Archiv der Kategorie: Beiträge Radio/Online

Wie sozialkompatibel ist die Pestdoktor-Maske wirklich??

Ich muss ja ganz ehrlich sagen – ich drödel so seit geraumer Zeit mit einer Mischung aus Depression und Wut herum. Depression mal aufgrund meiner genuinen Veranlagung; getriggert durch den monatelangen Anblick von Corona-Masken-Fressen in Bus, Bahn und bei sonstigen Gelegenheiten. So richtig kleidsam ist das Utensil bei wirklich niemandem. Zusammen mit Kopfbedeckungen oder Sonnenbrillen kommen wir schon in Richtung Tschador – mit den entsprechenden Beklemmungen.

Wut mal beim Beobachten von Zeitgenossen auf öffentlichen Straßen und Plätzen – meilenweit kein anderer Mensch in Sichtweite oder gar auf 1,5-Meter-Abstand; beim aneinander-vorübergehen sprechen wir gerade mal von einem Sekunden-Kontakt – wovor habt ihr Angst?? Die armen Mitmenschen zu infizieren und gnadenlos zu töten?? Dann bleibt doch bei Symptomen zuhause. Selbst infiziert zu werden und rettungslos zu sterben? Da hilft eine normale Maske leider nicht allzuviel weiter. Aber an der normalen frischen Luft ist die Konzentration der zu 0,0…% tödlichen Viren jetzt eher nicht so existenzgefährdend.

Das alles ist irre – oder irrationales Voodoo. Da fühlen sich manche jetzt vielleicht besser mit der Maske auf freier Flur. Ein Aluhut oder ein Corona-Geweih schützt euch allerdings genau so sicher. Oder noch viel schöner – eine Pestmaske. Ein immerhin schon historisch einigermaßen verortetes Utensil – trotz aller Bedenken, ob es dergleichen wirklich überhaupt gegeben hat. Ganz klar, eine Pestmaske bedeckt Mund und Nase. Ob die allerdings wirklich Corona-kompatibel ist, ist die Frage. Schlechter als ein lächerliches Halstuch, das mal eben so pro Forma über den Mund gezogen wird, ist die Pestmaske sicherlich nicht.

Und optisch um Lichtjahre weiterführender.

 

PacMan

Rezension aus Deutschland vom 24. Oktober 2020

Farbe: SchwarzVerifizierter Kauf

Finden Sie heraus, wie Sie mit Amazon Einkommen generieren könnten

Einkommen generieren würde ich total gerne. Vor allem ohne Arbeit. Von daher bin ich bei einem Angebot wie diesem eigentlich sofort dabei.

Die Schmalzbacke mit den hochgegelten Haaren huldigt offenbar gerade dem fliegenden Spaghetti-Monster; oder der internationalen Abzocker-Vereinigung e.V. Klar, zur Investition in Amazon-Aktien ist natürlich ein umfassendes, logischerweise auch nicht ganz kostenfreies Training erforderlich. Und selbstverständlich gibt es bei Amazon-Aktien eine Garantie darauf, dass die auch noch ab jetzt immer weiter steigen; und zwar überproportional zu anderen Aktien.

Die sind nämlich erstens schon sehr gestiegen in letzter Zeit, und zweitens ist Jeff Bezos verdammt reich. Wer von Ihnen allerdings noch einmal viel smarter ist und erkennt – die Amazon-Aktie ist ja schon sehr gestiegen und ihr Potential ist allmählich ausgereizt – und wer dann noch zusätzlich erkennt:  Bei Wirecard ist noch ein schöner Turnaround drin – für den oder die hab ich noch ein schönes Angebot. Ich guck noch mal nach meinem Haargel und dem Headset. Und dann kontaktieren Sie mich vertrauensvoll.

Bitte etwas mehr Sorgfalt, Drecks-Scammer!!

Ich hab das ja schon öfter hier geschrieben – ich habe ein gewisses Verständnis für unterprivilegierte arme Menschen in irgendwelchen Schrott-  unterprivilegierten Ländern, deren einzige Chance (von ehrlicher Arbeit abgesehen…) darin besteht, reichere Leute in privilegierten Ländern mit Scam-Dreck übers Netz abzuzocken. Aber so geht es doch echt nicht:

„Wir müssen Ihren Service noch sicherer machen.“ Klar. Ihr Wixer.

Erneuerte euren Scam-Dreck mal etwas sorgfältiger.

Freundliche Grüße. Herzlich.

Rassismus, Kolonialismus und die Neubewertung von historischen Denkmustern

Ich hab heute wieder einmal einen Beitrag beim Deutschlandfunk online gestellt, der sich mit Kolonialismus und Rassismus in einer bestimmten Zeitepoche beschäftigt – nämlich der Blüte des Handels mit „Kolonialwaren“ und ihrer Weiterverarbeitung in der Hansestadt Hamburg. Es gibt da zur Zeit eine Ausstellung im „Museum der Arbeit“, in der beleuchtet und gezeigt wird: Der Wohlstand der „ehrbaren Kaufleute“ und der ganzen Stadt beruhte nicht zuletzt auf ausbeuterischen Mechanismen – die Zeche zahlte die indigene Bevölkerung in den „Kolonien“.

So weit, so richtig. Was ich nur immer wieder so intuitiv empfinde – dass tendenziell bei der Bewertung der aus heutiger Sicht rassistischen, ausbeuterischen und kolonialistischen Denk- und Handlungsweisen heutige, also ahistorische Maßstäbe angelegt werden. Klar, wenn man heutzutage etwas von der Minderwertigkeit des „Negers“ nachliest, dann klingt das völlig abartig und absurd. Damals – wie etwa zur Zeit der im Artikel zitierten Zeitungspassagen war das allerdings nicht so.

Und ich sage mal ganz ketzerisch – dass sich „Weiße“ und weiße Eroberer den Indigenen und „Negern“ überlegen fühlten, das hatte ja objektive Gründe. Denn gemessen an Organisationsgrad, Produktivität, technischem Know-How, technischer Ausstattung und nicht zuletzt militärischer Schlagkraft waren die „Weißen“ ja fast immer auch überlegen – von Paradoxien wie der Eroberung von sehr wohl organisierten und strukturierten Reichen wie der der Inka und Azteken durch ein Häuflein Konquistadoren jetzt einmal abgesehen… (die Menschenopfer der Inka und Azteken waren übrigens aus heutiger Sicht auch irgendwie nicht ok…)

Ob die „zivilisatorisch“ fortgeschrittenen Kulturen jetzt auch qualitativ fortgeschritten waren oder sind; ob ein Leben eines ehrbaren Hamburger Kaufmanns dem eines vermeintlich „Wilden“ in einer sehr rudimentären Lebensgemeinschaft tatsächlich qualitativ überlegen war – das ist eine berechtigte, aber auch schon wieder eine ziemlich moderne „romantische“ Überlegung. Natürlich war es aus der damaligen Perspektive überlegen, und wohl zu einem nicht geringen Anteil auch aus der Perspektive der damals „Unterlegenen“.

Auch die Römer fühlten sich aus ziemlich gleichen Motiven heraus den „barbarischen“ Germanen überlegen, die dann teilweise diese überlegene Kultur durchaus annahmen („Arminius/Hermann“), andererseits wiederum sich dagegen auflehnten. Haben wir (bzw. die Italiener…) schon einmal den Rassismus und Kolonialismus der Römer gegenüber den Germanen „aufgearbeitet“? Und so war es die ganze Menschheitsgeschichte hindurch.

Furchtbare Sachen allerorts und allerzeiten – grausame Hinrichtungen, Feldzüge, Sklaverei, Hexenverbrennungen, religiöser Fanatismus; Frauenunterdrückung (von anderen Gender-Varianten jetzt einmal gar nicht zu reden…), Antisemitismus – ein Armageddon der politischen Unkorrektheit. Aus heutiger Perspektive. Ab welchem Zeitpunkt soll/muss man das eigentlich korrigieren, welche Statuen muss man beschmieren oder stürzen? Die von Leopold II. von Belgien, die von Bismarck oder auch die von Kaiser Augustus? Welche Bilder muss man zerstören, welche Bücher verbrennen?

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Eine ganz heikle Frage. Klar – irgendein Denkmal, das mal Anfang des 20. Jahrhunderts den damals herrschenden Zeitgeist transportierte, wirkt heute auf die Nachfahren der damals vom Abgebildeten abgeschlachteten als reine Provokation. Aber auch das wirkt ja so nicht bis in alle Ewigkeit – von Attacken deutscher oder französischer Urlauber in Rom auf die Hinterbliebenschaften des römischen Reiches habe ich noch nichts gehört…

Und das zeigt ja eigentlich schon, worum es in Wirklichkeit geht: Dass es in der Geschichte immer und immer wieder Denkweisen und Handlungen gegeben hat, die nach heutigen Maßstäben unverzeihlich sind, ist unstrittig. Nur – diese heutigen Maßstäbe gab es damals nicht, und ob unsere heutigen Maßstäbe auch in fünfhundert oder tausend Jahren noch gültig sind, ist noch mal eine andere Frage. Klar ist nur – nach heutigen Maßstäben und in der Welt, in der wir heute leben, gibt es keinen Platz mehr für Diskriminierungen und Denkmuster, die aus lange, oder eben noch nicht so lange vergangenen Epochen stammen.

Es ist aus meiner Sicht ahistorisch und letzlich arrogant, an Menschen in vergangenen Epochen die Maßstäbe anzulegen, die heute gelten. Wie hätten wir uns denn in einem entsprechenden Umfeld verhalten? Es macht nicht viel Sinn, einen Hamburger Kaufmann aus dem späten 19. oder frühen 20. Jahrhundert als „rassistisch“ zu titulieren – weil halt damals praktisch alle Menschen in Europa „rassistisch“ waren. Trotzdem ist es natürlich wertvoll, auf die Absurdität der damaligen Konstellation – aus heutiger Sicht – hinzuweisen.

Und vielleicht sollten wir noch mehr Augenmerk auf diejenigen ganz wenigen Menschen richten, die auch in ihrem historischen Umfeld Einspruch erhoben haben gegen den Mainstream – gegen die Versklavung der „Indianer“ oder „Neger“, gegen Hexenverbrennung und gegen Antisemitismus.

Rassistisch sind natürlich heute diejenigen, die den historischen Wandel und den Perspektivwechsel nicht mitbekommen haben, und die immer noch den Überlegenheitsanspruch ihrer Großväter oder Urgroßväter fortführen wollen. Dafür gibt es eigentlich nur eine ziemlich einfache Erklärung: Dummheit. Oder/und ein vermeintlicher oder berechtigter Minderwertigkeits-Komplex 🙂

Das Coronasünder-Petzportal der Stadt Essen ist definitiv keine gute Idee

Hyperventilieren ist ja nie hilfreich, in Corona-Zeiten schon gar nicht. Die Stadt Essen hat sich ein wunderschönes Onlineformular zum „Melden eines Verstoßes gegen die Coronaschutz-Verordnung“ zusammengebastelt, das soll der „Kanalisierung von Informationen“ dienen, die das Essener Ordnungsamt „sonst telefonisch oder per Email erhält„. So, so. Interessanterweise ist das Formular wohl schon quasi seit Beginn der Pandemie online – bekannt geworden ist es aber erst vor kurzem durch einen Facebook-Post des FDP-Politikers und Bundestags-Vizepräsidenten Wolfgang Kubicki.

Dummerweise kann man auf dem apart gestalteten Formular mit der praktischen Verstoß-Auswahlbox (in der allen Ernstes der „Verstoß gegen das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung“ , aber auch ein „sonstiger unzulässiger Sachverhalt, z.B. Friseurtätigkeit, Nagelstudio etc.“ aufgelistet sind…) die Denunziation, pardon, die Meldung aus nicht-niederen Beweggründen auch anonym absetzen. Spätestens seit dem Kubicki-Post und dem anschließenden Shitstorm ist das Formular jetzt auch hinreichend „beworben“ und bekannt.

Die anonyme Melde-Möglichkeit ist nicht nur rechtlich fragwürdig (wie auch die Möglichkeit zum Foto hochladen…), sondern vor allem auch etwas dämlich kontraproduktiv. Ich habe mal – selbstverständlich nur zu journalistischen Demonstrationszwecken – eine Fake-Meldung erstellt. So, wie das ja jetzt jeder Denunziant, Spaßvogel oder sogar Corona-Verharmloser machen kann – notfalls sogar automatisiert. Ich frage mich gerade wirklich, wie lange die Stadt Essen den Quatsch noch online stehen lassen will – andere Städte habe ja bereits ihre Erfahrungen gesammelt.

Ich komme aus deinem Traum… Von Schnitzeln und Kartoffelklößen.

Ab einem gewissen Alter wird es schwieriger mit der „Traumpartner“-Suche, könnte man(n) denken – zumindest, wenn man nicht reich und/oder berühmt ist. Aber das stimmt gar nicht.

Ich komme aus deinem Traum

Wenn Sie diese Email nicht lesen können, klicken Sie bitte hier… (Link zensiert…)

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Maria – 28yrs

Hi! Mein Name ist Maria ich bin erst seit ein paar Tagen auf HotRussianSingles. Wenn Sie meine Freunde fragen würden, wer ich bin, würden sie Ihnen drei Worte geben: urkomisch, nachdenklich und anständig kochen. Meine Lieblingsgerichte sind Schnitzel und Kartoffelkloesse. Ziemlich altmodisch, ha;)

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Symbolbild

Aber das bin ich, ich mag einfache Dinge, Dinge, die dich glücklich machen und dein Leben Tag für Tag lieben. Wenn Sie mir eine Tür öffnen, werde ich schmelzen. Nichts ist attraktiver als ein Mann, der das gleiche Interesse teilt ;)! Schick mir eine Nachricht! (Link zensiert…)

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Klaro.

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Alles klar, Tricolux.

Digitale Doppel-Käufe bei Amazon können nicht storniert werden. Auch wenn eindeutig ein Hänger bei Amazon schuld war. (Update: Es gibt doch Kulanz bzw. ein Beschwerde-Management…)

Ich hab gestern abend mal den neuen Flugsimulator von Microsoft gekauft. (Nicht zuletzt durch das Besprechungs-/Werbefeuer auf Heise.de animiert… 🙂 ) Das war sozusagen ein Revival aus alten Zeiten – die vorherigen Versionen („Flight Simulator 2004“ und „Flight Simulator X – Gold Edition“) habe ich auch schon gekauft. Ich habe mir sogar damals das Saitek X52-Flight Control System“ angeschafft – und zu meiner Schande muss ich gestehen: Die Geduld, das Fliegen damit richtig zu lernen, habe ich seinerzeit nicht aufgebracht. Abheben und Fliegen ist ja relativ einfach. Landen nicht.

Das ist also ein sehr aufwendiges Spiel; oder eben gar kein Spiel, sondern eine ziemlich realistische Simulation. Bei der aktuellen Version werden Echtzeit- und Real-World-Daten bei der Darstellung verwendet – mit gigantischen Anforderungen bei Speicherplatz und Online-Anbindung, aber eben auch einem bislang nie dagewesenen Realismus beim „Nutzererlebnis“ 🙂 OK, ich kauf das also wieder mal. Nur wo? Bei Steam? Da spricht dafür, dass man das dann eben in seinem gewohnten Account hat und auf dem dafür vorgesehenen Laufwerk – der Speicherplatzbedarf ist ja nicht völlig trivial 🙂

Oder bei Microsoft selbst? Oder bei Amazon? Ich hab mich jetzt gestern mal für Amazon entschieden, weil ich da einen Prime-Account habe und die Käufe über eine Amazon-Kreditkarte bei der LBB Berlin abgewickelt werden und ich da normalerweise noch einen kleinen Rabatt über die Kreditkarte erhalte. War aber offenbar keine gute Idee.

Ich entscheide mich gestern mal großzügig 🙂 für die „Premium-Deluxe-Version“ a 119,99 €; klick auf „in den Warenkorb legen“ und danach auf „bestellen“. Und es passiert: Nix.

Keine Bestätigung, kein Eintrag in meiner „Bestellübersicht“, kein Download-Code in meinem Account, keine Email. Ich war da gestern einigermaßen verwirrt und dachte:  WTF ist hier los? Und nachdem sich da absolut nix getan hat, bin ich offenbar nochmal zurückgegangen auf den Button „bestellen“ und hab da offenbar noch mal drauf geklickt.

Ich habe da heute mit dem Amazon-Support drüber geplaudert. Die erste Bestellung war offenbar um 21.13 Uhr. Die zweite um 21.16 Uhr. Eine Bestätigung und erste Rückmeldung, dass da überhaupt irgendwas passiert ist, habe ich um 21.20 Uhr erhalten. Da kamen nämlich zeitgleich zwei Bestell-Bestätigungen rein. Heute morgen dann beim Telefonat: Die erste Support-Mitarbeiterin klang noch relativ hoffnungsvoll – da könnte man ja die Doppelbuchung stornieren. Der hinzugerufene „Digital-Käufe-Supportmitarbeiter“ war da schon reichlich zurückhaltener: Da könne man leider nix machen. Weil ich hätte ja den Aktivierungs-Code erhalten.

An sich ist das ja völlig klar und steht auch so in den Amazon-Richtlinien (die ich natürlich weder präsentiert bekomme noch lese, wenn ich als Dauer- und Prime-Kunde Software kaufe… : Digitale (Software-) Käufe sind vom Rückgaberecht ausgeschlossen. Weil es eben asoziale Sportsfreunde 🙂 gibt, die irgendwas bestellen, nutzen und dann den Kaufpreis reklamieren. Aber in meinem Fall ist die Sache doch ziemlich klar: Hier hat ein Prime-Privatkunde ganz offensichtlich einen Software-Kauf unbeabsichtigt doppelt getätigt – und zwar, weil das Amazon-System „hing“ und es keine Rückmeldung mehr gab.

Warum gab es hier keine Warnung: „Sie haben diesen Artikel gerade schon gekauft, wollen Sie ihn wirklich noch einmal kaufen?“ Warum kann Amazon nicht bei einer ganz klaren Irrtums-Konstellation den Vorgang mit Microsoft abklären – die Kohle vereinnahmen bzw. transferieren geht ja offenbar problemlos – das erschließt sich mir nicht so ganz.

Ich kontaktiere jetzt mal am Montag Microsoft – da bin ich sehr gespannt…

Und ansonsten biete ich jetzt mal die Software bzw. den garantiert unbenutzten Aktivierungscode für 100,- statt 119,99 Euro an  – profitieren Sie von meinem Elend 🙂

 

Update 24.08.2020: Mich hat heute morgen ein Amazon-Mitarbeiter angerufen und mich gebeten, den Fall noch mal zu schildern. Das hab ich gemacht, und danach hat er dann gesagt, dass er angesichts der nachvollziehbaren Konstellation die Doppelbuchung doch erstatten könnte und auch würde. Das ist natürlich eine sehr erfreuliche Wendung – insofern kann ich da einfach nur ein Lob ausprechen in Richtung Amazon: Da existieren offenbar doch mehrere Support-/Eskalations-Level, und da können einmal getroffene, im Kundensinne nicht so ganz optimal verlaufene Entscheidungen auch noch einmal revidiert werden. So sollte es sein.

 

Meine Sparkasse/Online-Bank leitet mal eben die URL auf eine andere Adresse um

Was viel sensibleres als den eigenen Online-Banking-Account gibt es wohl nicht im Netz. Mittlerweile existieren ja zig Phishing-Strategien, um von arglosen Leuten Kohle abzugreifen. Geschenkt. Aber der richtig elementare Angriff ist ja der direkte auf das Onlinebanking – mit nachgebauten Webseiten, auf denen man dann gerne seine PINs/TANs eingibt, weil das ja total plausibel ist. 🙂

Ich habe mein Konto bei der Stadtsparkasse Köln; pardon, bei der Sparkasse Köln/Bonn – und seit langer Zeit gehe ich da auf’s Online-Banking mit der dezidierten Eingabe im Browser: „sk-koeln.de“. Ich mach das heute abend – und, oh Wunder – ich lande automatisch auf einer ganz anderen Seite, nämlich https://www.sparkasse.de/.

Ach ja? Wenn ich jetzt auf die Idee komme, auf „Online-Banking“ zu klicken, dann öffnet sich ein neues Fenster.

Ich werde dann gnädigerweise weitergeleitet auf die Seite, die ich eigentlich erreichen wollte. Hoffentlich. Vielleicht auch nicht. Ist die ganze Sch… jetzt authentisch oder nicht?

Wahrscheinlich ja. Aber woher soll ich das wissen?

Liebe verantwortliche Leute – habt ihr noch alle Tassen im Schrank? So eine Änderung zu implementieren, ohne die Kunden und Kundinnen vorher explizit darüber zu informieren, ist völlig absurd und widerspricht allen Grundregeln einer verantwortlichen Online-Strategie.

Binationale Paare dürfen sich jetzt wieder treffen. Trotz des drohenden Corona-Armageddons.

Es ist ja ganz klar. Wenn sich die binationalen Paare (ich weiß nicht, wieviel das in absoluten Zahlen so sind, das sind wahrscheinlich eher mickrige Größenordnungen…) – also zum Beispiel Gertrud wohnt in der Schweiz und Gerhard wohnt in Deutschland  – einfach so weiter hätten treffen könnten wie vor Corona, dann wäre selbstverständlich die gesamte Bevölkerung Deutschlands und/oder der Schweiz ausgerottet worden. Weil Gertrud und Gerhard ja alle deutschen und schweizerischen Mitbürgerinnen und Mitbürger nach ihrem individuellen grenzüberschreitenden Kontakt unermesslichen und tödlichen Gefahren aussetzen würden.

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Das ist so super klar, dass deswegen eben auch allen Ernstes ein Kontaktverbot gültig war. Gerhard durfte seine Freundin, seine Liebe Gertrud nicht mehr sehen. Nicht mehr berühren, nicht mehr mit ihr schlafen – weil er ja schließlich nicht mit ihr verheiratet ist. Klar. Total logisch. Bei unverheirateten Paaren muss man natürlich ganz klar das Volksgesundheitsinteresse höher werten als irgendwelche individuellen Pseudo-Befindlichkeiten. Dafür garantiert u.a. unser patenter Innenminister Horst Seehofer, der ja zum Glück seinerzeit seine eigene außereheliche Beziehung im Inland angesiedelt hatte. Ob er Frau und Kind ab und zu noch besucht – mit Maske selbstverständlich – weiß ich nicht.

Ok, bei dem deutsch-schweizerischen Paar war ja die Wiederbegegnung gnädigerweise schon ein Weilchen wieder erlaubt. Bei Paaren mit Partnern im sonstigen Nicht-EU-Ausland aber weiter nicht. Völlig klar – sonst hätten ja infizierte Horden aus wer weiß wo unseren schönen Staat gestürmt und ihre ausländischen Viren hier verbreitet. Ok. Horst Seehofer ist ja auch kein Unmensch.  Wenn die ausländischen Horden und ihre mutwiligen inländischen Partnerinnen und Partner nachweisen können, dass sie tatsächlich ein Paar sind und nicht einfach nur die Volksgemeinschaft auslöschen wollen, dann dürfen sie sich jetzt endlich auch wiedervereinigen. Mit Formular und drei beglaubigten Durchschlägen.

So eine abartige Bürokratie und Corona-Kollateral-Scheiße! Ich möchte mal an dieser Stelle alle „binationalen“ Paare ermutigen (auch vorher schon die deutsch-schweizerischen…), Klage einzureichen gegen die bisherigen, völlig absurden Regelungen. Die haben hundertprozentig gegen Menschenrechte verstoßen und waren hundertprozentig unverhältnismäßig und rechtswidrig, Meines Erachtens ist da ein ganz immenses Schmerzensgeld fällig.

P.S. Irgendwelche Corona-Einschränkungen zu verkünden oder anzuordnen, wenn einen das selbst nicht betrifft, ist immer easy. Total geil, wenn der eigene Job (und die eigene Ehe 🙂 ) schnarchlangweilig weiterläuft und die eigene Kohle ungemindert weiterfließt. Das Land ist sicher. Wenn da mal ein paar Leutchen Berufsverbot haben, Pleite machen oder zu Hartz-4 rüberschwenken oder halt mal ihre Beziehung ein paar Monate suspendieren müssen – who cares? Alles kein Problem. Gehen Sie bitte weiter – mit Maske bitte – hier gibt es nix zu sehen.

Golfclub Gut Lärchenhof: Bag-Bear statt Bag-Tag

Ich bin ja momentan golferisch zwar „Wochentagsspielberechtigt“ im schönen (und für mich auch extrem nahegelegenen…) Marienburger Golfclub, aber meine HCP-Führung und DGV-Mitgliedschaft läuft über den VcG. Der VcG hat aufgrund der vielen wegen Corona ausgefallenen Events eine „Bagtag-Challenge“ ausgerufen – wo man also als VcG-Mitglied die Bagtags beim Greenfee-Spielen einschicken soll. Und an die Einsender(innen) werden dann Greenfee-Gutscheine verlost.

Ich hab den VcG dann (aufgrund eigener Erfahrungen…) direkt darauf aufmerksam gemacht, dass es bei vielen Golfclubs momentan wegen Corona gar keine Bagtags mehr gibt. Für die „Challenge“ und die Verlosung werden also auch andere Nachweise anerkannt. Eine besonders hübsche und gleichzeitig ambitionierte Alternative zum Bagtag hat der Golfclub Gut Lärchenhof: Einen Bag-Bear.

Das Biest steht auch als größere Skulptur vor dem Clubhaus bzw. der ersten Bahn. Und es ist – das habe ich auf Nachfrage erfahren – nicht etwa der Baisse-Bär wie vor der Börse Frankfurt oder der NYSE. Sondern eine Reminiszenz an den Designer des Golfkurses Gut Lärchenhof, den legendären Jack Nicklaus. („Auch bekannt als The Golden Bear…“ Ach so.) Und ich muss sagen – der hat echt ganz gute Arbeit abgeliefert. Ich konnte da heute aufgrund einer Einladung mal spielen – eigentlich wäre mein HCP noch etwas zu popelig 🙂

Der Platz ist ohne jeden Zweifel „Premium“ und auch das „Premium“-Greenfee wert. In die Leistungen des Restaurants habe ich ja heute nur ganz kurz hineingeschnuppert – und auch da würde ich sagen: Da könnte man echt mal ein ausgedehntes Menu in Erwägung ziehen. Mit der passenden Weinbegleitung müsste man allerdings mit dem Taxi zurück nach Köln fahren. Oder irgendwelche abstinenten Mitstreiter rekrutieren 🙂 …