsern – zumindest solange, wie die Algorithmen noch zu blöd dazu sind 🙂

DRadio Wissen · Liveblog: Griechenland, Hacking im Sport, Flüchtlinge

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 18.06.2015

Sind Uber-Fahrer Angestellte? Der „App-Economy“ droht arbeitsrechtliches Ungemach

Ein richtiges Big Business starten – das ist ja heutzutage kinderleicht. Dazu braucht man erst einmal eine einigermaßen gute Geschäftsidee, wobei die ruhig altbewährte Konzepte abkupfern oder sagen wir mal, neuinterpretieren 🙂 kann. Und dann braucht man vor allem eine Smartphone-App, mit der man nämlich in einem Abwasch alles sonst noch fürs Geldverdienen notwendige frei Haus geliefert bekommt: Mitarbeiter und Kunden. Alles ganz locker, ganz dynamisch, ganz flexibel, ganz formlos. So funktionieren mittlerweile unzählige Internet-Geschäftsmodelle, und angeblich soll ja die neue Share- und App-Economy irgendwann die alte, verkrustete 9-bis-17-Uhr Bürowelt ganz ablösen.

Aber Pustekuchen – am Mittwoch hat in Kalifornien die Arbeitsbehörde in einem Streitfall festgestellt, dass die Fahrer von Uber keine lockeren, flexiblen, formlosen Eigenunternehmer sind, sondern ganz einfach: Arbeitnehmer, Angestellte.

Sicher bedeutet die Entscheidung der „Labor Commission“ in dem konkreten Fall weder das Ende von Uber noch der App-Economy insgesamt, aber die ganze Branche ist alarmiert. Und die Reaktionen und juristischen Einschätzungen gehen diametral auseinander: Ja, sagen die einen; es ist unfair, dass ein Unternehmen wie Uber alle Risiken und Nebenkosten auf seine Mitarbeiter abwälzt, unfair gegenüber den Beschäftigten und auch gegenüber der „altmodisch“ arbeitenden Konkurrenz. Nein, sagen die anderen: Die alten Regeln und Gesetze lassen sich nicht mehr 1:1 auf neue Internet-Geschäftsmodelle übertragen. Sind sonst etwa auch eifrige eBay- oder Etsy-Verkäufer(innen) im Grunde Angestellte?

Und weil es so schön ist – Uber sorgt auch im alten Europa weiterhin für große Emotionen und offen ausgetragene Wortwechsel zwischen Männern 🙂 …

DRadio Wissen · Uber hat Ärger in Kalifornien

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 18.06.2015

BGH-Urteile zu Filesharing

Eltern haften nicht für ihre Kinder – so konnte man die bisherige Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes in Sachen Filesharing (alias „Raubkopieren“ 🙂 ) zusammenfassen – vorausgesetzt, sie haben ihren Nachwuchs unmissverständlich darüber aufgeklärt, welche Aktionen an ihrem PC und über den heimischen Netz-Zugang illegal und daher tunlichst zu unterlassen sind. Auch in anderen Abmahn-Streitfällen hatten die obersten Richter zuvor schon übereifrigen oder gar abzockerischen Rechteinhabern oder Anwälten die rote Karte gezeigt – bringt ein Internetanschluss-Inhaber plausible Argumente vor, dass er eine behauptete Urheberrechtsverletzung nicht begangen habe, dann haftet er auch nicht automatisch und schon gar nicht unbegrenzt.

An dieser „verbraucherfreundlichen“ Linie hält der BGH fest, auch wenn die drei Urteile vom 11. Juni alle zugunsten der Rechteinhaber ausfielen. In einem Fall hatte die Familie behauptet, zum Zeitpunkt des „Deliktes“ im Urlaub gewesen zu sein, konnte dies aber nicht belegen bzw. machte dazu sehr wackelige Aussagen. In einem zweiten Fall hatte der Anschlussinhaber für sich und seine Familie die Urheberrechtsverletzung ausgeschlossen, aber keine plausible Erklärung dafür geliefert, wer denn dann auf seinen Computer Zugriff gehabt haben könnte.

Der dritte Fall hat eigentlich die größte Praxisrelevanz – hier hatte die Tochter der Beklagten (die die Urheberrechtsverletzung auch begangen hatte…) in einer Vernehmung gesagt, ihr sei nicht klar gewesen, dass Tauschbörsen illegal seien. Eine Art Entschuldigung vielleicht – nur mit unangenehmen juristischen Folgen für die Eltern – auch der BGH sah hierin einen Beleg für eine ungenügende Aufklärung. Da bleibt Eltern wohl nur der etwas skurrile Ausweg, die Raubkopier-Ermahnung schriftlich zu protokollieren und von ihren (noch nicht geschäftsfähigen 🙂 …) Kindern gegenzeichnen zu lassen. Oder wie wäre es mit einem hübschen Desktop-Hintergrundbild „Filesharing ist illegal“, wahlweise in rosa oder hellblau ?

DRadio Wissen Liveblog: Lasst die Spielchen beginnen

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 12.6.2015

Kinder-Demütigung und „verstörende“ Baby-Videos im Netz

Dass Eltern ihren Kindern Dinge antun, die sie ihnen eigentlich nicht antun sollten, das ist wahrscheinlich immer schon so gewesen und wird wahrscheinlich auch immer so bleiben – die Spannbreite reicht ja da von schlimmsten Misshandlungen oder Missbrauch bis hin zu „eigentlich gutgemeinten“, aber vielleicht doch suboptimalen Erziehungsversuchen. Relativ neu ist nur, dass wir jetzt alle dabei zusehen dürfen – wenn wir nämlich die entsprechenden Videoclips bei YouTube oder in den Social Media anklicken.

Ob die zumindest sehr rustikale Baby-Badeaktion im Wassereimer, die wahrscheinlich in Kanada stattgefunden hat und zurzeit für große Aufregung sorgt, tatsächlich eine aggressive oder gar kriminelle Handlung ist, vermag ich nicht zu entscheiden – die Polizei in Toronto ist zumindest besorgt, hat aber vorerst die „Urheber“ nicht ermitteln können.

Die britische Kinderschutzorganisation NSPCC hat jedenfalls Facebook aufgefordert, das Video zu löschen – das Social Network weigert sich, weil der Clip nicht gegen die Facebook-Richtlinien verstoße, hat dem Video aber immerhin jetzt den Warnhinweis „Achtung, verstörender Inhalt“ vorangestellt.

Verstörend sind auch die „Shaming-Videos“, die manche Eltern anscheinend für eine gute Idee halten, ihre aufmüpfige Brut zu disziplinieren. Da wird entweder die Prügelstrafe oder eine Haar-Schur vor laufender Kamera vollzogen – und danach wandert das Filmchen ins Netz, wo dann wohl andere minderbemittelte Erwachsene Beifall spenden sollen. Vor allem hat das Ganze natürlich den Zweck, das Kind vor seinen Mitschülern und Freunden zu demütigen. Absolut keine gute Idee – das war die Botschaft von Wayman Gresham aus Florida in seinem Clip von letzter Woche. Und wie zur traurigen Bestätigung passt da die Nachricht vom Suizid eines 13jährigen Mädchens aus Tacoma.

Liveblog: Zehntausende gegen Merkel und Co

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 5.6.2015

Erpressungssoftware mit menschlichen Zügen

Wer nie auf komische Mailanhänge klickt, immer aktuelle Antivirensoftware benutzt und – am allerwichtigsten – immer ein tagesaktuelles Datenbackup an einem sicheren Ort hat, der braucht sich nicht zu fürchten vor Krypto-Trojanern. Alle anderen stehen im traurigen Falle des Falles vor einer schweren Entscheidung – den eigenen Daten sofort und endgültig lebewohl sagen, oder Lösegeld zahlen und hoffen?

Jetzt gibt es eine Erpressungssoftware mit „Kunden-Hotline“, berichtet die BBC – und der/die mitfühlende Gauner(in) im Netz lässt sogar mit sich handeln, wenn sein Opfer glaubhaft beteuert, knapp bei Kasse zu sein.

Noch menschenfreundlicher ist hingegen der/die Programmierer des Kryptotrojaners „Locker“ – am Dienstag schaltete er/sie reumütig die Daten der Opfer wieder frei – per Netz-Fernsteuerung. War alles nur ein Versehen, oder so.

DRadio Wissen · Erpressungssoftware: Lösegeld für Daten

DRadio Wissen – Schaum oder Haase vom 4.6.2015